Pius Butz wurde am 23.04.1916 in Plittersdorf im Kreis
Rastatt in Baden geboren und trat am 14.11.1938der Wehrmacht bei. laut einer
Meldung von September 1939 gehörte er der 14. Kompanie des
Infanterie-Regiments 111 an. Es ist anzunehmen, dass er mit diesem Regiment
am Westfeldzug teilnahm.
Mit Meldung von Februar 1941 ist er Soldat in der 16. Kompanie des
Infanterie-Regiments 228, mit der er am Balkan-Feldzug teilnehmen sollte,
wozu es allerdings nicht mehr kam.
Mit Beginn des Ostfeldzuges kam das Regiment im Rahmen der 101. Leichten
Infanterie-Division im Südraum zum Einsatz. Im verlauf der Kämpfer wird das
Regiment in ein Jäger-Regiment umgewandelt und Bestandteil der
101. Jäger-Division.
Mit Meldung vom 03.07.1943 gehörte Butz dabei der 16. (Panzerjäger)-Kompanie
des Jäger-Regiments 228 an. Als Geschützführer wird er am 29.01.1944 im
Wehrmachtsbericht genannt:
"Südlich Pogrebischtsche hatten unsere Angriffe
weiter guten Erfolg. Weitere feindliche Kräfte wurden vernichtet und im
bereich eines Armee-Korps 73 sowjetische Panzer und 64 Geschütze
zerstört oder erbeutet. Der Oberjäger Butz in einem Jäger-Regiment
schoss hier am 26.01.1944 mit seinem Geschütz zehn feindliche Panzer ab."
Für diesen Erfolg wurde er zum Ritterkreuz
eingereicht. Im Verleihungsvorschlag werden die Kämpfe, die zur Verleihung
des Ritterkreuzes eingereicht wurden, genauer beleuchtet. Der Ort der tat
war der Raum Rotmistriwka, nordwestlich Pogrebischtsche. Dort war es in den
Morgenstunden des 26.01.1944 einer gegnerischen Panzergruppe gelungen im
Schutz der Dunkelheit und dichten Nebels gelungen, in das Häuserknie und in
die Schlucht im Abschnitt des III. Bataillons des Jäger-Regiments 228
einzubrechen. Die Masse der Panzer fuhr direkt auf den Sicherunsgabschnitt
des Oberjägers Butz, mit seiner 7,5-cm-Pak zu. Der Gefahr bewusst, die diese
Panzer im Hinterland bedeutet und für den Erfolg der Gesamtoperation
bedeuteten, nahm Butz den Kampf beim Hellwerden auf. Durch geschickte
Stellungspositionen und mehrfachen Stellungswechsels, gelang es Butz in 45
Minuten, fünf gegnerische Panzer abzuschießen. Gegen Mittag fielen zwei
weitere Panzer seinem Geschütz zum Opfer. Die übrigen Panzer hielten sich
daraufhin zurück und überließen die bereits in die Ortschaft eingedrungene
Infanterie ihrem Schicksal. In diesem Augenblick gingen die deutschen Jäger
zu einem Gegenangriff über und brachten das Dorf wieder in ihren Besitz.
Gegen Nachmittag griffen die sowjetischen Panzer erneut an, wobei drei
eitere von Butz abgeschossen werden konnten. Der Rest zog sich daraufhin
endgültig zurück. Dafür erhielt Butz als Oberjäger und Geschützführer in der
16. (PzJg.)-Kompanie des Jäger-Regiments 228, am 06.03.1944 das Ritterkreuz.
Kurz darauf, zum Zugführer in seiner Kompanie ernannt, wird er am 16.04.1944
bei Piotrow am Dnjestr, ca. 24 Kilometer südwestlich Buczacz durch einen
Granatsplitter tödlich verwundet. Er ruht heute auf dem Soldatenfriedhof
Potelitsch unter den Unbekannten.