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Ritterkreuzträger Karl Busche
Oberst, Jägertruppe

Karl August Busche wurde am 14.09.1903 in Breklum im Kreis Husum geboren und trat am 01.10.1925 als Polizei-Offiziers-Anwärter der Polizeischule Hildesheim bei. Sein weiterer Weg innerhalb der Polizei ist größtenteils unbekannt. Zumindest gehörte er 1935 als Regimentsadjutant zur Landespolizeigruppe Karlsruhe und wird am 16.03.1936 von der Landespolizei in die Wehrmacht übernommen. Dort wird er laut Stellenbesetzung vom 06.10.1936 dem Infanterie-Regiment 109 zugeteilt.
Laut der Stellenbesetzung des Heeres vom 03.01.1939 ist er dort Chef der 3. Kompanie.
Während des Polen-Feldzuges wird das Regiment im Rahmen der 25. Infanterie-Division im Westen eingesetzt. Mit Meldung vom 15.03.1940 wechselt er in den Stab des II. Bataillons beim Infanterie-Regiment 34, wo er für eine Verwendung als Kompanieführer vorgesehen wurde.
Nach Teilnahme am Feldzug im Westen, wird er am 10.12.1940 zum Kommandeur des I. Bataillons im Infanterie-Regiment 228 ernannt. Mit seinem Bataillon nimmt er am Ostfeldzug teil und wird am 18.02.1943 zum Kommandeur des nunmehrigen Jäger-Regiments 228 ernannt. Zuvor wurde er innerhalb der 101. Jäger-Division als Kampfgruppenführer eingesetzt. So zeichnete er sich als Oberstleutnant bei den Kämpfen um die Höhenstellung im Kaukasus entlang der Paßstraße nach Tuapse, durch umsichtige Führung des Jäger-Regiments 229 besonders aus. Als Führer einer Kampfgruppe südlich von Krasnodar hat er sich am 08.02.1942 entscheidende Verdienste bei der Abwehr starker Feindangriffe erworben. Im schwersten Moment griff er sich die einzigste verbliebene Divisionsreserve, eine verstärkte Kompanie, und ging, selbst führend, zum Gegenangriff über. Diesen Angriff führte er bis weit über die eigene Linie hinaus, tief in die Reihen des Gegners. Der an beiden Seiten angrenzende Gegner wich daraufhin aus und der gegnerische Angriff brach vollkommen zusammen. Über 900 Tote und 82 Gefangene verlor der Gegner, sowie Unmengen an Material. Damit verhinderte Busche den Vorstoß des Gegners auf die einzigste feste und lebenswichtige Straße Krasnodar-Krymskaja-Noworossijsk. Dafür erhielt er am 28.02.1943 als Oberstleutnant und Kommandeur des Jäger-Regiments 228 das Ritterkreuz.
Am 26.05.1943 wird er gegen 08.00 Uhr auf der Krim verwundet und am nächsten Tag in das Kriegs-Lazarett 3/509 in Simferopol eingeliefert. Seine Verwundungen waren umfangreich, so er litt Busche einen Beckensteckschuss rechts, einen Oberschenkelweichteilsteckschuß, einen Kniegelenkstecksplitter und Gasbrand am rechten Oberschenkel. Trotz sofortiger Amputation, einer Bluttransfusion und größtmöglicher Bemühungen der Chirurgen, verstarb Karl Busche am 28.05.1943 gegen 07.45 Uhr.
Seine Beisetzung erfolgte am 01.06.1943 um 15.00 Uhr auf dem Kriegerfriedhof Simferopol. Er ruht heute auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Sewastopol. Noch am gleichen Tag wird er posthum, mit Wirkung vom 01.05.1943, zum Oberst befördert.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Polizei-Leutnant 01.10.1929 Eisernes Kreuz II. Klasse 31.05.1940
Hauptmann 02.10.1936 -228- m. Wirk. v. 01.10.1936 (RDA v. 01.10.1936 (43)); RDA als Oberleutnant v. 01.05.1932 (18 ii 2) Eisernes Kreuz I. Klasse 27.07.1941
Major 12.07.1941 -1506- m. Wirk. v. 01.08.1941 (RDA v. 01.08.1941(28)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber ???
Oberstleutnant 21.01.1943 -167- m. Wirk. v. 01.12.1942 (RDA v. 01.12.1942(89)) Deutsches Kreuz in Gold 13.05.1942
Oberst (p.m.) 01.06.1943 m. Wirk. v. 01.05.1943 (RDA v. 01.05.1943 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 28.02.1943
Rum. Orden "Stern von Rumänien" IV. Klasse 30.04.1943
Verwundetenabzeichen in Schwarz 26.05.1943
Verwundetenabzeichen in Silber 28.05.1943
Nahkampfspange Stufe I. in Bronze 17.07.1943

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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