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Ritterkreuzträger Reinhard Burst
Oberstleutnant, Grenadiere

Reinhard August Burst wurde am 11.10.1907 in Grötzingen/Kreis Karlsruhe geboren. Sein Vater war Polizeioberwachtmeister. Nach dem Schulabschluss absolvierte er eine Lehre als Maschinenschlosser. Als er die Lehre abgeschlossen hatte, trat er am 01.05.1927 als Freiwilliger der 16. (Ausbildungs-) Kompanie beim 14. Badischen Infanterie-Regiment bei, wechselte aber am 01.10.1927 in die 8. Kompanie des Regiments. Dazwischen hatte er vom 04.10. bis zum 10.11.1927 eine Kommandierung zu einem sMG-Lehrgang nach Döberitz erhalten und besuchte vom 01.10. bis zum 03.11.1928 die Kampfschule Döberitz.
Vom 01.10. bis zum 28.12.1930 zur 1. (MG) Kompanie bei der Wachtruppe Berlin kommandiert, wird er vom 15.10.1931 bis zum 18.06.1932 zum Unteroffizier-Lehr-Kommando seines Regiments nah Donaueschingen kommandiert und nimmt vom 13.01. bis zum 10.03.1933 am 35. Lehrgang für Leibesübungen in Wünsdorf teil. Dem folgte vom 03.12.1933 bis zum 19.02.1934 eine Geländesport-Ausbildung (Lehrgang von Parseval) in Ulm.
Am 01.04.1934 erfolgte die Versetzung in die 17. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 13, bzw. am 01.10.1934 in die 18. (MG) Kompanie des nun in Infanterie-Regiment Ludwigsburg umbenannten Regiments. Im Zuge der Rückbenennung in Infanterie-Regiment 13, am 16.10.1936 gehörte Burst zur 19. (MG) Kompanie und ab dem 06.10.1936 im Zuge einer erneuten Umbenennung zur 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 111.
Vom 01.10.1938 bis zum 30.04.1939 gehörte er der 7. Kompanie des Infanterie-Regiments 109, unter gleichzeitiger Kommandierung zur Heeresfachschule V in Karlsruhe, an und wird am 26.08.1939 zum Führer der 4. (MG) Kompanie im Infanterie-Ersatz-Bataillon 111 und damit zum Lehrgangsleiter ernannt.
Nach Ende des Westfeldzuges wird er am 16.08.1940 zum Führer der 8. Kompanie im Infanterie-Regiment 111 ernannt und nimmt mit dieser, im Rahmen der 35. Infanterie-Division im Mittelabschnitt der Ostfront eingesetzt, am Feldzug gegen die Sowjetunion teil, wo er vom 31.07.1941 bis zum 31.01.1942 die Führung des I. Bataillons seines Regiments übernimmt. Mit dem 01.02.1942 ist er dann auch Kommandeur des am 15.10.1942 in Grenadier-Regiment 111 umbenannten Regiments. Dabei ist u.a. vom 18.01. bis zum 08.02.1943 im Urlaub.
Vom 20.05. bis zum 11.06.1943, bzw. vom 20.07. bis zum 13.08.1943 übernimmt er die Führung des Grenadier-Regiments 111 und wird als Bataillonskommandeur am 01.09.1943 bei Jelnja schwer an der Schulter verwundet und in das Feld-Lazarett 35 beim Erholungsheim der Division verlegt. Am 03.09.1943 wird er wirtschaftlich bis zum 29.02.1944 dem Grenadier-Ersatz-Bataillon 111 zugewiesen, wobei er am 09.09.1943 in die Kranken-Abteilung I beim Reserve-Lazarett II in Litzmannstadt, unter gleichzeitiger Versetzung in die Führer-Reserve, verlegt wird. Vom 15.09. bis zum 25.09.1943 erhält er Sonderurlaub und vom 11.10. bis zum 26.10.1943 Erholungsurlaub. Weiterhin besucht er vom 22.11.bis zum 18.12.1943 einen Bataillons-Führer-Lehrgang Lehrgruppe B, an der Bataillons- und Abteilungs-Führer-Schule der 7. Infanterie-Lehr-Abteilung in Antwerpen.
