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Ritterkreuzträger Werner Buxa
Hauptmann, Grenadiere



Werner Buxa wurde am 16.10.1916 in Memel/Ostpreußen, als Sohn eines 1917 in Flandern gefallenen Vaters,  geboren und absolvierte vom 01.04. bis zum 31.12.1937 seine Arbeitsdienstpflicht in der RAD-Abteilung 3/11 in Preußisch Holland und Tawe im Kreis Elchniederung.
Ein knappes Jahr später trat er am 15.11.1938 der 8. (MG) Kompanie im Infanterie-Regiment 44 in Heilsberg bei und nahm mit diesem am Polen-Feldzug teil. Dort wurde er am 12.09.1939 am linken Oberarm durch einen Granatsplitter verwundet und in ein Lazarett verlegt. Wohl nur leicht verwundet wird er bereits ab dem 19.09.1939 als Gruppenführer im Infanterie-Ersatz-Bataillon 44 in Bartenstein eingesetzt. In der Folge besucht er vom 05.02. bis zum 03.05.1940 den 3. Offiziers-Anwärter-Lehrgang bei der 10. (MG) Inspektion an der Infanterieschule Döberitz und wird am 04.05.1940 zum Zugführer in der 4. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 44 ernannt. Von mai bis Juni 1940 erhält er eine Reit- und Fahr-Ausbildung an der Reit- und Fahrschule Lyck in Ostpreußen und ist ab dem 28.07.1940 Zugführer in der 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 44. Von dort wechselt er dann am 22.09.1940 in gleicher Dienststellung in die 4. (MG) Kompanie. Vom 16.10.1940 bis zum 20.04.1941 wieder Zugführer in der 12. (/MG) Kompanie, besucht er im Januar 1941 einen Adjutanten-Lehrgang der 11. Infanterie-Division in Biarritz, um dann ab dem 21.04.1941 den Posten eines Zugführers in der 13. /IG) Kompanie seines Regiments auszufüllen. Mit dieser Kompanie nahm er ab Sommer 1941 am Ostfeldzug teil.
Am 04.09.1941 zum Ordonnanz-Offizier im Stab des Regiments ernannt, übernimmt Buxa vom 26.10.1942 bis zum 18.02.1943 die Führung der 4. (MG) Kompanie des Grenadier-Regiments 44, wobei er am 19.02.1943 den Posten des Kompaniechefs übernimmt. Einen Tag später wird er leicht am linken Daumen verwundet, kann aber bei der Truppe verbleiben. Weiterhin besucht er vom 07.12. bis zum 09.12.1943 den 1. Lehrgang der Gasschutzschule der 11. Infanterie-Division in Rossolowo an der Ostfront. Am 18.04.1943 wird er am linken Knie verwundet, inwieweit er in einem Lazarett behandelt werden musste ist bisher unbekannt.
Am 16.01.1944 wird er zum Adjutanten des Grenadier-Regiments 44 ernannt. Im weiteren Verlauf der Kämpfe muss er zeitweise die Führung des I. Bataillons übernommen haben, denn eine Feldzeitung berichtet am 01.08.1944, dass es Buxe mit seinem Bataillon gelang dem Gegner schwere Verluste zuzufügen, wobei er zwischen dem 24. und 27.07.1944 insgesamt 26, zum Teil mit Panzerunterstützung, vorgetragene Angriffe bis Regimentsstärke abwehrte. Dabei wurden mindestens 20 gegnerische Panzer abgeschossen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß er dafür mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde.
