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637. Eichenlaubträger Heinrich Busse
Oberst, Grenadiere

Heinrich Busse wurde am 10.04.1909 in Münster/Westfalen geboren und trat am 02.04.1928 an die Polizei-Schule in Münster, wo er bis zum 27.03.1929 bleib und dann in die 4. Polizei-Hundertschaft nach Dortmund versetzt wurde.
Am 23.10.1933 wechselt er in die 1. Landespolizei-Hundertschaft in Dortmund, erhält dabei eine Spezialausbildung im polizeilichen Fernmeldewesen und besucht noch im Jahre 1933 die Polizeiberufsschule die er 1933 auch abschließt. Im Zuge der Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht meldet er sich am 15.10.1935 bei der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 58 in Herford und ist ab dem 26.08.1939 Hauptfeldwebel in der 1. Kompanie des Infanterie-Regiments 216. Während der Sicherung am Westwall übernimmt Busse am 07.03.1940 den Posten eines Zugführers in der 1. Kompanie und nimmt so am Westfeldzug teil. Nach dessen Ende übernimmt er ab September 1940 die Führung der 9. Kompanie, nachdem er am 25.06.1940 durch das Offiziers-Korps des I. Bataillons zum Offizier gewählt wurde.
Am 02.12.1940 übernimmt er die Führung der 2. Kompanie im Infanterie-Regiment 579, mit der er ab dem 22.06.1941 am Ostfeldzug teilnimmt. Im Verlaufe der Kämpfe wird er am 07.05.1942 zum Führer des I. Bataillons ernannt und nimmt von September bis November 1942 an einem Bataillons-Führer-Lehrgang in Antwerpen und Döberitz teil.
Laut einer Meldung vom 02.02.1943 ist er dann Führer des II. Bataillons u d wird als solcher am 17.07.1943 am Mius verwundet. Wie schwer diese Verwundung war, ist unbekannt jedoch übernimmt er am 04.09.1943 die Führung des Grenadier-Regiments 580. Am 03.10.1943 abermals verwundet, wird er am 15.11.1943 zum Kommandeur des Divisions-Füsilier-Bataillons 328 ernannt. Als solcher zeichnete er sich bei den schweren Kämpfen an der Nordfront des Brückenkopfes Nikopol, ostwärts Nowo Nikolajewka besonders aus, wofür ihm am 26.03.1944, als Major und Kommandeur des Divisions-Füsilier-Bataillons 328, der 306. Infanterie-Division, das Ritterkreuz verliehen wurde.
Am 03.02.1944 wird er mit Wirkung vom 05.02.1944 mit der Führung des Grenadier-Regiments 580 betraut, wobei er die Geschäfte des Regimentsführers am 29.02.1944 übernahm. Anschließend wird er am 20.04.1944, mit Wirkung vom 01.05.1944 zum Kommandeur des Regiments ernannt und besucht im Juni 1944 einen Regiments-Führer-Lehrgang in Döberitz.
Am 15.09.1944 wechselt er dann als Kommandeur zum Grenadier-Regiment 203, welches am 24.09.1944 in den Raum Klausenburg-Thorenburg, in den Abschnitt der 20. Panzer-Division, verlegt wurde. Im Raum nördlich Thorenburg konnten sämtliche u.a. mit Panzern vorgebrachte Angriffe des Gegners, zum Teil im Gegenangriff abgeschlagen werden. Bei diesen Kämpfen wurde Busse am 03.10.1944 schwer verwundet, als sein VW-Kübel bei einem Tieffliegerangriff beschossen wurde. Seine Vertretung übernahm daraufhin Major Knapp. Für den Einsatz seines Regiments wurde Busse als Oberstleutnant und Kommandeur des Grenadier-Regiments 203, der 20. Panzer-Division unterstellt, am 28.10.1944 mit dem 637. Eichenlaub ausgezeichnet. Aufgrund seiner Verwundung verbrachte er die nächsten fünf Monate im Lazarett. Währenddessen wurde ihm, Klaus von Bismarck und Fritz-Rudolf Schulz in Trossingen am 16.12.1944 durch Heinrich Himmler das Eichenlaub überreicht.
Im März 19435 übernahm er, wieder genesen, das Kommando über das Grenadier-Ersatz-Regiment 426 und wird zum Standortältesten in Herford ernannt. Von dort wechselt er im April 1945 als Lehrstab-Kommandeur an die Heeresschule Güstrow. Mit dem 08.05.1945 wird er zum Kommandeur der Wehrmachtordnungsgruppe im Sperrgebiet G der Korpsgruppe Witthöft in Holstein ernannt, wobei er diesen Posten bis zum 09.10.1945 bekleidete.
Am 01.04.1956 trat er der Bundeswehr bei und wird dort zum Leiter der Abteilung Feldjägerwesen im Wehrkreis III ernannt, ist dann im Jahre 1963 Kommandeur des Verteidigungsbereichskommandos 36 in Aachen und wird schließlich am 30.09.1967 in den Ruhestand verabschiedet.
Heinrich Busse verstarb am 06.11.1998 in Münster/Westfalen.

 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Polizei-Wachtmeister 01.04.1929 Deutsches Schutzwall-Ehrenzeichen 30.03.1940
Oberwachtmeister der Landespolizei 01.07.1934 Eisernes Kreuz II. Klasse 21.06.1940
Zugwachtmeister der Landespolizei (überplanmässig) 01.03.1935 Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 14.04.1943
Zugwachtmeister der Landespolizei 01.04.1935 Eisernes Kreuz I. Klasse 22.07.1943
Feldwebel 15.10.1935 Verwundetenabzeichen in Silber 00.10.1943
Oberfeldwebel 01.10.1939 Nennung im Ehrenblatt für eine Tat bei Saporoshje 17.11.1943
Stabsfeldwebel 01.04.1940 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 26.03.1944
Offiziers-Anwärter 01.05.1940 ernannt 637. Eichenlaub zum Ritterkreuz 28.10.1944
Leutnant 29.07.1940 -4910- m. Wirk. v. 01.06.1940 (RDA v. 01.11.1934(51))
Oberleutnant 12.07.1941 -3500- m. Wirk. v. 01.06.1941 (RDA v. 01.10.1937(576))
Hauptmann 18.01.1942 -510- m. Wirk. v. 01.01.1942 (RDA v. 01.01.1942(493C)
Major 10.06.1943 -3910- m. Wirk. v. 01.05.1943 (RDA v. 01.05.1943(39A4))
Oberstleutnant 20.04.1944 -2610- m. Wirk. v. 01.05.1944 (RDA v. 01.05.1944(19))
Oberst 20.04.1945 -3202- m. Wirk. v. 01.11.1944 (RDA v. 09.11.1944(55))
Oberst (Bw) 23.11.1961

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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