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Ritterkreuzträger Axel Freiherr von dem Bussche-Streithorst
Major, Grenadiere

Als" deutscher Offizier und Pädagoge" wird auf einem Blatt des "Munzinger-Archivs" der am 26.01.1993 verstorbene Major a. D. und Ritterkreuzträger Axel vom dem Bussche-Streithorst, etwas knapp und nicht ganz zutreffend bezeichnet, der am 24. April 1994 seinen 75. Geburtstag hätte feiern können.
Zu ihm hätten auch Kennzeichnungen wie Widerstandskämpfer, Jurist, Rundfunk-Programmassistent, Verlagslektor, Pressereferent, Diplomat und Geschäftsführer der Deutschen Entwicklungsdienst GmbH gepasst. Diese Vielseitigkeit ist typisch für die eigenwillige Persönlichkeit und das wechselvolle Leben eines Mannes, der seine Bekanntheit, Wirkung und Ansehen nicht einer herausragenden, spektakulären Karriere oder einem längeren Verweilen auf bestimmten beruflichen Lebensstationen, sondern allein seinen menschlichen Qualitäten verdankte.
Axel Ernst-August Clamor Franz Albrecht Erich Leo Freiherr von dem Bussche, geboren am 20.04.1919 in Braunschweig, entstammte einer Familie des niedersächsischen Uradels, sein Vater bewirtschaftete in der siebten Generation das Fideikommissgut Streithorst am Nordhang des Harzes.
Da der Vater Georg Clamor Freiherr von dem Bussche viel in der Welt herumgekommen war, u. a. China und Japan bereist hatte und die Mutter eine gebürtige Dänin war, wuchs der Sohn von Kindesbeinen an in einer gewissen Weltläufigkeit auf, die auch ihn aufgeschlossen machte für Probleme außerhalb der heimischen Grenzen.
Axel besuchte zunächst Volksschulen in Thale/Harz und München und danach eine Heimschule im oberbayerischen Neubeuren, wo er 1937 sein Abitur "baute".
In seiner Jugend bis ins Mannesalter hinein war der ungebärdige und stets zu Streichen aufgelegte kräftige Junge, der schließlich das Gardemaß von 1,96 m erreichte, ein ziemlicher "Dollbrägen", wie man einen derartigen Typ im niederdeutschen Raum nannte, deshalb hielt es sein Vater für richtig, ihn in die harte Schule des Militärs zu geben, um ihn Berufsoffizier werden zu lassen.
So trat der künftige Major und Bataillonskommandeur nach Ableistung seiner Arbeitsdienstpflicht, vom 01.04. bis zum 30.10.1937 in Rosenheim, am 02.11.1937 als Fahnenjunker bei der 1. Kompanie des legendären 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments (IR 9) in Potsdam ein, das wegen des hohen Anteils Adeliger in seinem Offizierskorps schon in Reichswehrzeiten auch als "Regiment Graf Neun" bezeichnet wurde.
Die 1. Kompanie des IR 9 pflegte die Tradition des früheren 1. Garderegiments zu Fuß, das seinerseits bis auf die "Langen Kerls" des "Soldatenkönigs" Friedrich-Wilhelm I. (1668 bis 1740) zurückging. Als der 18jährige niedersächsische Gutsbesitzersohn dort seinen Dienst antrat, hatte er sich zunächst bei dem damaligen Regimentsadjutanten Hauptmann Wolf Graf Baudissin (1907 bis 1993) zu melden, der später als "Erfinder" der "Inneren Führung" in der Bundeswehr bekannt wurde und es in den Streitkräften der Bundesrepublik Deutschland bis zum Generalleutnant brachte. Regimentskommandeur des IR 9 war seinerzeit Oberst Werner Freiherr von und zu Gilsa (1889-1945), als Divisionskommandeur im II. Weltkrieg mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Gleichaltrige Kameraden von dem Bussches waren u. a. die Brüder Heinrich und Richard von Weizsäcker, von denen letzterer seine militärische Laufbahn erst während des Krieges als Schütze im IR 9 begann und dort schließlich in den letzten Kriegsjahren als Regimentsadjutant eine wichtige Rolle spielte. Es war ein Kreis junger Menschen, von denen viele dem Nationalsozialismus zunächst durchaus positiv gegenüberstanden. Unter dem Eindruck bestimmter Erlebnisse und Erfahrungen verwandelte sich diese Einstellung aber immer mehr in Skepsis, Enttäuschung und zuletzt in offene Gegnerschaft gegenüber Hitler und seinem System. Dies war das politische und soziale Umfeld, in dem Axel von dem Bussche sich als Offiziersanwärter ab 1937 und ab 1. 