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Ritterkreuzträger Karl Bulmahn
Hauptmann, Grenadiere

05.10.193901.10.1939

Karl Heinrich Bulmahn wurde am 08.06.1908 in Obernkirchen/Stadthagen geboren und trat am 01.11.1927 seinen Dienst an. Wo dies erfolgte ist bisher unklar. Ab dem 01.04.1931 gehörte er dann der 3. Kompanie im Infanterie-Regiment 17 in Braunschweig bzw. der 17. Kompanie im Infanterie-Regiment Münster in Iserlohn an, wo er als Gruppen- bzw. Zugführer eine Verwendung fand.
Im Jahre 1935 meldet er sich als Hauptfeldwebel (T) zur Flieger-Aufklärungs-Gruppe 114, wo er vom 01.09. bis zum 01.12.1938 seine III. Übung ablegt. Zwischenzeitlich besuchte er von 1937 bis 1939 die Luftwaffenfachschule für Verwaltung und Wirtschaft in Münster, die er mit der Abschlussprüfung II/Oberstufe beendete.
Ob er am Polen-Feldzug teilnahm ist unklar, zumindest ist er ab dem 01.12.1939 Führer des Vorkommandos der Bodenstaffel der Aufklärungs-Gruppe 3.(H)/12. Dies Posten behält er bis zum 22.05.1940. Eine andere Quelle nennt ihn ab dem 08.05.1940 als Führer der Fliegerhorst-Kompanie bei der Fliegerhorst-Kommandantur Münster/Loddenheide.
Am 23.05.1940 wird er zum Kommandanten des Stabs-Quartiers beim Kommandeur der Luftwaffe bei der Gruppe Kleist, bzw. ab dem 07.07.1940 bei der 16. Armee ernannt. Ein weiteres Dokument weist ihn ab dem 02.07.1940 als Kommandant des Stabs-Quartiers bei der Koluft Gruppe zbV. aus.
Ab dem 09.09.1940 bzw. nach anderen Quellen bereits ab dem 27.08.1940 ist Bulmahn Chef der Technischen Kompanie an der Flugzeugführerschule A/B 119 in Jüterbog-Damm und wird dann am 01.06.1940 zum Kompaniechef an der Unteroffizier-Schule der Luftwaffe 2 bestimmt. Ab dieser Dienststellung weichen die weiteren Stationen nach verschiedenen Quellen stark voneinander ab. So soll er die Stellung an der Unteroffizier-Schule der Luftwaffe 2 bis zum 12.02.1943 inne gehabt haben. Doch bereits 1942 soll er auf den Truppenübungsplatz Groß-Born kommandiert und ab dem 01.05.1942 überplanmäßig dem Kommando des Fliegerhorst-Bereichs 2/VII zugeteilt worden sein. Nach dieser Quelle kehrt er dann aber ab dem 01.06.1942 als Kompaniechef an die Unteroffizier-Schule der Luftwaffe 2 nach Stetten zurück und wird am 13.02.1943 in das Feld-Bataillon der Luftwaffe zbV. 2 versetzt. Eine andere Quelle nennt für den 02.02.1943 zunächst die Versetzung als Kompanieführer in die Luftwaffen-Feld-Division 21 und dann ab dem 13.02.1943 die Ernennung zum Führer der 2. Kompanie im Feld-Bataillon der Luftwaffe zbV. 2. Dort wird er am 24.05.1943 schwer verwundet und in ein Lazarett verlegt.
Wieder genesen, wird er ab dem 06.01.1944 zum Kompaniechef beim Fahnenjunker-Zugführer-Lehrgang in Angouleme ernannt. Ein anderes Dokument nennt für den 01.01.1944 die Versetzung Bulmahns in den Dienstbereich der 1. Flieger-Ausbildungs-Division, nachdem er zuvor dem Feld-Ersatz-Bataillon 3 angehört haben soll. Ab dem 11.05.1944 ist er dann Lehrgangsleiter der Offizier-Auswahl-Lehrgänge beim Flieger-Regiment 32 in Angouleme. Eine vierte Quelle nennt dann für den 15.06.1944 die Versetzung mit Wirkung vom 10.05.1944 als Führer in die 10. Kompanie des II. Bataillons beim Flieger-Regiment 32. Von dort soll er dann am 12.10.1944 zum Chef der 8. Kompanie beim Grenadier-Regiment 128 bzw. später zum Führer des II. Bataillons im Grenadier-Regiment 126 ernannt worden sein.
