Johann Condné
wurde am 09.0ß1.1919 in Mettnich im Kreis Trier geboren und absolvierte
seinen Arbeitsdienst vom 01.04. bis zum 27.10.1937 bei der RAD-Abteilung
2/252 in Worms. Kurz darauf, am 04.11.1937, meldete sich Condné
zur 6. Kompanie des Panzer-Regiments 7.
Er besuchte dort u.a. vom 13.06. bis zum 13.08.1938 einen
Unteroffizier-Anwärter-Lehrgang innerhalb seines Regiments und wird am
10.11.1938 in die 2. Kompanie der Panzer-Abteilung 66 versetzt, mit der er
im Rahmen der
2. Leichten Division am Polen-Feldzug teilnimmt.
Nach Ende des Feldzuges wechselt er am 12.10.1939 in die 5. Kompanie der
Panzer-Ersatz-Abteilung 1 und erhält dabei vom 26.10.1939 bis zum 26.01.1940
eine Kommandierung zum 2. Offiziers-Anwärter-Lehrgang an die
Panzertruppenschule in Wünsdorf.
Am 08.02.1940 in die 2. Kompanie der Panzer-Abteilung 66 versetzt, nimmt er
am Westfeldzug teil. Eigenen Angaben nach, soll Condné
zwischen dem 23.01. und dem 14.05.1940 als Zugführer der 8. Kompanie im
Panzer-Regiment 25 angehört haben. Allerdings liegen dafür bislang keine
gesicherten Erkenntnisse vor. Zwischenzeitlich soll am 14.03.1940 die Wahl
zum Offizier durch die Panzer-Abteilung 66 erfolgt sein.
Am 14.05.1940 wird er kurz nach dem Übergang über die Maas bei Dinant, im
Rahmen der
7. Panzer-Division, schwer verwundet. Er verliert dabei den rechten Arm.
Nach der Verlegung u.a. auch in ein Lazarett nach Halle a.d. Saale,
übernimmt er ab dem 01.08.1940 den Posten des Rekruten-Offiziers in der 2.
Kompanie der Panzer-Ersatz-Abteilung 25 und wird am 09.08.1940 zum
Persönlichen Ordonnanz-Offizier beim Kommandierenden General des XIII.
Armeekorps ernannt. Von dort wechselt er ab dem 04.10.1941 als Zugführer in
das Panzer-Regiment 204 und übernimmt am 16.10.1941 den Posten des 3.
Ordonnanz-Offiziers im Stab der
22. Panzer-Division. Als solcher erleidet er am 20.03.1942 einen
Trommelfellriss im rechten Ohr. Weiterhin wird er am 09.07.1942 westlich
Woroschilowgrad erneut verwundet, als ihm ein Granatsplitter in die rechte
Brustseite schlägt. Condné wird
daraufhin bis zum 16.11.1942 in ein Lazarett verlegt.
Wieder genesen übernimmt er am 17.11.1942 die Führung der 4. Kompanie im
Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 404 in Heidelberg, um dann am 10.12.1942 in
die Führer-Reserve, unter gleichzeitiger Kommandierung in die
Organisations-Abteilung im Generalstab des Heeres, zum OKH versetzt zu
werden. Vom 01.04.1943 bis zum 30.06.1944 wird er dann in die
Organisations-Abteilung versetzt.
Vom 01.07. bis zum 01.11.1944 wird er als Kompanie-Führer zur
7. Panzer-Division kommandiert, wo er vom 10.07. bis zum 05.11.1944 den
Posten des 1. Ordonnanz-Offiziers bzw. den des Ib im Stab der Division
übernimmt.