9.1939 als Leutnant im feudalen IR 9 tagtäglich bewegte. Daneben besucht er vom 15.11.1938 bis zum 14.08.1939 die Kriegsschule Hannover
Als Zugführer in der 3. Kompanie nahm er am Polenfeldzug teil und war u. a. dabei, als der in seiner Nähe gefallene Leutnant Heinrich von Weizsäcker im September 1939 vom Schlachtfeld tot zurückgebracht wurde. Während des Westfeldzuges in der 1. Kompanie verwendet, erlitt von dem Bussche am 15.05.1940 bei einem Angriff auf einen französischen Bunker die erste seiner insgesamt sechs Kriegsverwundungen, die ihm den Verlust des rechten Daumens und einen Einschuss links über dem Herzen einbrachte, erst in Berlin konnte ihm nach dem Weg durch mehrere Lazarette die unterhalb der Rippe mit 7 cm tiefem Schusskanal vor dem Herzbeutel sitzende Kugel durch eine komplizierte Operation herausgeholt werden.
Nachdem er nach mehrmonatigem Lazarettaufenthalt wieder genesen war, wird er mit Meldung vom 11.08.1940 in den Stab des Infanterie-Ersatz-Bataillons 9 versetzt und kehrt am 06.10.1940 als Ordonnanz-Offizier in den Stab des inzwischen ins "Generalgouvernement" verlegten Regiments zurück. In dieser Zeit wurde er am 9.11.1940 Zeuge einer gewaltsamen Judenvertreibung und damit eines von mehreren Schlüsselerlebnissen, die ihn schließlich zu einem der entschiedensten Hitlergegner werden ließen.
Am 01.04.1941 zum Regiments-Adjutanten ernannt, wechselt er als Leutnant noch am 13.06.1941 als Zugführer in die 5. Kompanie und trat mit dieser von Ostrow-Mazowiecki (nordostwärts von Warschau) aus zum Feldzug gegen die Sowjetunion an. Er war dabei, als am 15.07.1941 die Beresina überschritten wurde und als es am 16.7.1941 bei Mogilew zur Schlacht kam. Während dieser Kämpfe wurde er durch Granatsplitter am Bein abermals verwundet. Zu den Verwundeten des Regiments gehörte damals auch der inzwischen zum Feldwebel avancierte Reserveoffiziersbewerber Richard von Weizsäcker, der spätere Bundespräsident. Vom 21.07. bis zum 22.10.1941 übernimmt er dann die Führung der 11. Kompanie. Mit 22 Jahren war Axel von dem Bussche bereits Oberleutnant und Kompanieführer, als es ihm - zusammen mit einem deutschen Panzer - gelang, 300 Russen auf einen Schlag gefangen zu nehmen.
Am 29.10.1941 hatte er einen Spähtrupp feindwärts zu führen, bei dieser Gelegenheit erlitt er, ostwärts der Desna, seine dritte Verwundung durch Lungenschuss, die er in verschiedenen Lazaretten auskurierte. Im Zuge seiner Verwundung wird er mit Wirkung vom 13.11.1941 in die Führer-Reserve versetzt und laut einer Meldung vom 15.11.1941 von Kriegs-Reserve-Lazarett Warschau zum Infanterie-Ersatz-Bataillon 9 versetzt. Aufgrund der Verwundung wird er als "nicht wintertauglich" erklärt
Am 17.01.1942 erfolgte dann mit Wirkung vom 28.12.1941 seine Kommandierung als 1. Ordonnanz-Offizier zum Infanterie-Lehrstab der 71. Infanterie-Division. Ein Dokument weist ihn allerdings in dieser Position vom 23.10.1941 bis zum 20.04.1942 aus. Vom Lehrstab wechselt er laut einer Meldung zum Lehrstab der Bataillons-Führer-Schule Mourmelon, wobei diese Kommandierung am 30.05.1942, mit Wirkung vom 30.04.1942 aufgehoben wird.
