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Ritterkreuzträger Dieter Damerius
Leutnant der Reserve, Grenadiere

    

Dieter Damerius wurde am 17.04.1924 in Rengersdorf im
Kreis Glatz geboren und trat am 04.03.1942 dem Reichsarbeitsdienst bei. Mit
diesem kam er bis Dezember 1942 an der Ostfront zum Einsatz. So erhielt er
zunächst in Brest-Litowsk eine Waffentechnische Ausbildung und kommt dann
zur Sicherstellung der Treibstoffversorgung der Wehrmacht in Südrussland zum
Einsatz.
Am 15.01.1943 erhält Damerius seine Einberufung in die Stamm-Kompanie des
Jäger-Ersatz-Bataillons 38 nach Glatz und wird am 02.02.1943 in die 11.
Kompanie des Grenadier-Feld-Ausbildungs-Regiments 639 versetzt. Mit diesem
Regiment, aufgefüllt durch Angehörige des Reichsarbeitsdienstes des
Jahrgangs 1924, kommt er im Bereich der Heeresgruppe Nord zum Einsatz. Dabei
wechselt Damerius am 28.04.1943 in die Lehr-Kompanie des Regiments und
erhält vom 28.11. bis zum 20.12.1943 Erholungsurlaub.
Ab dem 10.02.1944 gehörte er dann zur 5. Kompanie des Grenadier-Regiments
273, der
93. Infanterie-Division, wechselt aber zunächst am 10.05.1944 zum
Füsilier-Ersatz-Bataillon 67 nach Berlin-Spandau und besucht dann die Schule
VI für Fahnenjunker der Infanterie in Metz.
Vom 28.09. bis zum 13.10.1944 in Einsatz-Urlaub, wir der im Dezember 1944
zurück in die 5. Kompanie des Grenadier-Regiments 273 versetzt. Dies
Versetzung erfolgte per Schiff nach Kurland. Bei den schweren Abwehrkämpfen
im Raum Dzukste, südlich Tukkum, zeichnete sich Damerius in besonderer Weise
aus. Nachdem bei der 19. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettisches Nr. 2)
eine gefährliche Lage entstanden war, entschied sich das AOK 16 eine
Eingreifreserve aus sämtlichen Frontverbänden zusammenzustellen. Zu dieser
gehörte auch das II. Bataillon des Grenadier-Regiments 273. Am 27.12.1944
erreichte der Kampf um Dzukste seinen Höhepunkt und die Ortschaft konnte zuletzt gegen 27
gegnerische Angriffe gehalten werden. Damit trug Damerius entscheidend dazu
bei, dass die SS-Division am 27.12.1944 würdigend im Wehrmachtsbericht
genannt wurde. Mit den Kämpfen um Dzukste endete die 3. Kurlandschlacht
erfolgreich für die Verteidiger. Damerius selbst wurde noch am 31.12.1944
verwundet und in ein Lazarett verlegt.
Da die 93. Infanterie-Division bereits im Januar 1945 aus Kurland
abtransportiert wurde und im Samland zum Einsatz kam, ging der Vorschlag zur
Verleihung des Ritterkreuzes an Damerius, erst am 17.02.1945 beim
Heerespersonalamt ein. Im Zuge dessen erhielt Damerius am 24.02.1945 als
Leutnant der Reserve und Führer der 5. Kompanie im Grenadier-Regiments 273
das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Verwundet kam Damerius am 03.01.1945 zunächst in das Feld-Lazarett 508
und verlegt dann mit einem Lazarettschiff von Windau nach Danzig. Kommt dann
am 09.01.1945 nach Wreschen östlich von Posen, bzw. nach Posen selbst. Am
11.01.1945 befindet er sich im Feld-Lazarett (mot.) 665 und wird daraufhin
vom 27.01. bis zum 08.02.1945 im Reserve-Lazarett Bad Harzburg behandelt.
Vom 13.02. bis zum 20.02.1945 erhält er Genesungsurlaub.
Ab dem 21.02.1945 nimmt er am Lehrgang für Genesende Offiziere des
Wehrkreises III in der Ludendorff-Kaserne in Potsdam teil. Laut Stempel des
Lehrgangs erhält er am 30.03.1945 sieben Tage Sonderurlaub wegen
hervorragender Tapferkeit. Laut Soldbucheintrag gehörte er dabei der Einheit
W.O.Z. II./807 unter Major Vetter bei Neu-Kathjensdorf an. Bisher konnte
nicht geklärt werden, um welche Einheit es sich dabei handelt.
Nach eigener Angabe kam Damerius Mitte April 1945 zur "389.
Marine-Infanterie-Division" und kämpfte sich mit dieser von der Oder bis
nach Schwerin durch. Es lassen sich jedoch keinerlei Hinweise auf eine
solche Division im April 1945 finden. Die Reste der 389. Infanterie-Division
gingen auf Hela in sowjetische Gefangenschaft. Am 05.04.1945 kamen Teile der
Division als Grenadier-Regiment 544 zur 252. Infanterie-Division. Es ist
also unklar, in welcher Einheit sich Damerius bei den Kämpfen in Mecklenburg
befand. Im Soldbuch wurde allerdings vermerkt, dass er den erworbenen
Ärmelstreifen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen, durch den
Kommandeur der 389. Marine-Infanterie-Division verliehen bekam.
Am 04.05.1945 gerät er bei Schwerin in britische Gefangenschaft und wird
nach Ost-Holstein verlegt, wo er am 07.02.1946 in die Freiheit entlassen
wird.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter und ROB |
01.08.1943 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
13.03.1944 |
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Unteroffizier |
01.12.1943 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
31.12.1944 |
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Fahnenjunker |
20.04.1944 |
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Verwundetenabzeichen in Schwarz |
09.02.1945 |
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Fahnenjunker-Feldwebel |
01.08.1944 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
24.02.1945 |
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Leutnant der Reserve |
27.11.1944 -4277- m. Wirk. v. 01.09.1944 (RDA v. 01.09.1944) |
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Ärmelstreifen für das Niederkämpfen von Panzerkampfwagen |
02.05.1945 |
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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