Gert Hugo Moritz Burgmann wurde am 21.01.1922 in Lennep im Kreis Remscheid
geboren und trat am 02.01.1940 der 2. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons
19 in München bei und nahm bis zum 31.05.1940 an einem Fahnenjunker-Lehrgang
teil. Ein Einsatz während des Westfeldzuges erfolgte damit nicht.
Am 18.06.1940 wird er zum Gruppenführer in der 6. Kompanie des
Infanterie-Regiments 179 , der
57. Infanterie-Division, ernannt. Von dort wird er vom 08.07. bis zum
08.09.1940 zu einem Unterführer-Lehrgang kommandiert und anschließend zum
Gruppenführer in der 11. Kompanie bzw. ab dem 08.10.1940 in der 3. Kompanie des
Regiments ernannt. Vom 21.10. bis zum 02.11.1940 besucht er einen
Zugführer-Lehrgang und wird am 06.01.1941 der 3. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Bataillons 179 zugeteilt. Von dort wird er vom 15.01. bis zum
30.04.1941 zum 6. Offiziers-Anwärter-Lehrgang, der 9. Inspektion in der
Lehrgruppe III der Kriegsschule Potsdam kommandiert und am 01.05.1941 wieder dem
Infanterie-Ersatz-Bataillon 179 zugewiesen und Anfang Mai 1941 dem
Infanterie-Regiment 179 unterstellt. Nach verschiedenen Dokumenten wird er als
Zugführer in der 2. bzw. in der 3. Kompanie eingesetzt.
Mit Beginn des Ostfeldzuges im Einsatz, wird Burgmann am 26.06.1941 verwundet
als er durch ein Artilleriegeschoß eine Rißwunde am rechten Schädeldach erleidet
und in ein Lazarett verlegt wird. Wieder genesen kommt er am 24.08.1941 als
Zugführer in die 3. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 179 und wird am
05.05.1942 als Zugführer in die 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 668, der
370. Infanterie-Division, versetzt. Am 21.12.1942 übernimmt er dort die Führung
der 2. bzw. ab dem 15.05.1943 der 1. Kompanie und wird als solcher am 02.10.1943
durch einen Stecksplitter im rechten Ellbogengelenk erneut verwundet, kann aber
bei der Truppe verbleiben. Allerdings ereilt ihm bereits am 15.10.1943 eine
weitere, schwere Verwundung, als Artilleriegeschoß-Stecksplitter im Rücken und
im linken Zeigefinger ereilen. Während der Genesung wird er am 16.10.1943 der 1.
Genesenden-Kompanie des Grenadier-Ersatz-Bataillons 91 wirtschaftlich zugeteilt.
Am 07.01.1944 wird er der Führer-Reserve der Heeresgruppe Mitte zugeteilt, wird
aber bereits am 17.01.1944 zum Führer der 2. Kompanie im Grenadier-Regiment 668
ernannt. Eine weitere Meldung weist ihn jedoch als Führer der 1. Kompanie aus.
Am 24.01.1944 wird er als Kompanie-Führer zur Armee-Waffenschule des
AOK 4 kommandiert und übernimmt dann ab dem 01.02.1944 den Posten des Chefs
der 1. Kompanie im Grenadier-Regiment 668. Mit Meldung vom 06.03.1944 wechselt
er in die 2. Kompanie. Ob er dabei auch den Posten des Kompaniechefs übernimmt
ist unklar. Ein weiteres Dokument nennt ihm mit Meldung vom 01.02.1944 als Chef
der 1. Kompanie des Sturm-Bataillons AOK 4.
Mit Meldung vom 03.02.1944 befindet er sich allerdings im Lazarett Goldap und
wird am 01.03.1944 zur Nennung im Ehrenblatt vorgeschlagen. Eine Nennung
erfolgte allerdings nie, ebenso wenig eine äquivalente Auszeichnung.
Am 01.04.1944 erfolgte dann die Versetzung als Führer der 1. Kompanie zum
Sturm-Bataillon AOK 4, wo er am 23.04.1944 durch ein IG-Streifgeschoß am Hals
verwundet und in ein Lazarett nach Goldap verlegt wird. Dabei befindet er sich
im August 1944 u.a. im Feld-Lazarett (mot.) 181.
Wieder genesen kehrt er zum Sturm-Bataillon AOK 4 zurück und kommt mit diesem
zum Einsatz. Dem Gegner gelang es Ende Herbst 1944 einen tiefen Einbruch im Raum
Neubodenhausen zu erreichen. Wobei das Ziel seiner Stoßrichtung auf die Rollbahn
Goldap-Treuburg abzielte. Dieser Einbruch konnte durch einen Gegenangriff,
insbesondere der 131. Infanterie-Division, der die 1. Kompanie des
Sturm-Bataillons AOK 3 unterstellt war, bereinigt werden. Der Gegner zog sich
fluchtartig, unter Zurücklassung zahlreichen Materials, zurück. Damit konnte die
alte Hauptkampflinie wieder besetzt werden.
Da Burgmann am 26.10.1944 bei Goldap im Kampf fiel, besteht durchaus die
Möglichkeit, daß er während dieser Kämpfe sein Leben verlor. Für seine
Abwehrerfolge wird Burgmann zum Ritterkreuz vorgeschlagen, welches ihm am
18.12.1944 als Hauptmann und Chef der 1. Kompanie des Sturm-Bataillons AOK 4
posthum verliehen wurde.