Im Frühjahr 1942 bewirkte sein bereits aktiv im politisch-militärischen Widerstand agierender Regimentskamerad Oberleutnant d. R. Fritz Dietloff Graf von der Schulenburg (1902-1944), selbst NSDAP-Mitglied seit 1932 und im Zivilleben seit 1939 stellvertretender Oberpräsident von Ober- und Niederschlesien, Bussches Rückversetzung in die Heimat als Adjutant des in Potsdam am Bornstedter Feld untergebrachten Reserve-Infanterie-Regiments 23. In dieser Funktion sollte er - nach den Vorstellungen der Verschwörer - dafür sorgen, dass das Regiment möglichst frei von nationalsozialistisch gesinnten Offizieren blieb, um es bei einem etwaigen Umsturzversuch wirksam einsetzen zu können. Entscheidend für Bussches Engagement in der Widerstandsbewegung war ein durch Graf von der Schulenburg arrangierter Besuch des Generals der Infanterie Friedrich Olbrecht (1888 bis 1944), einem der führenden Männer des militärischen Widerstandes, in der Kaserne am Bornstedter Feld. Dieser weihte dabei in einem vertraulichen Gespräch den Oberleutnant in die politischen Hintergründe des Alarmplanes für das spätere Unternehmen "Walküre" ein (Olbricht arbeitete den Plan "Walküre I", den Plan zur Mobilmachung des Ersatzheeres bei inneren Unruhen, wie Aufständen von Zwangsarbeitern. Später erweiterte man durch von Tresckow diesen Plan zu "Walküre II" dem Staatsstreichplan. Dieser sah vor in Berlin, Köln, München und Wien eine Organisation aufzubauen, die nach dem Sturz Hitlers die Macht übernehmen sollte).
Vorerst waren jedoch diese Pläne noch nicht aktuell, da die Truppe im Sommer 1942 in die Ukraine verlegt wurde, hier hatte von dem Bussche ein weiteres Schlüsselerlebnis für seine politische Einstellung und die Bereitschaft, daraus konkrete Konsequenzen zu ziehen, in Dubno wurde er Zeuge von Massenerschießungen polnischer Juden durch Sonderkommandos der Gestapo und des Sicherheitsdienstes.
Im Frühjahr 1943 konnte von dem Bussche wieder zu seiner aktiven Truppe zurückkehren, die zu diesem Zeitpunkt vor Leningrad am Wolchow eingesetzt war, er wurde am 01.04.1943 zunächst zum 2. Ordonnanz-Offizier im Stab der 23. Infanterie-Division ernannt und wechselte dann am 10.05.1943 als Kompaniechef zur 5. Kompanie des nunmehrigen Grenadier-Regiments 9. Die Aufgaben des Regimentsadjutanten hatte inzwischen sein Freund, Oberleutnant d. R. Richard von Weizsäcker, übernommen.
Ende August 1943 wurde dem erst 24jährigen Hauptmann von dem Bussche an der Wolchow-Front die Führung des II. Bataillons anvertraut. In jener Zeit führte ihn eine kurze Dienstreise nach Ostpreußen, wo er Gast auf dem Gut des Grafen Heinrich von Lehndorff-Stelnert (1909-1944) war, der als Oberleutnant d. R. Ordonnanzoffizier des Generalfeldmarschalls von Bock war und enge Verbindungen zu Widerstandskreisen unterhielt. Er war es, der Oberst Graf Stauffenberg (1907-1944) auf Hauptmann von dem Bussche, der am 11.11.1943 zum Kommandeur des 1. Bataillons des nunmehrigen Grenadierregiments 9 ernannt worden war, als möglichen Attentäter auf Hitler aufmerksam machte. Dazwischen hatte von dem Bussche vom 19.09. bis zum 10.11.1943 den Posten des stellvertretenden Ib im Stab der 23. Infanterie-Division übernommen.
