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34. Eichenlaubträger Ludwig Crüwell
General der Panzertruppe

25.12.194105.08.1941

Ludwig August Arnold Julius Friedrich Crüwell wurde am 20.03.1892 in Dortmund geboren, kam dann an die Vorschule und später an das Humanistische Gymnasium in Dortmund, wo er das Reifezeugnis ablegte und studierte dann an den Universitäten in Grenoble und München Rechtswissenschaften und Nationalökonomie.
Crüwell trat dann am 06.03.1911 als Fahnenjunker dem 1. Hann. Dragoner-Regiment "König Carl I. von Rumänien" Nr. 9 bei und wurde vom 01.10.1911 bis zum 30.06.1912 an die Kriegsschule nach Hersfeld kommandiert.
Am 19.07.1912 in der 4. Eskadron des Dragoner-Regiments 9 in Metz, wird er dort in das Offiziers-Korps aufgenommen und nimmt so am 1. Weltkrieg teil.
Am 15.11.1914 wird er zum Ordonnanzoffizier und am 17.09.1916 zum Adjutanten im Regiment ernannt. Vom 22.05. bis zum 19.10.1917 wird zugleich als Vertretung des 1. Ordonnanz-Offiziers zur 233. Infanterie-Division kommandiert. Eine weitere Kommandierung als Kompanieführer zum Infanterie-Regiment 450 erfolgte vom 28.11.1917 bis zum 06.01.1918. Es folgt dann am 09.01.1918 die Überweisung zum Artillerie-Kommandeur 233.
Mit dem 17.03.1918 wird er seiner Dienststellung als Regimentsadjutant enthoben und zum Stab der 233. Infanterie-Division kommandiert. Von dort wird er am 03.05.1918 als Brigadeadjutant zur Landwehr-Division von Bredow Nr. 19 versetzt und am 30.05.1918 zum Adjutanten der 19. Landwehr-Infanterie-Brigade ernannt.
Am 02.06.1918 erfolgte seine Versetzung zum Generalstab des Generalkommandos zbV. Nr. 52, bzw. am 14.09.1918 in den Generalstab der 33. Infanterie-Division. Von dort erfolgte mit dem 03.01.1919 die Rückversetzung zum Dragoner-Regiment 9. Am 03.04.1919 zum Großen Generalstab kommandiert, wird Crüwell am 06.04.1919 in den Stab des Chefs des Generalstabes des Feldheeres versetzt, kehrt aber am 07.08.1919 zu seinem alten Regiment zurück.
Es folgte dann am 19ö08.1919 die Kommandierung zur Kommandostelle Kolberg des Großen Generalstabes, bzw. am 01.10.1919 zum Reichswehrministerium. Am 01.10.1920 wird er unter Beibehaltung seiner Kommandierung zum Reichswehrministerium zum Hilfsoffizier im Stab der 1. Kavallerie-Division ernannt und unter Belassung in seiner bisherigen Dienststellung am 15.04.1921 zum Reiter-Regiment 8, am 01.10.1921 zum Reichswehrministerium bzw. am 01.11.1921 zum Reiter-Regiment 9 versetzt. Anlässlich letzterer Versetzung erfolgte zugleich die Kommandierung zur Kommandantur Berlin.
Am 01.10.1922 in das Reichswehrministerium bzw. am 01.12.1922 in den Stab des Gruppen-Kommandos I versetzt, unternimmt er vom 22.05. bis zum 10.06.1923 eine Übungsreise des Übungslehrganges, von 12.07. bis zum 18.07.1923 eine Nachrichtenübung, um dann am 01.10.1923 in die T3-Abteilung des Reichswehrministeriums versetzt zu werden. Dort nimmt er vom 02.04. bis zum 11.04.1924 an einer Übungsreise für jüngere Offiziere des Ministeriums und vom 17.04. bis zum 26.04.1925 an einer Übungsreise für Hauptleute des Ministeriums teil. Es erfolgte dann am 01.10.1925 seine Versetzung in den Generalstab der 2. Kavallerie-Division. Vom 03.05. bis 13.05.1926 nimmt er an der Wehrkreisübungsreise der 7. Division, vom 27.06. bis 10.07.1927 der 4. Division und vom 10.05. bis 24.05.1928 der 3. Division teil und wird am 01.10.1928 zum Reiter-Regiment 12 versetzt. Dabei wird er vom 11.10. bis zum 07.11.1928 zugleich zur einheitlichen Reiterausbildung an die Kavallerieschule Hannover kommandiert.
Am 15.10.1928 übernimmt er den Posten des Chefs der Ausbildungs-Eskadron beim Reiter-Regiment 12 und wird vom 02.12. bis zum 15.12.1929 zum Gasschutzlehrgang nach Berlin kommandiert.
Am 01.02.1931 erfolgte seine Versetzung in den Stab der 3. Kavallerie-Division, unter gleichzeitiger Kommandierung zum Stab der 6. Division, wohin er mit dem 01.05.1933 versetzt wird. Ab dem 01.10.1934 gehörte er als Ia zum Generalstab des Wehrkreis-Kommandos VI und wechselt dann am 01.04.1936 als Offizier z.V. zum Oberbefehlshaber des Heeres. Von dort kommt er wirtschaftlich am 22.04.1936 zum Generalkommando des VI. Armeekorps und versieht ab dem 29.04.1936 regelmäßig seinen Dienst bei der Panzerabwehr-Abteilung 39.
