Richard Daniel wurde am 24.12.1900 in
Anspach im Taunus im Kreis Usingen in Hessen-Nassau geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung trat er am 16.04.1916 der Kaiserlichen
Armee bei und besuchte zunächst die Unteroffizier-Vorschule in Annaburg, bzw.
ab dem 17.04.1918 die Unteroffizier-Schule in Treptow a.d. Rega. In diese Zeit
fällt am 07.06.1919 die Beförderung zum Gefreiten.
Anschließend wechselt er am 04.09.1919 in das Reichswehr-Infanterie-Regiment
18, bzw. am, 28.09.1919 in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 76. Am
30.09.1919 erfolgte seine Verabschiedung aus der Reichswehr, woraufhin er am
01.10.1919 der Polizei beitrat.
Dort versah er bis zum 15.10.1935 seinen Dienst bei der Ordnungspolizei in
Hamburg und wurde in dieser Zeit am 01.04.1924 zum Polizei-Leutnant, am
01.07.1927 zum Polizei-Oberleutnant und am 01.10.1933 zum Polizei-Hauptmann
befördert. Weiterhin besuchte er vom 23.04.1923 bis zum 16.06.1923 einen
Offiziers-Lehrgang in Hamburg und vom 15.05.1931 bis zum 06.06.1931 einen
Sport-Lehrgang ebenfalls in Hamburg. Vom 23.04.1935 bis zum 06.05.1935 ist er
gleichzeitig beim Artillerie-Regiment "Rendsburg" auf dem
Truppenübungsplatz Altengrabow.
Mit Einführung der Wehrhoheit trat Daniel am 15.10.1935, im Range eines
Hauptmannes, der neuen Wehrmacht bei und erhielt zunächst den Posten eines
Kompaniechefs im Infanterie-Regiment 46. Dort übernimmt er am 12.10.1937 das
Kommando über die 6. und am 10.11.1938 über die 3. Kompanie des Regiments.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Polen erhält Daniel das Kommando über das
Ersatz-Bataillon des Regiments und wird bereits einen Monat später Kommandeur
des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 401. Betraut mit diesem Posten
erhält er am 01.03.1940 die Beförderung zum Major.
Am 20.01.1942 wird er mit der Führung des Infanterie-Regiments 391 beauftragt,
dessen Kommando er mit der Beförderung zum Oberstleutnant am 01.04.1942
übernimmt.
Als Oberstleutnant und Kommandeur des Infanterie-Regiments 391 der 170.
Infanteriedivision, Bestandteil der 17. Armee, erhielt er am 25.07.1942 das
Ritterkreuz.
Nachdem er am 30.11.1942 zum Obersten befördert wird, kommt er am 14.02.1943
in die Führerreserve des OKH. Danach kehrt er als Kommandeur zum nunmehrigen
Grenadier-Regiment 391 zurück, bis er am 05.10.1943 erneut in die
Führerreserve versetzt wird.
Vom 06.11.1943 bis zum 10.07.1944 ist er Ausbildungsoffizier für
Regiments-Kommandeure im Lehr-Stab der Infanterieschule Döberitz und wird
daraufhin für 5 Tage in die Führerreserve versetzt.
Dem schließt sich die Führung der 546. Sperr-Division, bzw. am 19.07.1944 der
45. Grenadier-Division an. Unter Beförderung zum Generalmajor erhält er am
01.10.1944 das Kommando über die 45. Grenadier-Division, die später in 45.
Volks-Grenadier-Division umbenannt wird. In Ausübung seines Kommandos wird er
am 18.03.1945 verwundet und erlebt das Kriegsende im Lazarett. Für seine
bisherigen Leistungen als Divisionskommandeur erhält er am 0.04.1945 das
Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Die Zeit bis zum 20.07.1947 verbringt er in englischer Kriegsgefangenschaft.
Richard Daniel starb am 04.05.1986 in Neumünster/Schleswig-Holstein.