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Quelle. A5

Ritterkreuzträger Günter Chrzonsz (Carsten)
Leutnant, Sturmartillerie

Günter Chrzonsz (spätere Namensänderung in Carsten) wurde am 05.10.1914 in Meseritz/Westpreußen geboren und trat nach der Ableistung seiner freiwilligen Arbeitsdienstes, am 01.04.1933 der 4. Batterie des Artillerie-Regiments 3 in Frankfurt/oder bei, um Berufssoldat zu werden.
Am 01.10.1934 wechselte er in die 2. Batterie des Artillerie-Regiments 54 nach Glogau, bzw. am 06.10.1936 in die 1. Batterie des Artillerie-Regiments 44 nach Neisse in Oberschlesien. Mit dieser Batterie nimmt er am Polen- und West-Feldzug teil, bis er am 15.01.1941 eine Kommandierung zum Lehrgang für Sturmgeschütze bei der VI. Abteilung des Artillerie-Lehr-Regiments (mot.) 2 erhält. Mit Ende der dortigen Ausbildung wird er am 21.02.1941 in die 3. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung 210, unter Hauptmann Schlawe, versetzt. Mit dieser nimmt er an den Kämpfen der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront teil.
Am 06.07.1943 übernimmt er den Posten eines Zugführer in der 2. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung 277 unter Hauptmann Bernhard Flachs im bereich der Heeresgruppe Süd.
Im bereich dieser Heeresgruppe bestand seit Oktober 1943, am Ostufer des Dnjepr, ein starker Brückenkopf ostwärts Nikopol. Die dortigen eingesetzten beiden deutschen Armeekorps, zusammengefasst als Korpsgruppe Schörner, hatten den Auftrag diesen Brückenkopf unter allen Umständen zu halten, um damit die wichtigen Manganerzlager für die deutsche Wirtschaft zu sichern. In diesem Brückenkopf wurde u.a. auch die 2. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung 277 eingesetzt. Bei nur einem Angriff wurde die Batterie allerdings bis auf zwei Geschütze aufgerieben. Bei einem neuerlichen gegnerischen Angriff, bestehend aus einer Panzer-Brigade und einer Schützen-Division, fiel das vorletzte Geschütz ebenfalls aus. Das letzte Geschütze, unter dem Befehl von Günther Chrzonsz nahm dennoch den Kampf auf und schoss aus den angreifenden Panzern 10 ab, bis es von einem gegnerischen Panzer gerammt und seitlich angehoben wurde. Als der Panzer 30 Meter zurückfuhr, wurde auch dieser von den deutschen Sturmartilleristen abgeschossen. Das Geschütz Chrzonsz fuhr nun, mit nur einer Kette, in das angrenzende Dorf und schoss dort weitere sieben Panzer ab. Die restlichen Panzer wurden von der mitkämpfenden Infanterie im Nahkampf vernichtet. Er allein hatte damit einen gegnerischen Durchbruch verhindert.
In den folgenden Abwehrkämpfen zwischen Saporoshje und Kriwoi Rog zeichnete er sich erneut im besonderen Maße aus und erhält für seine bis dato 23 Panzerabschüsse als Oberwachtmeister, Geschützführer und Zugführer des Zuges, der 2. Batterie in der Sturmgeschütz-Abteilung 277 am 12.11.1943 das Ritterkreuz.
Am 28.03.1944 erhält er eine Kommandierung zum Fahnenjunker-Lehrgang, im Lehrstab A an der Artillerieschule in Groß-Born und wird am 01.09.1944 zum Zugführer der 1. Batterie in der Sturmgeschütz-Abteilung 277 ernannt.
Zu beginn des Jahres 1945 wird er verwundet und am 15.01.1945 in das Lazarett Staßfurt verlegt. Nach seiner Ausheilung gehörte er mit Meldung vom 15.03.1945 der Kampfgruppe Delitzsch im Raum Leipzig an. Bei Kriegsende geriet er für kurze Zeit in amerikanische Gefangenschaft.
Am 02.05.1960 trat er der Bundeswehr zur Wiederverwendung bei und übernahm am 01.05.1961 den Posten des Chefs der 2. Batterie im Feld-Artillerie-Bataillon 105 in Weiden in der Operfalz und ab dem 16.02.1962 der Ausbildungs-Kompanie 13/4 in Landshut/Bayern. Am 31.03.1967 erfolgte seine Versetzung in den Ruhestand.
Günter Carsten starb am 31.10.2003 in Landshut/Niederbayern.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1934 Eisernes Kreuz II. Klasse 24.06.1941
Unteroffizier 01.08.1935 Eisernes Kreuz I. Klasse 11.08.1941
Wachtmeister 01.10.1939 Allgemeines Sturmabzeichen 26.08.1941
Oberwachtmeister 01.04.1941 Verwundetenabzeichen in Schwarz 01.01.1942
Offiziers-Anwärter 01.12.1943 ernannt Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 12.11.1943
Fahnenjunker 15.02.1944 Verwundetenabzeichen in Silber 22.12.1943
Oberfähnrich 01.08.1944
Leutnant 01.09.1944
Oberleutnant der Reserve (Bw) 22.07.1959
Oberleutnant (Bw) 02.05.1960 nach Eignungsprüfung
Hauptmann (Bw) 01.05.1961

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