Eines Tages im Herbst 1943 erhielt er den Befehl, sich bei Oberst Graf Stauffenberg im Allgemeinen Heeresamt zu melden. Bei dieser Begegnung erklärte er sich Stauffenberg gegenüber bereit, anlässlich einer Vorführung neuer Ausrüstungsstücke für Infanteristen mit Sprengstoff sich selbst, Hitler, Göring und Himmler in die Luft zu sprengen. Zur Ausführung dieses Vorhabens kam es jedoch nicht, weil kurz zuvor der Bahnwaggon mit den Vorführungsstücken bei einem Luftangriff vernichtet worden war, ein ausgesprochener Glücksfall war es danach, dass von dem Bussche nach dem 20. Juli 1944 nicht verhaftet wurde und keiner der Wissenden ihn verriet. Sein Divisions-Kommandeur hätte den dafür eingereichten Urlaub nicht erlaubt, da seine Bataillonsführer "nicht als Modell für Uniformvorführungen" zur Verfügung standen.
Daß der junge Bataillonskommandeur manchmal einem derben Scherz nicht abgeneigt war, zeigte sich u. a., als er in der Neujahrsnacht 1943/44 - zusammen mit einem anderen fronterfahrenen Hauptmann - vor der Datscha des Divisionskommandeurs als besondere Überraschung zwei Eierhandgranaten detonieren ließ "weil diese Leute einfach so Silvester feiern, ohne ein wenig Rücksicht auf uns zu nehmen, die wir draußen im Einsatz sind".
Daß der Krieg aber nicht nur aus solchen "heiteren" Episoden bestand, bekam von dem Bussche bald wieder am eigenen Leibe zu spüren, indem er am 30.01.1944 bei Newel am Ostufer der Uschtscha erneut schwer verwundet. Auf einem Sturmgeschütz, einem Schlitten und weiter per Flugzeug zurückgebracht wurde und die Arzte feststellen mussten, daß "der rechte Fuß kaputt war und es links auch sehr schwierig" sei. Der rechte Oberschenkel musste amputiert werden. Eine Wiederverwendung kam damit nicht mehr in Frage.
Dieser Einsatz bei Newel war es, der am 07.03.1944 zur Verleihung des Ritterkreuzes führte. Dies gab Divisionskommandeur Generalmajor Walter de Beaulieu im Divisions-Tagesbefehl Nr. 5/44 mit folgenden Worten bekannt:

"Hauptmann von dem Bussche-Streithorst lag am 29. 1. 1944 mit starkem wolhynischem Fieber auf dem Hauptverbandsplatz, als ihn die Nachricht von dem schweren Angriff auf sein Bataillon erreichte. Ohne Zögern eilte er in der Stunde der Not zu seinem Bataillon, organisierte die Abwehr, nahm aus eigenem Entschluss, allen vorankämpfend, eine wichtige, verloren gegangene Höhenstellung und hielt sie in den nächsten zwei Tagen, obwohl der Russe beiderseits durchgebrochen war. Bei diesen Kämpfen wurde er zum sechsten Mal verwundet..."

Für den schwer verwundeten neuen Ritterkreuzträger folgte nun eine Odyssee durch mehrere Lazarette, bis er schließlich auf Empfehlung von Oberst Graf Stauffenberg und Reichsjugendführer Artur Axmann im SS-Lazarett Hohenlychen Aufnahme fand, wo dann die unvermeidliche Beinamputation vorgenommen wurde. Hier erfuhr der inzwischen zum Major beförderte Offizier durch das Radio die Nachricht vom gescheiterten Attentat Stauffenbergs auf Hitler und die verhängnisvollen Konsequenzen für die am "Aufstand des Gewissens" direkt oder indirekt beteiligten Verschwörer.
Ein Fronteinsatz kam für den schwerversehrten Major von dem Bussche nicht mehr in Frage, fast makaber ist es zu nennen, daß der verhinderte Hitler-Attentäter von dem Bussche, nachdem es ihm gelungen war, mit Hilfe von guten Freunden von seinem Hohenlychener Lazarettzimmer aus alles ihn belastende Material zum Verschwinden zu bringen, beim Ersatztruppenteil in Potsdam noch an einem Herrenabend von Offizieren des IR 9 mit Angehörigen des Reichssicherheitshauptamtes aus der berüchtigten Prinz-Albrecht-Straße teilnahm. Dabei wirkte der 1,96 in große, stattliche Major mit vollem Ordensschmuck (EK II und EK I, Infanteriesturmabzeichen, Goldenes Verwundetenabzeichen, Deutsches Kreuz in Gold und Ritterkreuz) auf die SS-Führer sehr beeindruckend.
