August Burgholte wurde am 25.09.1914 in Eisdorf im Harz geboren und trat am
04.04.1934 der Armee bei und gehörte kurze Zeit später dem Panzer-Regiment 6,
der
3. Panzer-Division, an.
Mit dem Regiment nimmt er am Polen-Feldzug teil und gehört mit Meldung vom
25.10.1939 der 5. Kompanie an. Kurze Zeit später muss er in die 7. Kompanie
versetzt worden sein, denn mit Meldung vom 09.03.1940 wechselt er in die
Stabskompanie der II. Abteilung des Regiments, aber mit Meldung vom
16.05.1940,also während des Feldzuges im Westen, wieder zurück in die 7.
Kompanie.
Mit Meldung vom 01.02.1941 erfolgt die Versetzung zurück in die 5. Kompanie, mit
der er ab dem 22.06.1941 am Feldzug gegen die Sowjetunion teilnimmt. Dort muss
er im Frühjahr 1942 verwundet worden sein, da er mit Meldung vom 12.04.1942 zur
Genesenden-Kompanie der Panzer-Ersatz-Abteilung 5 versetzt wurde. Dort wird er
dann mit Meldung vom 05.06.1942 in die 5. Kompanie dieser Ersatz-Abteilung
versetzt und laut einer Meldung vom 07.07.1942 wieder dem Panzer-Regiment 6 an
der Front zugeführt. Mit Meldung vom 18.12.1942, als Angehöriger der 5. Kompanie
des Regiments, mglw. erneut verwundet, wird er wieder der
Panzer-Ersatz-Abteilung 5 zugeführt, Wieder genesen kehrt er mglw. wieder zu
seiner Kompanie zurück, um mit Meldung vom 20.07.1944 den Posten eines
Zugführers in der 3. Kompanie der Panzer-Abteilung 102 zu übernehmen. Allerdings
bestand diese Abteilung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, denn sie war im Juli
1941 aufgelöst und in die Panzer-Brigade 101 integriert worden. Ein gleichnummeriertes Panzer-Regiment wird erst im Januar 1945 aufgestellt. Da er
mit Meldung vom 07.08.1944 der 3. Kompanie der Panzer-Abteilung (Panther) 2102
angehörte, liegt bei der vorhergehenden Meldung ein Fehler vor. Ebenso verhält
es sich mit dem Eichenlaubträger Curt Ehle und weiteren Trägern des Deutschen
Kreuzes in Gold.
Im Oktober 1944 war die Abteilung im Rahmen des XXIII. Armeekorps bei Rozan am
Narew im Einsatz und der
299. Infanterie-Division zeitweilig unterstellt. An der Rollbahn
Rozan-Ostenburg und Waskilas wurden dabei, ab Beginn der sowjetischen offensive
am 13.10.1944, täglich bis zu fünf gegnerische Angriffe abgewehrt. Kleinere
Einbrüche konnte abgeriegelt werden, bis sich die Lage wieder mehr oder
weniger beruhigte. Dabei zeichnete sich Burgholte stets durch außergewöhnliche
Tapferkeit und Entschlusskraft aus.
Er erhielt dafür am 09.12.1944, als Oberfeldwebel und Zugführer in der 3.
Kompanie der Panzer-Abteilung 2102 (102) das Ritterkreuz.
In der Folge bleibt der militärische Werdegang Burgholtes weiterhin etwas
unklar. So wechselte er möglicherweise am 27.10.1944 in den Werkstatt-Zug der
Abteilung. Offiziell gab die Abteilung dann ab dem 27.11.1944 alle Panzer und
Kfz an das Panzer-Regiment 25 der
7. Panzer-Division ab. Damit schied wohl auch Burgholte aus dem Verband der
Abteilung aus.
Eine neuerliche Verwendung wird erst mit Meldung vom 20.02.1945 genant, als
Burgholte der 1. Kompanie der Panzer-Abteilung Kummersdorf angehörte, die am
11.03.1945 in Panzer-Abteilung Müncheberg umbenannt wurde. Zwar wird mit Meldung
vom 21.02.1945 eine andere Verwendung im Werkstatt-Zug der Panzer-Abteilung 2102
genannt, doch war diese Abteilung zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren
Monaten aufgelöst.
Laut einer britischen Personalkarte, die ausgestellt wurde, nachdem er in
britische Gefangenschaft geriet, gehörte er zuletzt der 1. Kompanie der
Panzer-Abteilung Kummersdorf an, die dann später zwar umbenannt wurde, wohl aber
keinen Eintrag im Soldbuch mehr auslöste.
August Burgholte verstarb am 14.07.1982 in Hannover.