Arnold Hans Adalbert Burmeister wurde am 28.01.1899 in Norburg/Alsen in
Dänemark geboren und trat am 07.06.1916 als Fahnenjunker dem E-Bataillon des 4.
Brandenburgischen Infanterie-Regiments "Großherzog Friedrich Franz II. von
Mecklenburg-Schwerin" Nr. 24 bei. Nach der Grundausbildung erhält er vom
09.02. bis zum 30.06.1917 eine Kommandierung zum Fahnenjunker-Kurs nach Döberitz
und wird dann ins Feld zu seinem Regiment verlegt. Dort nimmt er am Vormarsch
und an den Stellungskämpfen in Galizien teil, wird dann an die Westfront verlegt
und erlebt dort die Kämpfe Am Chemin des Dames vom 18.10. bis zum 25.10.1917,
als er in französische Gefangenschaft gerät. Aus dieser wird er am 25.12.1919
entlassen und der Abwicklungsstelle des Infanterie-Regiments 24 überstellt.
Am 31.03.1920 wird er unter Verleihung des Char. eines Leutnants aus dem
Heeresdienst entlassen, nachdem er von Juni bis Oktober 1919 dem Freikorps
Wasserkante und dem Grenzschutz Oberschlesien angehört hatte.
Am 01.04.1922 trat er dann doch als Freiwilliger dem Reiter-Regiment 14 bei,
besteht am 28.06.1922 die Offiziers-Anwärter-Prüfung und erhält vom 20.09.1922
bis zum 08.08.1923 eine Kommandierung an die Infanterieschule.
Am 20.08.1923 wird er mit Wirkung vom 15.10.1923 an die Kavallerieschule
kommandiert und am 20.12.1924 der 3. Eskadron des Reiter-Regiments 14
zugewiesen. Es folgt dann vom 17.01. bis zum 15.06.1927 eine Kommandierung zum
XIV. Lahrgang für Leibesübungen nach Wünsdorf, sowie am 24.08.1929, mit Wirkung
vom 01.10.1929 eine Kommandierung als Bereiter zurück an die Kavallerieschule.
Am 11.09.1930 wird diese Kommandierung um ein weiteres Jahr verlängert, wobei
Burmeister vom 10.03. bis zum 13.03.1931 eine Wehrkreis-Prüfung erhält.
Wieder in seinem Regiment übernimmt er am 01.10.1931 den Posten des Chefs der 3.
Eskadron und befindet sich laut der Stellenbesetzung vom 01.10.1934 im
Reiter-Regiment Ludwigslust, das am 15.10.1935 wieder in Reiter-Regiment 14
umbenannt wird und Burmeister auch weiterhin als Chef der 3. Eskadron genannt
wird.
Ab dem 06.10.1936 ist er Chef der 3. Schwadron des nunmehrigen
Kavallerie-Regiments 14, bis er am 12.10.1937 das Kommando über die II.
Abteilung übertragen bekommt.
Am 16.02.1939 erfolgt mit Wirkung vom 01.04.1939 die Versetzung in das
Panzer-Regiment 6, mit dem er am Polen-Feldzug teilnimmt und wo er mit Wirkung
vom 20.10.1939 das Kommando über die II. Abteilung übernimmt. Nach den Kämpfen
im Westen nimmt er nicht am Balkan-Feldzug teil, sondern wird mit Wirkung vom
01.05.1941 in die Führer-Reserve versetzt, wobei er gleichzeitig eine
Kommandierung zum OKH (Ag K) als Gruppenleiter bei der Inspektion 6 erhält. Von
dort wird er mit Wirkung vom 29.10.1941 zum Chef des Heeres-Rüstung und
Befehlshabers der Ersatzheeres versetzt. Burmeister übernimmt dort mglw. vom
30.10.1941 bis zum 02.07.1942 die Leitung der Amtsgruppe K bei der Inspektion 6.