Mit Wirkung vom 01.03.1944 wird er der 35. Infanterie-Division zur Verwendung als Bataillonsführer zugewiesen, wo er vom 16.03. bis zum 20.04.1944 die Führung des Füsilier-Regiments 34 übernimmt.
Ab dem 21.04.1944 ist er Kommandeur des Feld-Ersatz-Bataillons 35 und wird vom 25.04. bis zum 01.06.1944 als Regimentsführer der 296. Infanterie-Division zugeteilt.
Mit Ende dieser Verwendung kehrt er zur 35. Infanterie-Division zurück und übernimmt dort die Führung des Grenadier-Regiments 111, welches als Divisionsreserve eingeteilt war. Burst erhielt dabei am 24.06.1944 den Befehl den Gegner an der Einbruchsstelle Petrowitschi zu werfen. Dabei schuf eine weitere Feindgruppe aus Radin über Rakowitschi nach Nikolajewka für eine weitere ernste Lage. Burst entschloss sich daraufhin bei Nikolajewka und am Punkt 142,4 einschließen zu lassen, um den Gegner an dieser Stelle aufzuhalten. Mit Unterstützung der Sturmgeschütz-Abteilung 1035 ermöglichte er das Absetzen der Divisions-Artillerie in die 2. Stellung. Erst gegen Abend gelang es Burst sein Regiment und mit vier Sturmgeschützen auf die neue Hauptkampflinie bei Ssekritschi durchzuschlagen. Bei diesen Kämpfen wird Burst am 26.06.1944 durch einen Armschuss erneut schwer verwundet und in das Reserve-Lazarett Karlsruhe verlegt, wo er dem Teil-Lazarett Kolpinghaus zugeteilt wird. Gleichzeitig wird er für die schweren Kämpfe zum Ritterkreuz eingereicht. Am 12.08.1944 wird ihm dann das Ritterkreuz verliehen, welches man ihm noch am gleichen Tag im Lazarett überreicht.
In den letzten Kriegsmonaten war er, obwohl noch nicht voll dienstfähig, Gaustabsführer des Deutschen Volkssturms in Baden, gleichzeitig aber noch dem Reserve-Lazarett 5 zugeteilt.
Am 20.04.1945 wird er dem stellvertretenden Generalkommando des V. Armee-Korps zugewiesen und trat am 10.05.1945 in Karlsruhe den Weg in die französische Kriegsgefangenschaft an, aus der er bereits im August 1945 wieder entlassen wurde.
In der Nachkriegszeit war er eine Zeit lang als Abteilungsleiter tätig und machte sich dann mit der Firma Büro-Burst selbstständig. Im Herbst 1974 ging er in den Ruhestand.
Reinhard Burst starb am 02.07.1998 im Alter von 90 Jahren in Pforzheim.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Oberschütze 01.05.1929 Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
Gefreiter 01.05.1931 Dienstauszeichnung III. Klasse 01.05.1939
Unteroffizier-Anwärter 01.07.1932 ernannt Eisernes Kreuz II. Klasse 24.07.1941 (22.07.1941;
26.07.1941)
Unteroffizier 01.03.1933 Infanterie-Sturmabzeichen 13.08.1941
Feldwebel 01.09.1934 Eisernes Kreuz I. Klasse 09.10.1941
Leutnant 28.04.1939 -2300- m. Wirk. v. 01.05.1939 (RDA v. 01.11.1933)) Deutsches Kreuz in Gold 15.03.1942
Oberleutnant 28.04.1939 -2300- m. Wirk. v. 01.05.1939 (RDA v. 01.10.1935(349)) Medaille Winterschlacht im Osten 26.07.1942
Hauptmann 30.11.1939 m. Wirk. v. 01.12.1939 (RDA v. 01.12.1939(20)) Verwundetenabzeichen in Schwarz 13.09.1943
Major 30.11.1942 m. Wirk. v. 01.11.1942 (RDA v. 01.04.1942(182a)) Nahkampfspange I. Stufe in Bronze 20.09.1943
Major 30.01.1943 erh. neues RDA v. 01.03.1942(75a)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 12.08.1944
Oberstleutnant 20.10.1944 -1602- m. Wirk. v. 01.08.1944 (RDA v. 01.08.1944(40))

Buchhinweise:

                   

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