Bei Kriegsende geriet er am 20.04.1945 in Göttingen in britische Gefangenschaft, aus der er bereits am 25.08.1945 entlassen wurde.
Bereits im Wintersemester 1945/46 nahm der Exmajor gemeinsam mit seinem Freund Richard von Weizsäcker an der Göttinger Universität das Jurastudium auf.
Nach der Göttinger Studienzeit arbeitete er ein Jahr als Programmassistent bei der Deutschen Abteilung von BBC London, 1948/49 wirkte er als Lektor und Referent für Werbung im Suhrkamp-Verlag, anschließend wechselte er ins Presse- und Informationsamt der Bundesregierung als Mitarbeiter im Commonwealth- und USA-Referat. Daneben arbeitete er vom 12.09. bis zum 30.10.1950 als Mitarbeiter des Sicherheitsberaters Adenauers, General der Panzertruppen a.D. Gerhard Graf von Schwerin und wechselt dann mit dem 30.10.1950 in die Sonderabteilung zur Vorbereitung der militärtechnischen Besprechungen zwischen den Sachverständigen der Bundesregierung und der alliierten Hohen Kommission und ist daneben erster Pressereferent der Dienststelle. Von 1952 bis 1954 übernimmt er dann die Leitung des Wehrreferats im Bundes-Presse- und Informationsdienst.
Es folgten einige Jahre (1954 bis 1958) als Legationsrat bei der deutschen Botschaft in Washington.
Ganz andere Aufgaben fand er 1959-1961 als Leiter der berühmten Internatsschule Salem, was aber weniger etwas mit Pädagogik als mit Management zu tun hatte. Als er diese Tätigkeit wegen seiner Gehbehinderung im Jahre 1961 wieder aufgeben musste, belegte er noch einmal Universitätsvorlesungen im schweizerischen Basel.
Nach Gründung der Deutschen Entwicklungsdienst GmbH (DED) wurde er Anfang 1964 zu einem ihrer beiden geschäftsführenden Direktoren berufen, in dieser Funktion hatte er bis 1966 maßgeblichen Anteil am Aufbau der deutschen Entwicklungshilfe-Organisation sowie an der Auswahl und Vorbereitung der Bewerber für diese Aufgaben, daneben und danach war er ab 1964 Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Mitarbeiter im Weltkirchenrat, Berater der Weltbank, Wegbereiter der Stockholmer UN-Umweltkonferenz von 1972 und Mitglied des Wissenschaftskollegiums in Berlin.
Ein langes Leben war diesem außergewöhnlichen Menschen, der in der ganzen Welt Freunde hatte, nicht mehr beschieden, er starb am 26.01.1993 in Begnins/Schweiz.
Mit militärischen Ehren wurde er zur letzten Ruhe geleitet, die Grabrede im schwäbischen Lehnensteinsfeld hielt Bundespräsident von Weizsäcker, er nannte den Verstorbenen "einen wahren Helden, der nach dem Inferno der Hitler-Zeit stets von der Vorstellung geplagt" gewesen sei: "Unsere Schuld ist es, überlebt zu haben!"

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.05.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse 28.10.1939
Unteroffizier 01.08.1938 Eisernes Kreuz I. Klasse 21.05.1940 (18.05.1940)
Fähnrich 04.04.1939 m. Wirk. v. 01.03.1939 Verwundetenabzeichen in Schwarz 20.09.1940
Oberfähnrich 01.08.1939 Verwundetenabzeichen in Silber 17.09.1941
Leutnant 01.08.1939 m. Wirk. v. 01.08.1939 (RDA v. 01.09.1939(15)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 23.09.1941
Oberleutnant 15.09.1941 m. Wirk. v. 01.10.1941 (RDA v. 01.10.1941(12)) Deutsches Kreuz in Gold 17.12.1941
Hauptmann 10.07.1943 -4510- m. Wirk. v. 01.06.1943 (RDA v. 01.06.1943(78)) Anerkennungsurkunde für eine Tat vom 05.09. - 09.09.1943 bei Spasskaja Polist 25.01.1944
Major 20.08.1944 -410- m. Wirk. v. 01.06.1944 (RDA v. 01.06.1944(26r)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 07.03.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

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