Heinz Bundesmann wurde am 02.07.1920 in Zittau geboren und trat am
04.10.1940 der Wehrmacht bei. Laut Meldung vom 10.11.1940 gehörte er dabei der
Infanterie-Nachrichten-Ersatz-Kompanie 87 an und kam laut Meldung vom
12.12.1940 in die 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 517, der 295.
Infanterie-Division. Mit Meldung vom 11.04.1941 gehörte er weiterhin zum Stab
des I. Bataillons, mit dem er am Ostfeldzug teilnahm. Im Frühjahr 1942 wird er
mglw. verwundet und mit Meldung vom 30.03.1942 in das
Infanterie-Ersatz-Bataillon 487 versetzt, währenddessen er in einem Lazarett
behandelt wurde. Wieder genesen kehrt er am 27.05.1942 in den Stab des I.
Bataillons beim Infanterie-Regiment 517 an die Front zurück. Seine Division
war dabei im Rahmen der
6. Armee im begriff auf Stalingrad vorzustoßen.
Mit Meldung vom 07.12.1942 befindet er sich allerdings in der
Genesenden-Kompanie des Grenadier-Ersatz-Bataillons 467. Was auf einer erneute
Verwundung schließen lässt. Laut Meldung vom 14.12.1942 wechselt Bundesmann in
die Grenadier-Nachrichten-Ersatz-Kompanie 276 und kommt dann mit Meldung vom
04.01.1943 in die Genesenden-Marsch-Kompanie XI/295/10. Die Division wurde
jedoch im Rahmen der 6. Armee eingekesselt und es scheint fragwürdig, ob
Bundesmann noch in den Kessel gelangte und dann wieder ausgeflogen wurde. Es
erscheint vielmehr möglich, daß Bundesmann im Rahmen des Aufbaus einer neuen
Abwehrstellung durch die Heeresgruppe Don einer Kampfgruppe beigefügt wurde,
mglw. im Rahmen der gesamten Marsch-Kompanie.
Mit Meldung vom 26.06.1943 gehörte er dann dem Stab des II. Bataillons des in
Norwegen neu aufgestellten Grenadier-Regiments 517 an, wo er mglw. der 6.
Kompanie angehörte, wird dort wohl erneut verwundet und mit Meldung vom
19.02.1944 dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 487 in Quedlinburg unterstellt, wo
er mit Meldung vom 26.02.1944 der Stamm-Kompanie zugewiesen wurde. Von dort
erfolgte dann die Ernennung zum Führer der 3. Kompanie im Grenadier-Regiment
88, der
15. Infanterie-Division. Diese war gerade erst neu aufgestellt und nach
Ungarn verlegt worden, wo sich das Grenadier-Regiment 88 bei Ungwar
auszeichnete. Zusammen mit dem Grenadier-Regiment 106 wurde das
Grenadier-Regiment 88 im Raum Miskolz in schwere Kämpfe verwickelt, wobei sich
Bundesmann besonders auszeichnete und am 14.01.1945, als Leutnant der Reserve
und Führer der 3. Kompanie im Grenadier-Regiment 88, mit dem Ritterkreuz
ausgezeichnet wurde.
Mit Meldung vom 08.02.1945 befindet sich Bundesmann noch immer bei der 3.
Kompanie, wo er mglw. auch das Kriegsende erlebte, soweit er nicht bereits
vorher in Gefangenschaft geriet.
Heinz Bu8ndesmann verstarb am 18.09.1975 in Strobel in Österreich.