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Ritterkreuzträger Wilhelm Cappel
Oberst, Grenadiere

Karl August Wilhelm Cappel wurde am 08.10.1906 in Witten an der Ruhr geboren und trat am 01.04.1927 der Landespolizei bei. Seine dortige Verwendung ist bislang unbekannt. So wird er am 16.03.1936 von der Landespolizei in das Heer überführt und dabei dem Infanterie-Regiment 79 zugewiesen.
Mit Meldung vom 03.01.1939 übernimmt er den Posten des Chefs der 5. (Ersatz) Kompanie im Infanterie-Regiment 39 und ist ab dem 31.08.1939 Chef der 9. Kompanie im Infanterie-Regiment 453. Mit diesem nimmt er am Polen- und West-Feldzug teil, wobei er mit Meldung vom 26.05.1940 in das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 464 versetzt wurde. Dieses stellt ab dem 15.10.1940 auf dem Truppenübungsplatz Sennelager das I. Bataillon des neuen Infanterie-Regiments 424 auf. Ab dem 19.09.1940 führte das vorherige III. Bataillon/IR 464 den Namen "Einheit Cappel" und befand sich bereits im Sennelager.
Nach der Neuaufstellung übernimmt Cappel am 16.12.1940 das Kommando über das III. Bataillon im neuen Infanterie-Regiment 424 und nimmt mit diesem am Ost-Feldzug teil und wird für eine Tat vom 28.11.1941 bei Lipki im Ehrenblatt des Deutschen Heeres genannt. An der Ostfront übernimmt  er vom 27.09. bis zum 05.10.1942 zunächst die Führung des Grenadier-Regiments 424´und ab November 1942 das Kommando des Regiments.
Am 19.01.1944 bewegte sich das gesamte Regiment wieder zur eigenen jedoch eingeschlossenen 126. Infanterie-Division zurück, nachdem es zunächst einer anderen Division unterstellt war. Dabei stieß das Regiment bei Mucholowo auf starken Gegner, der sich im Ort festegesetzt hatte. Cappel erkannte sofort die drohende Gefahr für den Rückzug der gesamten Division. Daher verzichtete er auf das Umgehen der Ortschaft, sondern griff den Gegner an, um zum einen den Gegner zu binden und zum anderen seinen weiteren Vorstoß nach Westen zu verhindern. Während des Nahkampfes bei Nacht gelingt es dem zusammengeschmolzenen Regiment des Gegner in Stärke eines gesamten Regiments zu bezwingen und damit den Weg der Division freizukämpfen. Gegen Mitternacht standen die Einheiten der Division südlich Kozelowo bereit zum Durchbruch auf Telesi an der Strasse Krasnoje Selo-Kipen. An der Spitze stand des Grenadier-Regiment 424. Links und rechts des Angriffstreifens standen Sturmgeschütze zur Unterstützung bereit. Kurz hinter der Infanteriespitze folgte Oberst Fischer, der Divisionsführer und die Oberstleutnante Cappel und Lüneburg. Am 20.01.1944 morgens gelang der Durchbruch und die Division stand außerhalb des Einschließungsringes. Für diese Kämpfe erhielt Cappel am 23.02.1944 als Oberstleutnant und Kommandeur des Grenadier-Regiments 424 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Am 18.07.1944 besuchte Cappel die vordersten Stellungen seines Regiments und begibt sich dann zurück zum Regiments-Gefechtsstand. Dabei gerät er in den Einbruch einer gegnerischen Gruppe, wird dabei angeschossen und schwer verwundet. Sofort behandelt verstarb Cappel am 19.07.1944. Laut der Verlustliste des OKH verstarb er bei Lundsen im Baltikum. Die Deutsche Dienststelle für Kriegsverluste in Berlin nennt als Ort Mazemedisiwa.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Oberleutnant 16.03.1936 ins Heer überführt, RDA v. 01.04.1934 (16yy2), als Leutnant RDA v. 01.09.1932 Kgl. jugoslaw. St. Sava-Orden, 4. Klasse (Tragegenehmigung: 23.02.1940) 04.09.1939
Hauptmann 01.03.1938 (RDA (167)) Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
Major 01.01.1942 (RDA (431)) Dienstauszeichnung III. Klasse 01.04.1937
Major 20.04.1942 erh. neues RDA v. 01.01.1942(88a)) Eisernes Kreuz II. Klasse 07.06.1940
Oberstleutnant 01.01.1943 (RDA (88)) Eisernes Kreuz I. Klasse 12.08.1940
Oberst 01.01.1944 (RDA (34)) Deutsches Kreuz in Gold 31.01.1942
Nennung im Ehrenblatt 16.02.1942
Medaille Winterschlacht im Osten ???
Infanterie-Sturmabzeichen in Silber ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 23.02.1944
Nahkampfspange in Bronze 13.09.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

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