Mit Wirkung vom 05.07.1942 wird er am 27.08.1942 für die Dauer der Erkrankung
des Regimentskommandeurs Oberst Werner Ehrenfeucht mit der Führung des
Panzer-Regiments 201, bei der 23. Panzer-Division, beauftragt. Die Führung hatte
er bereits am 03.07.1942 übernommen, wo hingegen das Kriegstagebuch der 23.
Panzer-Division eine Übernahme der Regimentsführung durch Burmeister vom
20.05.1942 bis zum 20.11.1942 festhält. Während dieser Zeit findet sich
weiterhin eine Verwendung als Führer der Panzergrenadier-Brigade 23 vom 13.10.
bis zum 10.11.1942. Allerdings fehlt dazu eine Bestätigung.
In der Folge wird er am 12.10.1942 zur 23. Panzer-Division kommandiert und mit
der Führung des Panzergrenadier-Regiments 128 beauftragt, bis er mit Wirkung vom
20.11.1942 mit dem Kommando über das Panzer-Regiment 202 betraut wird. Nach
dessen Umbenennung in Panzer-Regiment 26 am 02.01.1943, bleibt Burmeister bis
zum 08.03.1943 dessen Kommandeur und wechselt dann ab dem 09.03.1943 als Führer
und später als Kommandeur zur Panzer-Brigade 21.
Am 09.06.1943 mit Wirkung vom 05.04.1943 in die Führer-Reserve versetzt, erfolgt
am 01.07.1943 die erneute Ernennung zum Kommandeur der Panzer-Brigade 21. Als
solcher mglw. verwundet, kommt er am 18.07.1943 ins Lazarett, aus dem er am
01.03.1944 gesund entlassen wird. Burmeister wird direkt anschließend als
Abteilungsleiter zum Generalinspekteur der Panzertruppe versetzt und am
04.05.1944, mit Wirkung vom 01.03.1944 zur Vorschriftenstelle der Panzertruppen
in Wünsdorf kommandiert. Mitte September 1944 wirtschaftlich dem Wehrkreis III
zugewiesen, wird er am 03.10.1944 mit der Führung der 25.
Panzergrenadier-Division beauftragt. Andere Quellen nennen dafür den 09.10.1944.
Mit seiner Division nimmt er dann an den Kämpfen in Lothringen und im Vorfeld
des Westwalls teil, wofür die Division und Burmeister im Wehrmachtbericht
genannt werden. Die Division war dabei an der Maginotlinie im Raum Bitsch
eingesetzt und hatte durch Führerbefehl den Standort Bitsch mit allen Mitteln zu
verteidigen. Unter dem Befehl Burmeisters konnten sämtliche gegnerischen
Angriffe abgewehrt werden. Besondere Würdigung erhielt das Aushalten der
Besatzung des Werkes Schießeck, der am 22.12.1944 ebenfalls im Wehrmachtbericht
genannt wurde. Stellvertretend für die Besatzung erhielt der Unteroffizier Willy
Wieland, von der 11. Kompanie des Panzergrenadier-Regiments 35, das Ritterkreuz.
Burmeister erhielt diese hohe Auszeichnung als Generalmjor und Führer der 25.
Panzergrenadier-Division am 14.01.1945 für die erfolgreichen Abwehrkämpfe um
Bitsch.
Kurze Zeit später wird er am 12.02.1945 mit Wirkung vom 10.02.1945 zum
Kommandeur der Division ernannt und ab dem 25.04.1945 mit der Führung des XXX.
Armee-Korps beauftragt. Dabei gerät er am 03.05.1945 in britische
Gefangenschaft, allerdings unter Beibehaltung eines Postens als
Divisionskommandeur in Schleswig-Holstein und Mecklenburg. Vom 31.10.1945 bis
zum 09.02.1947 befindet er sich dann vollständig in britische Gefangenschaft.
Arnold Burmeister verstarb am 02.07.1988 in Handloh in Niedersachsen.