Theodor Claassen wurde am 24.05.1922 in Gengenbach in
Baden-Württemberg geboren und wurde am 04.12.1940 in die
Infanterie-Panzerjäger-Ersatz-Kompanie 35 einberufen.
Mit Meldung vom 31.03.1941 wechselte Claassen dann in die 14.
Panzerjäger-Kompanie des Infanterie-Regiments 111, bzw. laut Meldung vom
30.04.1941 in die 14. Panzerjäger-Kompanie des Infanterie-Regiments 109. Mit
dieser nimmt er ab Juni 1941 am Ostfeldzug teil und wird dabei mit Meldung
vom 01.02.1942 verwundet und kommt u.a. in das Reserve-Lazarett
Karlsruhe. Wirtschaftlich ist er dabei der
Infanterie-Panzerjäger-Ersatz-Kompanie 35 unterstellt.
Ab dem 12.02.1942 der Genesenden-Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons
35 zugeteilt, kommt er mit Meldung vom 12.03.1942 in die 14. Kompanie des
Infanterie-Ersatz-Regiments 35 und wird laut Meldung vom 13.08.1942 an die
Schule I für Offiziersanwärter der Infanterie nach Dresden kommandiert.
Laut Meldung vom 30.12.1943 erfolgte dann seine Versetzung, diesmal von der
Infanterie-Panzerjäger-Ersatz-Kompanie 260 in die 14. Kompanie des
Grenadier-Regiments 899, wo er als Zugführer eine Verwendung findet.
Mitte Juli 1944 wurde die Division gegen die alliierten Truppen an der
Invasionsfront geworfen, nachdem es bis dato in der Bretagne lag. Bei Pont
Hebert hielt Claassen mit seinem Zug eine angreifende US-Einheit über
mehrere Stunden auf. Damit trug er erheblich dazu bei, dass nachdem der
Gegner bei Avranches durchgebrochen war, die Verteidigung von St. Malo
aufgebaut werden konnte. Claassen erhielt dafür als Leutnant der Reserve und
Zugführer in der 14. Panzerjäger-Kompanie im Grenadier-Regiment 899 der 266.
Infanterie-Division am 27.08.1944 das Ritterkreuz. Einreichender Truppenteil
war dabei die 352. Infanterie-Division.
Seine letzte Meldung gab Claassen am 24.07.1944 ab. Wobei er selbst dabei
die 15. Panzerjäger-Kompanie im Grenadier-Regiment 897 als seinen
Truppenteil angab. Claassen war mglw. bereits seit dem 24.07., offiziell
aber seit dem 27.07.1944 bei Vaux südlich St. Lo in amerikanischer
Gefangenschaft, aus der er am 05.03.1946 entlassen wurde.
Theodor Claassen verstarb am 07.09.1986 in seiner Heimatstadt Gengenbach.