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149. Schwerterträger Karl Decker
General der Panzertruppe

10.02.194416.09.194122.10.1939

Karl Decker wurde am 30.11.1897 als Sohn eines Kaiserlichen Offiziers in Borntin-Neustettin/Pommern geboren.

Im 1.Weltkrieg diente er anfangs als Unteroffizier im Infanterieregiment 54. Nachdem er für seine Tapferkeit zum Offiziersanwärter ernannt und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden war, wurde Decker 1915 zum Leutnant befördert. Kurz darauf erhielt er das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Nach einer Kommandierung zur Feldkriegsschule der 8. Armee im Jahr 1916, wurde Decker Zugführer in einer MG-Abteilung. Im weiteren Verlauf des Krieges war er auch Bataillonsadjutant. Im Jahr 1918 kam Decker als Waffenausbilder an die Infanterieschule Döberitz.

Nach der Kapitulation wurde Decker in die Reichswehr übernommen und diente dort beim Reserve-Jägerregiment 29, im Jägerregiment 5 und im Reiterregiment 6. Während dieser Zeit erhielt er seine Beförderungen zum Oberleutnant und zum Hauptmann. Als Major kam er 1936 in den Stab des Kavallerieregiments 15. Kurze Zeit später wurde er erneut versetzt. Diesmal in die Panzerabwehrabteilung 38, die er später als Kommandeur übernahm.

Im Polenfeldzug gehörte die Abteilung zur 2. Panzerdivision und kämpfte unter Deckers Führung bei Krakau und dem Jablonka-Paß.

Im Westfeldzug kommandierte Decker die I. Abteilung des Panzerregiments 3 in der 2. Panzerdivision während der Kämpfe an der Maas, bei Sedan, St. Quentin und Abbeville. Für seine Tapferkeit erhielt er die Spangen zum Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse und wurde zum Oberstleutnant befördert.

Im Balkanfeldzug stieß sein Regiment durch Jugoslawien und Nordgriechenland, besetzte Athen und überquerte den Kanal von Korinth. Decker führte auch hier von vorn und mit großem persönlichem Einsatz. Für die errungenen Erfolge wurde ihm am 13.06.1941 das Ritterkreuz verliehen.

Bevor der Russlandfeldzug begann wurde Decker zum Kommandeur des Panzerregiments 3 ernannt. Deckers Regiment kämpfte sich in harten Schlachten und unter z. T. widrigen Witterungsbedingungen über Wjasma, Brjansk bis in den Moskauer Raum durch. Am 01.02.1942 wurde Decker zum Oberst befördert.
Wenige Monate später wurde Decker in den Stabsdienst versetzt, u.a. beim Oberkommando der 9.Armee. Im April 1943 erhielt er dann wieder ein Frontkommando. Er übernahm die 5. Panzerdivision. Decker bewährte sich auch hier mehrfach, u.a. bei Shisdra, beim Entsatz des Kessels von Kowel und beim „Unternehmen Zitadelle“ und wurde am 01.12.1943 zum Generalmajor befördert. Auch während der schweren Rückzugschlachten der Heeresgruppe Mitte zeichnete sich Decker mehrmals aus. Am 04.05.1944 wurde er mit dem 466. Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet und zum Generalleutnant befördert.

Aufgrund seiner gezeigten Führungsqualitäten wurde Decker zum Kommandierenden General des XXXIX.(39.) Panzerkorps ernannt. Bis Ende des Jahres 1944 kämpfte Deckers Korps im Rahmen der 3. Panzerarmee erfolgreich, teils sehr harte, Verteidigungs- und Rückzugsschlachten. Am 01.01.1945 wurde Decker zum General der Panzertruppen befördert.
Nach der Verlegung an die Westfront kämpfte das Korps bei Uelzen und im Elsaß gegen die Amerikaner. Hier unterstand es der 5. Panzerarmee im Rahmen der Heeresgruppe B. Nachdem im April 1945 die Heeresgruppe im Ruhrkessel eingeschlossen wurde, ging es immer mehr dem Untergang entgegen. Decker wollte diesen Untergang aber nicht mehr mit ansehen.
Am 21.04.1945 wählte der General der Panzertruppe Karl Decker, im Alter von 47 Jahren, den Freitod. Am 26.04.1945 wurden Decker posthum die 149.Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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