Wilhelm Cirener wurde am 19.03.1913 in Dinslaken/Wesel
geboren.
Über ihn ist bisher kaum etwas bekannt. Cirener gehörte mit Meldung vom
03.01.1939 als Adjutant dem Pionier-Bataillon 33 in Mannheim an. Mit diesem
zog er u.a. auch in den Westfeldzug, nachdem es zuvor im Rahmen der
33. Infanterie-Division den Westwall sicherte.
Cirener übernahm dabei den Posten des Chefs der 3. Kompanie. Als solcher war
er maßgeblich an der Einnahme der wichtigen Brücke über die Loire in
Selles-sur-Cher, 60 km östlich von Tours, beteiligt. Dabei gelang es seiner
Kompanie weiterhin 20 Offiziere und 300 Mann gefangen zu nehmen. Außerdem
zerschlug er zwei Feld-Artillerie-Stellungen und zwei Panzer. Cirener wird
dafür am 13.07.1940 als Oberleutnant und Chef der 3. Kompanie im
Pionier-Bataillon 33, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Nach Ende des Westfeldzuges wird die
33. Infanterie-Division in die
15. Panzer-Division umgegliedert und das Pionier-Bataillon 33 erhält mit
dem 11.11.1940 die Bezeichnung Panzer-Pionier-Bataillon 3 und verlegt nach
Nordafrika.
Beim Angriff auf Tobruk zeichnet sich Cirener im Rahmen des Bataillons beim
Angriff auf Ras el Madauar am 01.05.1941 erneut besonders aus. Im Rahmen der
Kampfgruppe Kirchheim gelingt es Cirener mehrere australische Bunker und
Feldsstellungen auf der Höhe auszuschalten und damit den Weg des der
Kampfgruppe unterstellten MG-Bataillon 2 zu ebenen. Gegen 20.15 Uhr führt
Oberleutnant Muntau, Chef der 2. Kompanie im MG-Bataillon 2 den finalen
Angriff, der schließlich zur Einnahme der Höhe führte. Während dieses kurzen
aber heftigen Gefechts erlitten die Angriffe empfindliche Verluste. Darunter
befand sich auch Wilhelm Cirener.
Bei späteren Kämpfen am Halfaya-Pass, erhielt ein deutscher Stützpunkt den
Namen "Cirener" in Erinnerung an den gefallenen Oberleutnant.
Beigesetzt wurde Wilhelm Cirener auf dem durch das Afrikakorps angelegten
Soldatenfriedhof bei Tobruk.