Am 17.11.1944 zum Kommandeur des II. Bataillons im Grenadier-Regiment 1126 der 559. Volks-Grenadier-Division ernannt, kommt er im Dezember 1944 im Raum Saarlautern zum Einsatz. Dabei wehrte die Division am 02.12.1944 einen Angriff der 95. US-Infanterie-Division auf Lisdorf, südlich Saarlautern, ab, bis die Ortschaft, bis auf einige wenige Stützpunkte, am 03.12.1944 dann doch verlorenging. Ein Übersetzversuch des Gegners von Lisdorf nach Ensdorf konnte dann aber verhindert werden. Am 05.12.1944 überquerte der Gegner ostwärts Lisdorf mit zwei Bataillonen und Artillerieunterstützung die Saar und stieß, unter Einschließen mehrerer Bunker des Westwalls, bis zum Nordostrand von Ensdorf vor. Dort gelang es dann durch einen Gegenangriff den Gegner zum Teil zurückzudrängen. Für die Kämpfe im Raum Lisdorf und insbesondere für das Offenhalten der Übergänge über die Saar bei Lisdorf, erhielt Bulmahn als Kommandeur des II. Bataillons im Grenadier-Regiment 1126 am 31.01.1945 das Ritterkreuz.
Am 06.04.1945 verwundet und in ein Lazarett verlegt, gerät Bulmahn am 07.04.1945 in amerikanische Gefangenschaft die ihn über die Lager Marsberg/Westfalen, Namur, Voves und Carentan führte, wo er am 07.09.1945 entlassen wurde.
Nach dem krieg trat Bulmahn am 02.01.1957 der Bundeswehr bei und übernahm dort das stellvertretende Kommando über das I. Bataillon des Luftwaffen-Ausbildungs-Regiments in Stade. Im Januar 1958 wechselte er nach eigenen Angaben als Kommandeur des II. Bataillons zum Luftwaffen-Ausbildungs-Regiment 4 nach List/Sylt, wobei das Bataillon am 17.01.1958 nach Wunstorf verlegt wurde. Im Oktober 1958 ist er dort dann Kommandeur des I. Bataillons, auch nach dessen Verlegung nach Landsberg am Lech. Ende 1958 erfolgte die Verlegung des Bataillons auf den Fliegerhorst Penzing. Diese Dienststellung bekleidete er wohl nur bis zum 15.01.1960. Eine weitere Verwendung ist bisher nicht bekannt. Seine Pensionierung erfolgte jedoch erst am 30.09.1963.
Karl Bulmahn verstarb am 14.10.1997 in seiner Geburtsstadt Obernkirchen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Unteroffizier 01.11.1931 NSFK-Segelfliegerabzeichen ???
Feldwebel 01.01.1935 Eisernes Kreuz II. Klasse 21.05.1943 (22.05.1943)
ROA 01.10.1937 ernannt Eisernes Kreuz I. Klasse 05.12.1944 (22.12.1944)
Oberfeldwebel 01.09.1939 lt. Meldung Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 31.01.1945
Stabsfeldwebel OA ???
Oberleutnant 01.12.1939 m. Wirk. v. 20.11.1939
Hauptmann 01.08.1942 (auch 01.07.1940 -535D-(3))
Hauptmann 18.11.1944 zum Heer überführt
Major (Bw) 15.04.1959

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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