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Ritterkreuzträger Johann Condné
Brigadegeneral (Bw), Panzergrenadiere

25.12.194105.08.1941

Johann Condné wurde am 09.0ß1.1919 in Mettnich im Kreis Trier geboren und absolvierte seinen Arbeitsdienst vom 01.04. bis zum 27.10.1937 bei der RAD-Abteilung 2/252 in Worms. Kurz darauf, am 04.11.1937, meldete sich Condné zur 6. Kompanie des Panzer-Regiments 7.
Er besuchte dort u.a. vom 13.06. bis zum 13.08.1938 einen Unteroffizier-Anwärter-Lehrgang innerhalb seines Regiments und wird am 10.11.1938 in die 2. Kompanie der Panzer-Abteilung 66 versetzt, mit der er im Rahmen der 2. Leichten Division am Polen-Feldzug teilnimmt.
Nach Ende des Feldzuges wechselt er am 12.10.1939 in die 5. Kompanie der Panzer-Ersatz-Abteilung 1 und erhält dabei vom 26.10.1939 bis zum 26.01.1940 eine Kommandierung zum 2. Offiziers-Anwärter-Lehrgang an die Panzertruppenschule in Wünsdorf.
Am 08.02.1940 in die 2. Kompanie der Panzer-Abteilung 66 versetzt, nimmt er am Westfeldzug teil. Eigenen Angaben nach, soll Condné zwischen dem 23.01. und dem 14.05.1940 als Zugführer der 8. Kompanie im Panzer-Regiment 25 angehört haben. Allerdings liegen dafür bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Zwischenzeitlich soll am 14.03.1940 die Wahl zum Offizier durch die Panzer-Abteilung 66 erfolgt sein.
Am 14.05.1940 wird er kurz nach dem Übergang über die Maas bei Dinant, im Rahmen der 7. Panzer-Division, schwer verwundet. Er verliert dabei den rechten Arm. Nach der Verlegung u.a. auch in ein Lazarett nach Halle a.d. Saale, übernimmt er ab dem 01.08.1940 den Posten des Rekruten-Offiziers in der 2. Kompanie der Panzer-Ersatz-Abteilung 25 und wird am 09.08.1940 zum Persönlichen Ordonnanz-Offizier beim Kommandierenden General des XIII. Armeekorps ernannt. Von dort wechselt er ab dem 04.10.1941 als Zugführer in das Panzer-Regiment 204 und übernimmt am 16.10.1941 den Posten des 3. Ordonnanz-Offiziers im Stab der 22. Panzer-Division. Als solcher erleidet er am 20.03.1942 einen Trommelfellriss im rechten Ohr. Weiterhin wird er am 09.07.1942 westlich Woroschilowgrad erneut verwundet, als ihm ein Granatsplitter in die rechte Brustseite schlägt. Condné wird daraufhin bis zum 16.11.1942 in ein Lazarett verlegt.
Wieder genesen übernimmt er am 17.11.1942 die Führung der 4. Kompanie im Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 404 in Heidelberg, um dann am 10.12.1942 in die Führer-Reserve, unter gleichzeitiger Kommandierung in die Organisations-Abteilung im Generalstab des Heeres, zum OKH versetzt zu werden. Vom 01.04.1943 bis zum 30.06.1944 wird er dann in die Organisations-Abteilung versetzt.
Vom 01.07. bis zum 01.11.1944 wird er als Kompanie-Führer zur 7. Panzer-Division kommandiert, wo er vom 10.07. bis zum 05.11.1944 den Posten des 1. Ordonnanz-Offiziers bzw. den des Ib im Stab der Division übernimmt.
Am 06.11.1944 wird er zum Führer des II. Bataillons im Panzergrenadier-Regiment 6 ernannt. Mit diesem nimmt er u.a. an den Angriffskämpfen der Division am 22. bzw. 23.01.1945 im Raum Deutsch-Eylau teil. Aus eigenständigem Entschluss setzt er sein Bataillon erfolgreich im Raum Freystadt, zwischen Deutsch-Eylau und Marienwerder ein, wofür er am 26.03.1945 zum Ritterkreuz eingereicht wird. Dieses wird ihm als Hauptmann und Führer des II. Bataillons im Panzergrenadier-Regiment 6 am 05.04.1945 verliehen.
Am 28.02.1945 gibt er sein Bataillon zwischenzeitlich wieder ab und wird ab dem 01.03.1945 für den 17. Generalstabs-Lehrgang vorgesehen. Ob dieser erfolgte ist unbekannt. Zumindest kommt Condné am 01.04.1945 als Ordonnanz-Offizier zurück in die Organisations-Abteilung im Generalstab des Heeres, wo er am 23.05.1945 in britische Kriegsgefangenschaft gerät. Aus dieser wird er am 11.07.1945 entlassen.
