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Quelle: A3

Ritterkreuzträger Fritz Burkhardt
Oberleutnant, Grenadiere

Fritz Artur Burkhardt wurde am 22.03.1920 in Bröckau im Kreis Zeitz geboren, absolvierte vom 01.10.1937 bis zum 30.04.1938 bei der RAD-Abteilung 12/143 in Lochau bei Halle, sowie vom 01.05. bis zum 30.09.1938 bei der RAD-Abteilung 13/144 in Falkenberg an der Elster als Truppführer, seinen Arbeitsdienst und trat schließlich am 30.11.1938 der 8. Kompanie des Infanterie-Regiments 32 in Brüx im Sudetenland bei.
Mit seiner Kompanie nimmt er in der Folge am Polen- und Frankreich-Feldzug teil, wobei er zunächst als Richtschütze und ab dem 02.04.1940 als Gewehrführer eingesetzt wird. Nach beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion setzt man ihn ab dem 19.08.1941 als Gruppen- und ab dem 26.03.1942 als Zugführer ein. Zuvor wurde er noch am 05.01.1942 durch einen großen Splitter am linken Auge verwundet, konnte aber wohl bei der Truppe verbleiben. Am 09.06.1942 zum Kompanie-Truppführer ernannt wird er am 21.09.1942 durch einen großen Splitter am linken Unterarm vor Leningrad verwundet und in ein Lazarett verlegt. Er wird dann ab dem 22.10.1942 in das Infanterie-Ersatz-Bataillon 32 versetzt und dort ab dem 05.11.1942 als Zugführer verwendet. Laut Meldung vom Dezember 1942 gehörte er der 1. Genesenden-Kompanie des nunmehrigen Grenadier-Ersatz-Bataillons 32 an, wohin er gewechselt hatte, nachdem er bisher der Stamm-Kompanie des Bataillons angehört hatte.
Vom 15.01.1943 bis zum 07.04.1943 wird Burkhardt zum 12. Offiziers-Anwärter-Lehrgang an der Schule I für Offiziers-Anwärter der Infanterie in Dresden kommandiert. Sowie im Folgenden vom 01.05. bis zum 24.07.1943 zum Lehrgang 73/43 an der Infanterieschule Döberitz.
Mit dem 27.07.1943 ist er Ausbildungs-Offizier im Grenadier-Ersatz-Bataillon 32 und wird dann ab dem 21.09.1943 der Führer-Reserve der 223. Infanterie-Division zugeteilt. Damit wird er dann ab dem 23.10.1943 als Zugführer in der 8. Kompanie des Grenadier-Regiments 417 eingesetzt, wobei er bereits am 08.11.1943 die Führung der Kompanie übernimmt.
Ab dem 09.12.1943 wechselt er dann als Adjutant in den Stab des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 417, wobei er als solcher am 05.01.1944 verwundet und am 07.01.1944 in das Reserve-Lazarett Glogau verlegt wird. Wieder genesen übernimmt er am 21.04.1944 den Posten eines Ordonnanz-Offiziers im Stab des Grenadier-Regiments 417. In der Ausübung seiner Dienststellung wird er am 21.09.1944 am Dukla-Paß erneut verwundet und in das Reserve-Lazarett Jägerndorf verlegt. Wieder genesen kommt er als Kompanie-Führer am 25.10.1944 in das Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 350 nach Kattowitz und findet ab dem 16.12.1944 als Kompanie-Führer im Panzer-Pionier-Bataillon 37 eine neuerliche Verwendung.
Nach eigener Angabe folgte Weihnachten 1944 eine weitere Verwundung, die ihn erneut in ein Lazarett führte. Nach deren Ausheilung kehrt er am 15.02.1945 als Chef der 4. Kompanie zum Grenadier-Regiment 417 zurück. Während der Endkämpfe muss einer Versetzung als Kompaniechef in die 8. Kompanie erfolgt sein. Denn als solcher wird er zum Ritterkreuz eingereicht, welches ihm schließlich am 17.04.1945 als Oberleutnant und Chef der 8. Kompanie im Grenadier-Regiment 417 der 168. Infanterie-Division verliehen wird. Im Kampf um Sonnenberg, 10 Kilometer südöstlich von Grottkau, am Neisse-Abschnitt bewährte er sich am 15. und 16.03.1945 durch besondere Tapferkeit als stellvertretender Bataillons-Führer. Am 15.03.1945 wurde das I. Bataillon zum Gegenangriff in Sonnenberg bereitgestellt. Doch noch während der Bereitstellung stieß der Gegner nach Sonnenberg hinein. Dabei