Jörg Hans-Sachs Burg wurde am 25.09.1919 in Berlin-Wilmersdorf geboren und
trat am 01.10.1938 dem Panzer-Regiment 31 in Jägerndorf im Sudetengau bei. Mit
dem Regiment nahm er im Rahmen der
5. Panzer-Division am Polen-Feldzug teil und findet Gelegenheit sich ab dem
10.05.1940 auch im Westen zu bewähren.
Vom 08.08.1940 bis zum 27.02.1941 besucht er die Kriegsschule Potsdam, kehrt
dann zu seinem Panzer-Regiment 31 zurück, um mit dem 18.04.1941 in das
Panzer-Regiment 18, der neuaufgestellten
18. Panzer-Division, versetzt zu werden. Mit diesem Regiment nimmt er ab dem
22.06.1941 am Ostfeldzug teil, bis das Regiment am 15.05.1942 aufgelöst wird und
der Stab den Stab der Panzer-Brigade 18 bildet. Die I. Abteilung wird umgebildet
zur Panzer-Abteilung 160, die II. Abteilung wird Panzer-Abteilung 103. lediglich
die III. Abteilung bildet nun die selbstständige Panzer-Abteilung 18. Dieser
Abteilung gehört auch Burg an, woraus zu schließen ist, das er wohl schon immer
der III. Abteilung des ehem. Panzer-Regiments 31 angehörte.
Seit Mitte August 1942 wurde die Abteilung der Gruppe von der Chevallerie
unterstellt und hatte dabei wesentlichen Anteil an den Kämpfen des LIX.
Armee-Korps bei der Freikämpfung von Welikije Luki. Bei diesen Kämpfen wurde
Burg, als Führer des I. Zuges der 2. Kompanie am 18.01.1943 schwer verwundet.
Während der Ausheilung der Verwundung wird ihm am 03.03.1943 als Leutnant der
Reserve und Zugführer in der 2. Kompanie der Panzer-Abteilung 18 das Ritterkreuz
verliehen.
Nach der Ausheilung der Verwundung findet er mit Meldung vom 03.12.1943 als
Lehroffizier an der Heeres-Unteroffiziersschule der Panzerschützen in Eisenach
eine neue Verwendung, bis er sich aufgrund der freiwilligen Meldung am
02.06.1944 zum Fronteinsatz meldet und dort zum Chef der 7. Kompanie, die mit
Panzer IV ausgerüstet war, im Panzer-Regiment "Großdeutschland" ernannt
wird. Bei den Kämpfen des Regiments im Rahmen des deutschen Grossangriffes auf
Schaulen, zur Wiederherstellung der Verbindung zur Heeresgruppe Kurland, ab dem
14.08.1944 erhielt es den Befehl am 19.08.1944 im Raum Schaulen die Hauptstraße
für den weiteren Angriff zu öffnen. Nach größeren Geländegewinnen verlängerten
sich jedoch die Flanken bedrohlich und die Abwehrkraft des Gegners nahm täglich
mehr und mehr zu. Am 19.08.1944 lief sich der deutsche Angriff in einem
schwierigen Gelände, bestehend aus Sümpfen, hohem Buschwerk und tiefen
Einschnitten durchzogen, fest. An einer stark befestigten Straßenkreuzung, acht
Kilometer vor Doblen, kam dann jede Vorwärtsbewegung endgültig zum Erliegen.
Diese Straße musste nun lt. Befehl freigekämpft werden. Aufgrund des ungünstigen
Geländes und des starken Feindes ein schwieriges Unterfangen. Burg durchbrach
mit seiner Kompanie eine starke gegnerische Pak-Stellung, nachdem er eine Lücke
erkannt hatte, vernichtete dabei 6 gegnerische Geschütze und schlug einen auf
ihn angesetzten Flankenangriff erfolgreich ab. Dabei wird Burgs Panzer durch
gegnerische Panzergranaten getroffen und in Brand geschossen. Burg bootete samt
seiner Besatzung aus und rettete sich mit seinen Kameraden in einen nahen
Granattrichter. Ob der Gegner die Besatzung gezielt unter Feuer nahm ist unklar.
Zumindest wird Burg durch das gegnerische Abwehrfeuer an beiden Unterschenkeln
schwer verwundet und zum Hauptverbandsplatz Strugoiciai ostwärts Kursenai
gebracht. Dort verstarb er am 21.08.1944 infolge der Schwere seiner
Verwundungen.
Seine Beisetzung erfolgte auf dem Friedhof des Hauptverbandsplatzes.
Posthum wird ihm als Oberleutnant der Reserve und Chef der 7. Kompanie im
Panzer-Regiment "Großdeutschland" am 04.10.1944 das 604. Eichenlaub zum
Ritterkreuz verliehen. Außerdem wird er zum Hauptmann der Reserve befördert.