Am 06.10.1944 übernimmt er erneut die Führung des I. Bataillons, zu dessen Kommandeur er schließlich am 18.11.1944 ernannt wird. Mit diesem ist er u.a. auch in der 5. Kurlandschlacht, die am 15.02.1945 entbrannte, im Einsatz. Dabei ging schon am ersten Tag der gegnerischen Offensive im Abschnitt Vartaja-Berzini die wichtige Höhe 103,5, bei Gaviles verloren. Von dort aus waren die Versorgungswege entlang der Bahn und der Straße von Libau in den Kurlandkessel einsehbar. Das I. Bataillon Buxa hatte zunächst den Auftrag erhalten weiter links ein anderes Bataillon abzulösen, wurde aber stattdessen überstürzt auf die verloren gegangene Höhe angesetzt. Der Angriff erfolgte nach einem verlistreichen Umgehungsmarsch und mitten durch hohen Schnee. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit gelang es dem Bataillon die Höhe im Sturmlauf zu nehmen. Von nun an griff der Gegner mehr als 13-mal die Höhe an, wobei es ihm mehrfach gelang bis vor den Bataillonsgefechtsstand vorzudringen. Nach vier Tagen war die Höhe vollständig eingeschlossen worden. Von angeforderten Sturmgeschützen, traf nur eines im Kampfraum ein. Buxa schlug sich mit diesem bis auf die Höhe 103,5 durch und organisierte dort den Abwehrkampf. Gegen Abend treffen weitere Sturmgeschütze ein. Auf der Rückfahrt macht Buxa 30 Gefangene. Bei Einbruch der Nacht war der Gegner in diesem Abschnitt vollständig vernichtet und die wichtige Höhe in eigener Hand. Dafür erhielt Buxa als Hauptmann und Kommandeur des I. Bataillons des Grenadier-Regiments 44 am 28.03.1945 das Ritterkreuz.
Buxa gelingt es sich bis nach Schleswig-Holstein durchzuschlagen, wo er vom 12.05. bis zum 10.09.1945 bei der Korpsgruppe Stockhausen von britischen Einheiten interniert wurde.
Vom 01.11. bis zum 29.11.1966 nimmt er an einer Wehrübung des Verteidigungsbereichs-Kommandos 52 in Karlsruhe teil, anschließend vom 16.01. bis zum 27.01.1967 an einer Kurzwehrübung an der Schule der Bundeswehr für Innere Führung in Koblenz und vom 03.10. bis zum 30.10.1967 an einer weiteren Wehrübung des VBK 52. Es folgen dann weitere Wehrübungen, bei denen er zunächst als stellvertretender Kommandeur des Grenadier-Bataillons 752 verwendet wird. Vom 11.10. bis zum 22.10.1971 nimmt er an einer Jahrespflichtübung als Kommandeur des Jäger-Bataillon 752, im Ausbildungs-Abschnitt C-2-1 in Münsingen teil. Seine letzte Wehrübung erfolgte vom 25.01. bis zum 02.02.1973 als Kommandeur des Jäger-Bataillons 752 in Nagold. Weiterhin war er lange Zeit Vorsitzender der Landsmannschaft Ostpreußen in Baden-Württemberg.
Werner Buxa verstarb am 20.05.1998 in Ölbronn bei Dürrn.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.12.1939 Verwundetenabzeichen in Schwarz 01.12.1939
Unteroffizier 01.01.1940 Eisernes Kreuz II. Klasse 17.08.1941
Offiziers-Anwärter 03.05.1940 ernannt Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 01.11.1941
Fahnenjunker 25.05.1940 -3311- ernannt, Übernahme in den 23. Offizier-Ergänzungs-Lehrgang Medaille Winterschlacht im Osten 14.08.1942
Feldwebel 01.06.1940 Eisernes Kreuz I. Klasse 14.11.1942
Leutnant 30.10.940 -6760- m. Wirk. v. 01.08.1940 (RDA v. 01.04.1940(529a)) Verwundetenabzeichen in Silber 22.04.1943
Oberleutnant 16.03.1942 -1710- m. Wirk. v. 01.04.1942 (RDA v. 01.04.1942(597)) Nahkampfspange I. Stufe in Bronze 08.06.1944
Hauptmann 20.04.1944 -1810- m. Wirk. v. 01.02.1944 (RDA v. 01.01.1944(120a)) Deutsches Kreuz in Gold 19.08.1944
Major der Reserve (Bw) 26.09.1969 m. Wirk. v. 16.09.1969 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 23.03.1945
Oberstleutnant der Reserve 21.06.1972 m. Wirk. v. 17.05.1972 Ärmelband Kurland 08.05.1945
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 10.05.1974

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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