wurde der Bataillons-Kommandeur schwer verwundet und fiel aus. Burkhardt überblickte die Lage und übernahm kurzerhand die Führung des Bataillons und gewann in schweren Kämpfen den Ort zurück, wobei im Nahkampf mindestens drei gegnerische Panzer vernichtet werden konnten. Durch diese harte Abwehr beeindruckt, umging der Gegner den Ort und drückte die hinteren Sicherungen zurück. Burkhardt entschloss sich dabei den ort zu halten und sich damit einschließen zu lassen. Nach drei schweren Angriffen in den Abendstunden des 15.03.1945, griff der Gegner am 16.03.1945 gegen 03.00 Uhr nach Artillerievorbereitung zum entscheidenden Stoß auf Sonnenberg an. Mit neun Panzern rückte er in die Ortschaft vor. In schweren Nahkämpfen gelang es Burkhardt mit seinen Soldaten mindestens sechs Panzer durch Faustpatronen zu vernichten. Die restlichen drei Panzerkampfwagen zogen sich dann zurück, womit der Angriff abgeschlagen wurde. In den Morgenstunden griffen erneut zwei Panzer an, die jedoch ebenfalls vernichtet wurden. Weitere Angriffe erfolgten dann nicht mehr. Gegen Mittag zog sich Burkhardt mit seinem Bataillon in die fünf Kilometer zurückliegende Auffangstellung zurück, nachdem es ihm gelungen war den Gegner für 18 Stunden aufzuhalten und dabei 11 Panzer zu vernichten. Burkhardt hatte den Gegner damit entscheidend aufgehalten und starke Feindkräfte gebunden. Er schuf damit die Voraussetzungen, daß ein gegnerische Stoß in die offene Flanke des Korps verhindert werden konnte. Ebenso konnte eine neue, wenn auch schwache, Abwehrlinie entlang der Rollbahn Friedland-Grüben-Neisse aufgebaut werden. Dafür wurde er schließlich mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. In den überlieferten Archivalien ist allerdings kein Hinweis auf eine Verwendung in der 8. Kompanie zu finden. Vielmehr scheint Burkhardt eher der 4. Kompanie als Chef angehört zu haben. Eine Verleihung des Ritterkreuzes müsste dann also als Chef der 4. Kompanie, bzw. als Führer des II. Bataillons erfolgt worden sein.
Kurze Zeit später übernahm er dann ab dem 23.03.1945 erneut die Führung des II. Bataillons. Dabei wird er zum 6. Mal verwundet und in ein Lazarett gebracht. Bei Kriegsende entzieht er sich durch Flucht der Gefangenschaft.
Im Laufe des Krieges erlitt er schwere bis schwerste Verwundungen, so wurde er 1942 durch einen Splitter im linken Auge schwer verwundet und verlor später einen Teil seiner Hörfähigkeit. Für die 6 Verwundungen erhielt er das Goldene Verwundetenabzeichen.
Fritz Burkhardt starb am 26.12.2002 im Alter von 83. Jahren.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1939 Eisernes Kreuz II. Klasse 10.11.1939
Unteroffizier 01.04.1940 Medaille zur Erinnerung an den 13.03.1939 06.02.1940
Feldwebel 01.04.1942 Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 20.02.1940
Fahnenjunker 01.03.1943 ernannt Eisernes Kreuz I. Klasse 08.10.1941
Fahnenjunker-Feldwebel 01.04.1943 Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 20.10.1941
Leutnant 07.04.1943 -2090- m. Wirk. v. 01.04.1943 (RDA v. 01.04.1943(991)) Verwundetenabzeichen in Schwarz 14.02.1942
Oberleutnant 20.10.1944 -1602- m. Wirk. v. 01.08.1944 (RDA v. 01.08.1944(197)) Rum. Erinnerungsmedaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" 01.04.1942
Medaille Winterschlacht im Osten 07.08.1942
Krimschild 30.12.1942
Verwundetenabzeichen in Silber 27.01.1944
Nahkampfspange in Bronze 18.06.1944
Deutsches Kreuz in Gold 17.09.1944
Verwundetenabzeichen in Gold 02.01.1945 lt. Soldbuch, vorl. Besitzzeugnis v. 28.01.1944
Nahkampfspange in Silber 15.03.1945
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 17.04.1945

Buchhinweise:

                   

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