Im Nachkriegsdeutschland übernimmt er am 18.10.1951 den Posten eines Hilfsreferenten im Amt Blank, bzw. ab dem 01.11.1955 im Führungsstab des Bundesverteidigungsministeriums. Weiterhin besucht er mit Meldung vom 26.06.1956 das US Army Command and Staff College in Fort Leavenworth und findet ab dem 01.01.1957 erneut eine Verwendung als Hilfsreferent im Führungsstab des Bundesverteidigungsministeriums.
Ab dem 01.04.1957 besucht er den 1. Generalstabslehrgang an der Heeresakademie in Bad Ems und wird am 01.11.1957 zum Stabsoffizier im Hauptquartier LANDCENT (Allied Land Forces Central Europe ) in Fontainebleau ernannt. Von dort wechselte er am 01.01.1960 als Sekretär zum Chef des Generalstabes SHAPE nach Rocqencourt. Außerdem besucht er 1961 einen Generalstabslehrgang an der italienischen Heeresakademie in Civitavecchia.
Ab dem 01.08.1963 ist er stellvertretender Heeresattache an der Deutschen Botschaft in Rom und übernimmt am 16.09.1963 das Kommando über das Panzer-Bataillon 364 in Böblingen und Külsheim.
Am 01.10.1966 zum stellvertretenden Chef des Stabes beim III. Korps in Koblenz ernannt, kommt er am 01.10.1968 zunächst als Stabsoffizier, später dann als stellvertretender Unterabteilungsleiter zum SHAPE und übernimmt am 01.07.1971 das Kommando über die Panzer-Brigade 8 in Lüneburg.
Ab dem 01.02.1974 stellvertretender Kommandeur der 10. Panzer-Division in Sigmaringen, wird Condné am 31.03.1979 in die Pension verabschiedet.
Nachdem Ritterkreuzträger und Brigadegeneral a.D. Friedrich Körner am 03.09.1998 in Frankreich verstarb, gab sich ein Mann anschließend bei verschiedenen Treffen ehemaliger Kriegsteilnehmer als eben dieser Friedrich Körner aus. So u.a. bei der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger oder der Gemeinschaft der Jagdflieger. Nachdem dieser Mann als Hochstapler erkannt wurde, erstattete Johann Condné  am 09.01.1999 bei der Staatsanwaltschaft Marburg Anzeige wegen "Hochstapelei und Gesetzesverstößen". Dadurch schädigte dieser Mann dem "Ansehen Deutschlands und der Ritterkreuzträger". Die Staatsanwaltschaft sah von einer öffentlichen Klage ab, sofern der betreffende Heer bereit sei, einen Betrag von 1.500 DM an eine Gefangenenhilfe zu zahlen. Eine Klage wurde nie erhoben, so dass man davon ausgehen kann, das der Betreffende diese Summe zahlte.
Johann Condné  verstarb am 26.10.2001 in Heidelberg.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse 01.10.1939
Reserve-Offizier-Anwärter 23.05.1939 ernannt Panzerkampfabzeichen in Silber 19.06.1940
Unteroffizier 01.06.1939 Verwundetenabzeichen in Silber 23.06.1940
Feldwebel 01.12.1939 Eisernes Kreuz I. Klasse 25.11.1940
Leutnant der Reserve 24.05.1940 -1290- m. Wirk. v. 01.04.1940 (RDA v. 01.04.1940(4120)) Medaille Winterschlacht im Osten 02.09.1942
Leutnant 10.09.1941 -4570- m. Wirk. v. 01.09.1941 im Heer angestellt (RDA v. 01.12.1940(67)) Verwundetenabzeichen in Gold 14.09.1942
Leutnant 30.06.1942 neues RDA v. 01.04.1941 Krimschild 06.02.1943
Oberleutnant 30.06.1942 -4830- m. Wirk. v. 01.04.1942 für die Dauer des Krieges RDA v. 01.04.1942(2849) Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern 20.04.1944
Hauptmann 20.03.1944 -910- m. Wirk. v. 01.01.1944 (RDA v. 01.01.1944(155)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 05.04.1945
Major (Bw) ??? Bundesverdienstkreuz I. Klasse 30.11.1977
Oberstleutnant i.G. (Bw) 23.11.1960 Ehrenkreuz der Europäischen Vereinigung ehem. Frontkämpfer 16.03.1978
Oberst i.G. (Bw) 20.12.1967 Ehrennadel in Gold des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge 27.03.1979
Brigadegeneral (Bw) 01.04.1974

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

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