Erwin Wilhelm Fritz Cohrs wurde am 19.02.1916 in
Hamburg geboren und trat am 04.11.1937 der 3. Kompanie des
Infanterie-Regiments 67 bei. Im Laufe seiner dortigen Dienstzeit stieg er zum
Schützen und Gruppenführer auf und nahm am Polen-Feldzug teil.
Am 01.02.1940 übernimmt er zunächst den Posten eines stellvertretenden
Zugführers und
dann den eines Zugführers in der 1. Kompanie des Regiments.
Am 30.09.1940 erfolgte nach der Teilnahme am Westfeldzug, die Wahl zum
Offizier durch das I. Bataillon und am 03.02.1941 die Versetzung als
Zugführer in die 10. Kompanie des Regiments. Kurz nach Beginn des
Ostfeldzuges übernimmt Cohrs am 24.06.1941 die Führung der Radfahr-Kompanie,
bzw. am 08.07.1941 den Posten eines Zugführers in der
Divisions-Radfahr-Kompanie 23. Vom 04.11. bis zum 08.12.1941 ist er Führer
des schweren Zuges in der 4. Kompanie, wobei er als solcher am 07.12.1941
verwundet und in ein Lazarett verlegt wird. Wann er zu seinem Regiment
zurückkehrt ist unbekannt, zumindest übernimmt er ab dem 25.05.1942 die
Führung der 6. Kompanie des ab dem 15.09.1942 in Panzergrenadier-Regiment 67
umbenannten Regiments. Ab dem 01.12.1942 wird er dann auch zum Chef dieser
Kompanie ernannt. Als solcher wird er am 13.10.1943 zum Deutschen Kreuz in
Gold vorgeschlagen.
Vom 15.12.1943 bis zum 24.02.1944 ist Cohrs Führer des
Feld-Ersatz-Bataillons 93 der
26. Panzer-Division und übernimmt direkt anschließend die Führung des
II. Bataillons im Panzergrenadier-Regiment 9. Anschließend vom 27.04. bis
zum 19.06.1944 Kommandeur des Feld-Ersatz-Bataillons 93, übernimmt er vom
20.06. bis zum 20.07.1944 erneut die Führung des II. Bataillons im
Panzergrenadier-Regiment 9, bis er vom 21.07.1944 bis Kriegsende zum
Kommandeur des II. Bataillons im Panzergrenadier-Regiment 67 ernannt wird.
Gegen Ende Oktober 1944 gelang es dem Gegner auf dem italienischen
Kriegsschauplatz bei C. Condoli mit starken Kräften vorzustoßen. Cohrs trat
zum Gegenangriff an und schlug den Gegner unter für ihn hohen Verlusten über
den Savio zurück. Damit verhinderte er einen drohenden Durchbruch an der
gesamten Divisionsfront. Cohrs erhielt dafür als Major und Kommandeur des
II. Bataillons im Panzergrenadier-Regiment 67 am 09.12.1944 das Ritterkreuz.
Am 11.05.1945 geriet er in Gefangenschaft und wird u.a. in das
Gefangenenlager Ghedi in Norditalien verlegt. Wann seine Entlassung erfolgte
ist unbekannt.
Erwin Cohrs verstarb am 27.02.1994 in Hamburg.