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Ritterkreuzträger Hans Clüver
Major der Reserve, Grenadiere

Hans Clüver wurde am 14.04.1907 in Elmshorn in Schleswig geboren und trat am 06.10.1926 der Stamm-Abteilung der Ordnungspolizei Hamburg bei. Dort bestand er im September 1927 und im April 1929 die Polizei-Sachprüfung und besuchte von Oktober 1929 bis Oktober 1930 den Oberbeamtenanwärter-Lehrgang. Am 09.04.1931 besteht er die Prüfung für die Morsesprechstelle und am Polizei-Telegraphen und übernimmt dann ab dem 01.03.1932 den Posten eines Ausbilders beim Oberwachtmeister-Lehrgang in Hamburg. Dort übernimmt er im Juni 1932 die Führung der Hauptwachtmeistergeschäfte und ist dann ab dem 15.03.1933 Hauptwachtmeister-Diensttuender bei der 18. Wachbereitschaft bei der Ordnungspolizei Hamburg, bzw. ab 1934 bei der Landespolizei Hamburg.
Am 01.08.1935 erfolgte seine Überführung in die Wehrmacht, wo er ab dem 14.10.1935 als Hauptfeldwebel bei der 3. Kompanie beim Infanterie-Regiment 16 in Oldenburg eingesetzt wird. Anschließend wechselt er im April 1936 als Hauptfeldwebel-Dienststuender zum Wehrbezirks-Kommando I nach Oldenburg, besteht am 15.09.1938 seine Abschlussprüfung II und wird schließlich am 24.10.1938 aus dem Heeresdienst entlassen.
Mit der Allgemeinen Mobilmachung vom 26.08.1939 wird auch Clüver eingezogen und ab dem 31.08.1939 als Zugführer in die 2. Kompanie beim Infanterie-Regiment 46 versetzt. Dahingehend sind die Quellen unterschiedlich, mgl. erscheint aber auch eine Ernennung zum Zugführer in der 2. Kompanie beim Infanterie-Ersatz-Bataillon 46. Ober daher eine Teilnahme am Polen-Feldzug erfolgte ist unklar. Zumindest nimmt er in dieser Dienststellung am Westfeldzug teil und wird mit Meldung vom 29.06.1940 zum Chef der 10. Kompanie des Infanterien-Regiments 26 ernannt. Am 11.12.1940 übernimmt er den Posten des Kompaniechefs der 7. Kompanie im Infanterie-Regiment 254. Mglw. gehörte er auch für kurze Zeit zur 6. Kompanie.
Am 11.04.1941 wird er zum Chef der Oasenkompanie 10 ernannt und damit auf den nordafrikanischen Kriegsschauplatz versetzt. Die Oasenkompanien erhielten die Aufgabe wichtige Wasserstellen zu sichern und waren dabei lediglich leicht ausgerüstet. Mglw. gehörte er zwischenzeitlich auch zum Stab des übergeordneten Infanterie-Bataillons 300 zbV.. Am 19.10.1941, wohl im Afrika-Einsatz schwer erkrankt, gibt er diese wieder ab und übernimmt den Posten eines Kompaniechefs im Infanterie-Ersatz-Regiment (mot.) 36, kommt Anfang 1943 an die Bataillons-Führer-Schule nach Antwerpen und übernimmt am 19.05.1943 das Kommando über das II. Bataillon im Grenadier-Regiment 266, bei der 72. Infanterie-Division. Im Rahmen dieser Division nimmt er u.a. bei den Kämpfen im Kessel von Tscherkassy an der Ostfront teil. Bis 31.12.1943hält er die Stadt Tscherkassy mit seinem und dem I. Bataillon gegen sämtliche gegnerische Angriffe. Clüver unterstellte sich das I. Bataillon, nachdem dessen Kommandeur ausgefallen war. Außerdem zeichnete er sich auch im so genannten "Wandernden Kessel von Korssun" aus. Dafür wird Hans Clüver als Major der Reserve und Kommandeur des II. Bataillons im Grenadier-Regiment 266 am 22.01.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 28.01.1944 wird er jedoch verwundet und am 29.01.1944 mit der letzten Ju-52 aus dem Tscherkassy-Kessel ausgeflogen. U.a. in das  Reserve-Lazarett Pinneberg verlegt, wird Clüver wirtschaftlich dem Grenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 124 zugewiesen.
Mit Ausheilung der Verwundung kommt er am 12.06.1944 zum Grenadier-Ersatz-Bataillon 124 nach Trier und wird am 30.06.1944 in die Führer-Reserve versetzt. bereits am 17.07.1944 übernimmt er den Posten eines Taktiklehrers beim Lehrgang für Genesende Offiziere im Wehrkreis XII in bad Soden im Taunus.
Vom 13.01. bis zum 28.02.1945 ist er Kommandoführer beim Sonderstab Ausbildung und wird am 01.03.1945 mit der Führung des Grenadier-Regiments 131, bei der 44. Grenadier-Division "Hoch- und Deutschemister" beauftragt. Bis Kriegsende behält er diesen Posten und gerät dann in amerikanische Gefangenschaft, aus der er wohl bereits am 13.07.1945 entlassen wird.
Hans Clüver verstarb am 17.09.1979 in seiner Geburtsstadt Elmshorn.
 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Polizei-Oberwachtmeister 01.03.1932 Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
Polizei-Hauptwachtmeister 01.07.1933 Dienstauszeichnung III. Klasse 05.10.1938
Hauptfeldwebel 01.08.1935 (Umbenennung) Eisernes Kreuz II. Klasse 25.05.1940
Oberfeldwebel 26.08.1939 Eisernes Kreuz I. Klasse 30.05.1940
Leutnant der Reserve 11.03.1940 -630- m. Wirk. v. 01.03.19540 (RDA v. 01.03.1940(10)) Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 15.07.1940
Oberleutnant der Reserve ??? Ital. Erinnerungs-Medaille 25.06.1942
Hauptmann der Reserve 22.06.1942 -1550- m. Wirk. v. 01.05.1942 (RDA v. 01.05.1942(1037)) Verwundetenabzeichen in Schwarz 07.09.1943
Major der Reserve 15.12.1943 -2540- m. Wirk. v. 01.12.1943 (RDA v. 01.12.1943) Deutsches Kreuz in Gold 13.01.1944
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 22.01.1944
Ärmelband Afrika 30.03.1944
Verwundetenabzeichen in Silber 11.04.1944
Nahkampfspange in Bronze 16.08.1944

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