Walter Bund wurde am 21.10.1914 in Bokeloh bei Wunstorf
geboren und trat am 03.11.1937 der Wehrmacht bei und entsprach seiner
Wehrdienstpflicht.
Mit dem 26.08.1939 wird das Infanterie-Regiment 194 aufgestellt, dem Bund mit
Meldung von September 1939 als Angehöriger der 7. Kompanie zugeteilt wurde.
Laut Meldung vom 03.01.1940 wechselt er dann in den Pi-Zug des Regiments und
nimmt so am Westfeldzug teil, wo er im Juni 1940 verwundet und in das
Reserve-Lazarett Burgwedel verlegt wird. Von dort kommt er in die
Genesenden-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 194 und mit Meldung vom
20.06.1940 wieder in die 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 194. Von dort
muss er Ende Juli 1940 wieder in das Infanterie-Ersatz-Bataillon 194 versetzt
worden sein, da er mit Meldung vom 09.08.1940 von dort in die 5. (Jäger)
Kompanie des Infanterie-Regiments 194 versetzt wurde. Mit dieser nimmt er ab
Juni 1941 am Ostfeldzug teil.
Dabei wird er mit Meldung vom 11.03.1942 verwundet und der Genesenden-Kompanie
des Infanterie-Ersatz-Bataillons 194 zugeteilt. Bereits mit Meldung vom
16.03.1942 erfolgte dann die Versetzung in die 2. Kompanie des Bataillons bzw.
laut Meldung vom 08.04.1942 in das Marsch-Bataillon 500/1. Mit diesem kommt er
zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 500 nach Fulda und wird mit Meldung vom
05.05.1942 in die 1. Kompanie des Infanterie-Bataillons 500 zbV., eine
Berwährungstruppe, versetzt. Ein knappes Jahr später mglw. erneut verwundet,
gehört Bund mit Meldung vom 03.04.1943 der Genesenden-Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 500 an und wechselt mit Meldung vom 20.04.1943 in
die 2. Kompanie des Ersatz-Bataillons.
Mit Meldung vom 27.11.1943 wird er in die 1. Kompanie des
Reserve-Grenadier-Bataillons 455 versetzt und mit Meldung vom 17.03.1944 auf
den Truppenübungsplatz Radom kommandiert. Mit Meldung vom 20.04.1944 gehörte
Bund der 2. Kompanie des Feld-Ersatz-Bataillons 371 an und wird mit Meldung
vom 01.07.1944 der 1. Kompanie des Grenadier-Regiments 669, der 371.
Infanterie-Division, zugeteilt. Er wird dort zum Gruppenführer ernannt und
nimmt an den schweren Kämpfen ostwärts Krakau teil. Bei einem Einsatz bei
Zdzorga zeichnete er sich besonders aus und wird zum Ritterkreuz eingereicht,
welches ihm als Unteroffizier und Gruppenführer in der 1. Kompanie des
Grenadier-Regiments 669 am 20.10.1944 verliehen wird. Die Verleihung nehmen
der Divisionskommandeur Generalleutnant Niehoff, der spätere Verteidiger von
Breslau und der Kommandeur des Grenadier-Regiments 669 Oberstleutnant Below,
beide selbst Ritterkreuzträger vor.
Anfang des Jahres 1945 wird er verwundet und am 24.01.1945 in das
Teil-Lazarett 1 C des Reserve-Lazaretts I nach Klagenfurt verlegt, wo er mglw.
das Kriegsende erlebt.
Walter Bund verstarb am 13.09.1985 in Garbsen bei Hannover.