Am 06.11.1944 wird er zum Führer des II. Bataillons im
Panzergrenadier-Regiment 6 ernannt. Mit diesem nimmt er u.a. an den
Angriffskämpfen der Division am 22. bzw. 23.01.1945 im Raum Deutsch-Eylau
teil. Aus eigenständigem Entschluss setzt er sein Bataillon erfolgreich im
Raum Freystadt, zwischen Deutsch-Eylau und Marienwerder ein, wofür er am
26.03.1945 zum Ritterkreuz eingereicht wird. Dieses wird ihm als Hauptmann
und Führer des II. Bataillons im Panzergrenadier-Regiment 6 am 05.04.1945
verliehen.
Am 28.02.1945 gibt er sein Bataillon zwischenzeitlich wieder ab und wird ab
dem 01.03.1945 für den 17. Generalstabs-Lehrgang vorgesehen. Ob dieser
erfolgte ist unbekannt. Zumindest kommt Condné
am 01.04.1945 als Ordonnanz-Offizier zurück in die Organisations-Abteilung
im Generalstab des Heeres, wo er am 23.05.1945 in britische
Kriegsgefangenschaft gerät. Aus dieser wird er am 11.07.1945 entlassen.
Im Nachkriegsdeutschland übernimmt er am 18.10.1951 den Posten eines
Hilfsreferenten im Amt Blank, bzw. ab dem 01.11.1955 im Führungsstab des
Bundesverteidigungsministeriums. Weiterhin besucht er mit Meldung vom
26.06.1956 das US Army Command and Staff College in Fort Leavenworth und
findet ab dem 01.01.1957 erneut eine Verwendung als Hilfsreferent im
Führungsstab des Bundesverteidigungsministeriums.
Ab dem 01.04.1957 besucht er den 1. Generalstabslehrgang an der
Heeresakademie in Bad Ems und wird am 01.11.1957 zum Stabsoffizier im
Hauptquartier LANDCENT (Allied Land Forces Central Europe ) in Fontainebleau
ernannt. Von dort wechselte er am 01.01.1960 als Sekretär zum Chef des
Generalstabes SHAPE nach Rocqencourt. Außerdem besucht er 1961 einen
Generalstabslehrgang an der italienischen Heeresakademie in Civitavecchia.
Ab dem 01.08.1963 ist er stellvertretender Heeresattache an der Deutschen
Botschaft in Rom und übernimmt am 16.09.1963 das Kommando über das
Panzer-Bataillon 364 in Böblingen und Külsheim.
Am 01.10.1966 zum stellvertretenden Chef des Stabes beim III. Korps in
Koblenz ernannt, kommt er am 01.10.1968 zunächst als Stabsoffizier, später
dann als stellvertretender Unterabteilungsleiter zum SHAPE und übernimmt am
01.07.1971 das Kommando über die Panzer-Brigade 8 in Lüneburg.
Ab dem 01.02.1974 stellvertretender Kommandeur der 10. Panzer-Division in
Sigmaringen, wird Condné am 31.03.1979
in die Pension verabschiedet.
Nachdem Ritterkreuzträger und Brigadegeneral a.D. Friedrich Körner am
03.09.1998 in Frankreich verstarb, gab sich ein Mann anschließend bei
verschiedenen Treffen ehemaliger Kriegsteilnehmer als eben dieser Friedrich
Körner aus. So u.a. bei der Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger oder
der Gemeinschaft der Jagdflieger. Nachdem dieser Mann als Hochstapler
erkannt wurde, erstattete Johann Condné
am 09.01.1999 bei der Staatsanwaltschaft Marburg Anzeige wegen "Hochstapelei
und Gesetzesverstößen". Dadurch schädigte dieser Mann dem "Ansehen
Deutschlands und der Ritterkreuzträger". Die Staatsanwaltschaft sah von
einer öffentlichen Klage ab, sofern der betreffende Heer bereit sei, einen
Betrag von 1.500 DM an eine Gefangenenhilfe zu zahlen. Eine Klage wurde nie
erhoben, so dass man davon ausgehen kann, das der Betreffende diese Summe
zahlte.
Johann Condné verstarb am
26.10.2001 in Heidelberg.