Max Burghartswieser wurde am 10.06.1914 in Wiesen im
Kreis Traunstein geboren und trat am 01.11.1934 als Freiwilliger der 11.
Kompanie des A-Bataillons des Infanterie-Regiments München in Bad Reichenhall
bei.
Im Zuge der Umbenennung des Regiments gehörte er dann ab dem 16.10.1935 der
10. Kompanie des nunmehrigen Gebirgsjäger-Regiments 100 an.
Vom 27.04. bis zum 30.04.1936 absolviert er einen Heeresbergführer-Kurs im
winterlichen Hochgebirge, sowie einen weiteren vom 05.08. bis zum 18.08.1936
in Fels. Weiterhin erhält er vom 24.08. bis zum 04.09.1936 eine
Krankenträger-Ausbildung und besucht vom 21.04. bis zum 30.04.1937 einen
Heeresbergführer-Lehrgang bei der 1. Gebirgs-Brigade. Mit Ende seiner
Ausbildung zum Heeresbergführer wird er am 10.12.1937 zu eben diesem ernannt.
Am 10.11.1938 wird er der 7. Kompanie des Gebirgsjäger-Regiments 100
zugeteilt, mit der er ab September 1939 am Polen-Feldzug teilnimmt. Zum
Zugführer ernannt und beim Westfeldzug im Einsatz wird er am 25.05.1940
verwundet. Inwieweit er bei der Truppe verbleiben kann ich unbekannt.
Weiterhin zeichnete er sich beim Übergang über den Oise-Aisne-Kanal wiederholt
aus, als es ihm gelang fünf gegnerische MG-Stellungen auszuschalten und dabei
zahlreiche gefangene einzubringen.
Im Zuge des Feldzuges auf dem Balkan, zeichnet sich Burghartswieser bereits
bei der Überwindung der Metaxas-Linie, wo er vier gegnerische Bunker
ausschaltete und über ein weiteres Abwehrwerk entscheidende
Aufklärungsergebnisse erkunden konnte, sowie bei den Kämpfen auf der Insel
Kreta besonders aus. Bei den Kämpfen um die Ortschaft Galatas schien die Lage
für die deutschen Angriffe aussichtslos. Die dort eingesetzten Bataillone
mussten zum Teil schwere Verluste hinnehmen und zogen sich dann auf den
Südrand der Stadt zurück.
Am Morgen des 25.05.1941 übernimmt Burghartswieser, bei einem Gefecht in der
letzten Nacht durch ein Bajonettstich in den linken Oberschenkel verwundet,
die Führung eines Stoßtrupps beim neuerlichen Angriff auf die Stadt Galatas,
wobei es ihm gelingt aus persönlicher Entscheidung heraus einen Keil in die
neuseeländische Abwehr zu treiben. Damit schuf er nicht nur die entscheidenden
Voraussetzungen zur Eroberung der Ortschaft Galatas, sondern auch zum Aufbruch
der Schlüsselstellungen im Raum Chania.
Dafür wird er am 31.05.1941 zunächst im Wehrmachtbericht genannt:
"Bei den Kämpfen um Chania zeichneten
sich die Angehörigen des Geb. Jäg. Rgt. 100, Oberleutnant Bauer, Feldwebel
Burghartswieser, Oberjäger Kerer und Feldwebel Faltermeier durch besondere
Tapferkeit aus.".
Weiterhin wird ihm für die erfolgreichen Angriffskämpfe
um Galatas als Oberfeldwebel und Stoßtruppführer in der 7. Kompanie des
Gebirgsjäger-Regiments 100, am 09.07.1941 das Ritterkreuz verliehen. Während
des Griechenland-Feldzuges nimmt Burghartswieser am 27.04.1941 unter
Oberleutnant von Bullian an der Besteigung des 2.917m hohen Olymps teil.
Bis Ende des Jahres bleibt die Division auf Kreta bzw. Griechenland, verlegt
dann zunächst in die Heimat, bis sie dann im März 1942 zur Heeresgruppe Nord
verlegt und Burghartswieser weiterhin als Zugführer in der 7. Kompanie
eingesetzt wird.
Im Rahmen des Regiments kommt er bei den Abwehrkämpfen an der Tosna-Mündung im
Newa-Bogen des Jahres 1942 zum Einsatz und wird dort während eines örtlichen
Angriffes am 22.08.1942 tödlich verwundet.
Seine sterblichen Überreste ruhen heute mglw. auf dem Soldatenfriedhof
Sologubowka-St.Petersburg.