Ab dem 06.10.1936 ist Crüwell Kommandeur der Panzerabwehr-Truppen V und wird als solcher vom 18.09.1937 bis zum 01.02.1938 zum Manöverleitungsstab kommandiert und übernimmt schließlich am 01.02.1938 das Kommando über das Panzer-Regiment 6. Am 01.04.1939 wechselt er erneut als Offizier z.V. zum Oberbefehlshaber des Heeres und ab dem 12.06.1939 als Chef der 6. Abteilung zum Generalstab des Heeres. Im Rahmen der Allgemeinen Mobilmachung wird er in den Generalstab des Oberbefehlshabers Ost versetzt und erlebt so den Polen-Feldzug. Mit dessen Ende wird er am 23.10.1939 zum Oberquartiermeister der 16. Armee ernannt und nimmt so am Westfeldzug teil.
Am 06.06.1940 erfolgt seine Versetzung in die Führer-Reserve und zugleich bis zum 04.07.1940 in den Stab der 5. Panzer-Division versetzt. In der Folge übernimmt er am 01.08.1940 das Kommando über die 11. Panzer-Division, mit der er am Jugoslawien- und Ost-Feldzug teilnahm. Mit seiner Division durchbrach er die jugoslawischen Grenzstellungen im Nisvatal und eroberte am 09.04.1941 Nisch.
Trotz widriger Wetterverhältnisse erreichte die Division das Ziel Belgrad in nur fünf Tagen und zerschlug dabei mindestens fünf gegnerische Divisionen und eine Kavallerie-Division. Durch die Erfolge der Division sah sich die jugoslawische Regierung gezwungen am folgenden tag die Waffen zu strecken. Im Zuge dieser Operationen fielen der Division mehr als 40.000 Gefangene, 30 Batterien, 24 Flugzeuge und weitere große Beute in die Hände. Crüwell wird dafür zum Ritterkreuz vorgeschlagen, wobei der Vorschlag am 17.04.1941 beim Heeres-Personalamt einging. Am 14.05.1941 erfolgte die Verleihung des Ritterkreuzes an Crüwell als Generalmajor und Kommandeur der 11. Panzer-Division.
Während des Ostfeldzuges erfolgte am 10.07.1941 der sowjetische Großangriff gegen Berditschew. Dabei wird die Division durch 10 Schützen- und 2 Panzer-Divisionen eingeschlossen. Nach fünf Tagen erbitterter Kämpfe gelingt es der Division sich freizukämpfen, wofür Crüwell am 01.09.1941 als Generalmajor und Kommandeur der 11. Panzer-Division mit dem 34. Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet wird. Bereits am 15.08.1941 war Crüwell in die Führer-Reserve versetzt worden, um am 01.09.1941 als Kommandierender General das Deutsche Afrikakorps zu übernehmen. Aufgrund einer Erkrankung erfolgte die Übernahme jedoch erst am 15.10.1941. Vom 09.03. bis 1903.1942 übernimmt er zugleich die Führung der Panzer-Armee Afrika.
Am 29.05.1942 wird er bei einem Erkundungsflug mit dem Fieseler Storch abgeschossen und gerät dabei in britische Gefangenschaft, aus der er im April 1947 entlassen wird.
Ludwig Crüwell verstarb am 25.09.1958 in essen. Die Beisetzung erfolgte am 29.09.1958 in Dortmund.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker-Unteroffizier 06.07.1911 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 20.09.1914
Fähnrich 18.11.1911 m. Patent v. 18.11.1911 Ff Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK 17.09.1916
Leutnant 18.08.1912 m. Patent v. 23.08.1910 D3d Hamburger Hanseatenkreuz 24.03.1917
Oberleutnant 27.01.1916 m. Patent v. 27.01.1916 E8e Schlesischer Adlerorden I. Stufe 15.04.1921
Rittmeister 22.05.1922 (RDA v. 01.05.1922(14)) Ehrenkreuz für Frontkämpfer 23.10.1934
Hauptmann 15.09.1923 m. Wirk. v. 01.10.1923 Komturkreuz des ungarischen Verdienstorden 25.08.1938 (Annahme: 26.09.1938)
Rittmeister 10.09.1928 m. Wirk. v. 01.10.1928 Eisernes Kreuz II. Klasse 22.05.1940
Major 01.10.1931 (RDA v. 01.04.1930(10a)) Eisernes Kreuz I. Klasse 06.06.1940
Oberstleutnant 01.04.1934 m. Wirk. v. 01.04.1934 (RDA v. 01.04.1934(24)) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 14.05.1941
Oberst 16.03.1936 m. Wirk. v. 01.03.1936 (RDA v. 01.03.1936(11)) Panzerkampfabzeichen in Silber 19.08.1941
Generalmajor 30.11.1939 m. Wirk. v. 01.12.1939 (RDA v. 01.12.1939(5)) 34. Eichenlaub zum Ritterkreuz 01.09.1941
Generalleutnant 24.08.1941 -4300- m. Wirk. v. 01.09.1941 ohne RDA Italienische Silberne Tapferkeitsmedaille 12.02.1942
Generalleutnant 09.11.1941 -5700- m. RDA v. 01.12.1943(3)
General der Panzertruppe 17.12.1941 -6430- m. Wirk. v. 01.12.1941 (RDA v. 01.12.1941(4))

Buchhinweise:

                   

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