Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

Ritterkreuzträger Hans Konrad Busch
Major, Grenadiere

Hans Konrad Busch wurde am 05.03.1915 in Landsberg an der Warthe/Neumark, als Sohn einer Försterfamilie,  geboren.
Nach der schulischen Ausbildung ließ er sich im Försterberuf ausbilden, absolvierte dann von April bis Oktober 1936 seinen Arbeitsdienst und trat schließlich am 03.11.1937 dem Infanterie-Regiment 4, bei der 32. Infanterie-Division, bei.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Polen übernimmt er am 01.09.1939 den Posten eines MG- und Granatwerfer-Gruppenführers in der 8. Kompanie des II. Jäger) Bataillons des Infanterie-Regiments 4. Am 12.10.1939 wechselt er in die 4. Kompanie und besucht vom 03.05.1940 bis zum 04.05.1940 einen Offiziers-Anwärter-Lehrgang  bei der 10. (MG) Inspektion der Waffenschule in Döberitz. Anschließend wechselt er in die 4. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 4 und besucht vom 10.09. bis zum 30.09.1940 einen MG- und IG-Zugführer-Lehrgang an der Infanterieschule Döberitz.
Ab dem 04.12.1940 ist er dann Zugführer in der 4. Kompanie des Infanterie-Regiments 4 und wird ab dem 11.01.1941 als Nachrichten-Offizier zum Stab des Regiments versetzt.
Mit seinem Regiment nimmt er ab Sommer 1941 am Russland-Feldzug teil und übernimmt dabei mehrmals den Posten eines Kampfgruppen-Adjutanten.
Am 23.02.1942 übernimmt er die Führung der 8. (MG) Kompanie, wobei er laut einem Dokument bereits ab dem 01.06.1942 als Chef der Kompanie eingesetzt wird. Dabei wird er am 26.10.1942 durch einen Oberschenkeldurchschuß verwundet. Am 30.01.1943 wird er mit Wirkung vom 01.12.1942 zu den aktiven Truppen-Offizieren des Friedensstandes überführt. Mglw. aufgrund seiner Verwundung vom 26.10.1942 in ein Lazarett verlegt, wird Busch mit Meldung vom 03.03.1943 von der Genesenden-Kompanie des Grenadier-Ersatz-Bataillons 4 zur 8. (MG) Kompanie des nunmehrigen Grenadier-Regiments 4 versetzt und am 10.05.1943 zum Kommandeur des I. Bataillons ernannt. Als solcher wird er dann am 03.12.1943 erneut verwundet, kann aber wohl bei der Truppe verbleiben, da er bereits am 04.12.1943 zum Kommandeur des II. (Jäger) Bataillons des Grenadier-Regiments 4 ernannt wird. Weiterhin übernimmt er ab dem 01.06.1944 die Regimentsführung.
Bei den Kämpfen im Raum Liepna zeichnete sich neben der 227. Infanterie-Division unter Führung von Oberst Wengler, vor allem auch die Kampfgruppe Major Busch aus. Im betreffenden Raum zwischen Ostrow und Modohn war die 32. Infanterie-Division im Sommer 1944 eingesetzt worden. Aufgrund des feindlichen Drucks musste man im Zuge des Unternehmens "Sonnenvogel" auf die Linie  Lubanassee-Bolwa-Liepna-Irboska-Plaeskauer See zurückgehen. Unter dem Befehl des XXXVIII. Armee-Korps wurde die Gruppe Boeckh gebildet der u.a. Teile der 32. und der 227. Infanterie-Division abgehörten. Aufgestellt wurde die Kampfgruppe in drei Verteidigungsabschnitten um Lipena, Gnilna und Manuchnawa. Bei den Kämpfen um Liepna zeichnete sich die Kampfgruppe Busch im besonderen Maße aus. Zunächst am 03.08.1944 im Wehrmachtsbericht genannt, wird Busch am 10.09.1944 als Major und Kommandeur des II. Bataillons im Grenadier-Regiment 4 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Zuvor war er am 06.09.1944 verwundet worden. Inwieweit er bei der Truppe verblieb und wo die Überreichung des Ritterkreuzes erfolgte ist unklar.
Mit Herbst 1944 erfolgte die Versetzung in die Führer-Reserve des OKH, während der er von Oktober 1944 bis Januar 1945 an einem Regiments-Führer-Lehrgang teilnahm. Am 04.02.1945 erfolgte dann mit Wirkung vom 30.01.1945 die Ernennung zum Führer des Grenadier-Regiments 300. Als solcher gerät er dann am 27-.04.1945 in sowjetische Gefangenschaft, aus der er bereits am 15.08.1945 wieder entlassen wird.
Nach Kriegsende arbeitete er als kaufmännischer Angestellter und Revierförster, bevor er am 01.12.1955 in die Bundeswehr eintrat. Als Major wird er zunächst der 1. Kompanie des Grenadier-Lehr-Bataillons in Andernach zugeteilt, währenddessen er bis zum 31.03.1956 eine Eignungsprüfung erhält. Ab dem 04.05.1946 ist er S3 und stellvertretender Kommandeur des Grenadier-Lehr-Bataillons in Hammelburg. Dabei wird er am 20.06.1956 zum Berufssoldat ernannt. Anschließend ist er ab dem 01.09.1957 Sachbearbeiter Schießwesen ATP an der Infanterieschule Hammelburg, dann Kommandeur des Lehr-Bataillons der Heeres-Offiziers-Schule II in Hamburg-Wandsbek und übernimmt vom 01.10.1969 bis zum 31.03.1971 die Leitung des Schul-Stabes und das stellvertretende Kommando der Stabs-Offizier-Auswahl-Lehrgänge in Hamburg.
Am 31.03.1971 in den Ruhestand versetzt, gehörte Busch ab dem 27.06.1975 der Führer-Reserve beim Wehrbereichskommando I an.
Hans Konrad Busch verstarb am 13. April 1998 in Hamburg und wurde am 23. April 1998 mit militärischen Ehren auf dem Friedhof Hamburg-Rahlstedt beigesetzt.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse 21.11.1939
Oberjäger 01.06.1939 Eisernes Kreuz I. Klasse 23.12.1941
Feldwebel 01.04.1940 Medaille Winterschlacht im Osten 20.07.1942
Offiziers-Anwärter 03.05.1940 Verwundetenabzeichen in Schwarz 06.11.1942
Leutnant der Reserve 01.06.1940 m. Wirk. v. 01.06.1940 (RDA v. 01.06.1940(1944)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 19.03.1943
Oberleutnant der Reserve 01.06.1942 m. Wirk. v. 01.06.1942 (RDA v. 01.06.1942 Verwundetenabzeichen in Silber 03.12.1943
Oberleutnant 30.01.1943 m. Wirk. v. 01.12.1942 im Heer angest. m. RDA v. 01.08.1941(228), erh. RDA als Leutnant v. 01.04.1939 Demjansk-Schild 31.12.1943
Hauptmann 15.05.1943 -3510- m. Wirk. v. 01.03.1943 (RDA v. 01.03.1943(125 f1)) Deutsches Kreuz in Gold 16.01.1944
Major 20.08.1944 -410- m. Wirkj. v. 01.06.1944 (RDA v. 01.05.1944(22c)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 10.09.1944
Oberstleutnant (Bw) 23.11.1962 m. Wirk. v. 01.09.1962

Buchhinweise:

                   

Free counter and web stats