|


Ritterkreuzträger Adam Dyroff
Major, Panzergrenadiere

       

Franz Adam Dyroff wurde am 06. Mai 1916 in Langstadt bei
Dieburg geboren, absolvierte vom 01.10.1935 bis zum 26.09.1936 seine
Arbeitsdienstpflicht bei der RAD-Abteilung 6/254 in Rheinheim, ab dem
01.02.1936 als Vormann, ab und trat am 13.10.1936 in die 12. (MG) Kompanie des
Infanterie-Regiments 115 in Worms ein. Nach der Grundausbildung wird er vom
12.08. bis zum 18.10.1938 zu einem Reserve-Offiziers-Anwärter-Lehrgang an die
Infanterieschule Döberitz kommandiert und ist dann, ab dem 01.11.1938
MG-Zugführer in der 8. (MG) Kompanie des Regiments.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung wird er auch mobmässig als Zugführer in
die Kompanie verwendet.
Ab dem 12.05.1940 im Westen im Einsatz, übernimmt Dyroff vom 01.11.1940 bis
zum 18.01.1942 die Führung der 9. Kompanie. Dabei verdiente er sich beim
Durchbruch durch die Weygand-Linie das Eiserne Kreuz II. Klasse.
Das Regiment war im Frühjahr 1941 zur Verwendung in Afrika vorgesehen, wofür
Dyroff am 08.03.1941 als tropendienstfähig eingestuft wurde. Kurzzeitig zur 5.
Kompanie kommandiert, wird er mit seiner Kompanie vom 12.04. bis zum
24.04.1941 nach Afrika überführt. Dort im Einsatz übernimmt Dyroff vom 19.01.
bis zum 19.10.1942 die Führung der 2. (gep.) Kompanie. Andere Quellen
berichten, daß er die Führung der Kompanie erst am 13.02.1942 übernahm. Für
die Abwehr sämtlicher Angriffe auf seine Kompanie im Raum El Alamein erhält er
das Deutsche Kreuz in Gold. Die Kompanie war dabei vom Gegner eingeschlossen
worden.
Am 28.11.1942 wird er mit Wirkung vom 20.10.1942 in das
Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 104 nach Landau in der Pfalz versetzt,
besucht vom 05.12. bis zum 18.04.1943 einen Umschulungslehrgang in Heidelberg
beim Umschulungsverband B und kommt vom 20.04. bis zum 30.09.1943 in das
Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 115 nach Darmstadt. Dabei
wird er vom 13.09. bis zum 09.10.1943 zu einem Abteilungsführer-Lehrgang an
der Abteilungsführer-Schule der Panzertruppen in Paris kommandiert.
Mit Wirkung vom 01.10.1943 in die Führer-Reserve des OKH, wird er am
26.10.1943 der Führer-Reserve des OKH beim OB Süd in Italien, zur Verwendung
als Kompanieführer für Panzergrenadiere versetzt und am 04.11.1943 zum Führer
der 10. Kompanie im Panzergrenadier-Regiment 382 ernannt.
Am 29.01.1944 wechselt er als Kompaniechef in das I. Bataillon des
Panzergrenadier-Regiments 129, wo er ab dem 29.12.1943 bereits als
Bataillons-Führer eingesetzt war. Vom 05.03. bis zum 04.04.1944 ist er Chef
der Stabs-Kompanie des I. Bataillons beim Panzergrenadier-Regiment 115 und ab
dem 05.04.1944 Führer des III. Bataillons des Regiments. Mit diesem steht er
im Rahmen der 15. Panzergrenadier-Division im Raum Cassino im Einsatz und
verdient sich dabei die Ehrenblattspange. Gegen vier voll ausgerüstete
amerikanische Bataillone behauptete sich Dyroff, verhinderte die Ausbreitung
der Brückenkopfe und schlug den Gegner vollends zurück.
Später an die Westfront verlegt zeichnete sich Dyroff bei
Heinsberg-Geilenkirchen erneut aus. Im Gegenangriff brach das Bataillon in
eine zäh verteidigte Ortschaft ein, vernichtete in einem schweren Häuserkampf
acht gegnerische Panzer, erbeutete mehrere Pak-Geschütze und machte zahlreiche
Gefangene. Der Gegner zog daraufhin seine Kräfte zusammen und schloss
Ortschaft und Bataillon ein. Fortan war das Bataillon schweren Angriffen
ausgesetzt, denen es jedoch standhielt. Gegen Abend löste sich das Bataillon
vom Gegner und brach unter Mitnahme sämtlichen Materials und der Gefangenen zu
den eigenen Linien durch. Das Aushalten des Bataillons band starke Kräfte des
Gegners und ermöglichte so den Aufbau einer neuen Widerstandslinie. Dafür
erhielt Dyroff am 11.12.1944, als Major und Kommandeur des III. Bataillons des
Panzergrenadier-Regiments 115, das Ritterkreuz.
Am 26.12.1944 wird er bei Mande-St. Etienne in Belgien durch ein
Artilleriegeschoss an der rechten Schulter verwundet. Eine weitere Verwundung
erleidet er am 10.01.1945 und soll dann zu einen Korps-Adjutanten-Lehrgang
kommandiert werden, zu dem er am 23.01.1945 aufgrund der Verwundung nicht
freigegeben wird. Erst am 05.02.1945 wird er "kv" aus dem Lazarett
entlassen und am 01.03.1945 zum Kommandeur des I. Bataillons ernannt. Als
solcher wird er am 04.03.1945 unter gleichzeitiger Kommandierung zum
Regiments-Führer-Lehrgang an der Panzertruppenschule Bergen, in die
Führer-Reserve versetzt. Mit Ende des Lehrgangs kehrt er zum Regiment zurück,
dessen Führung er ab dem 19.04.1945 übernimmt.
Nach dem Krieg arbeitete Dyroff als Unternehmer.
Franz Adam Dyroff verstarb am 24. März 1998 und wurde auf dem Friedhof
Darmstadt-Eberstadt beigesetzt.
|
Beförderungen |
|
Auszeichnungen |
|
ROA |
30.09.1937 (ernannt) |
|
Reichsjugend-Sportabzeichen |
29.09.1933 |
|
Gefreiter |
01.10.1937 |
|
Reichssportabzeichen |
12.07.1934 |
|
Unteroffizier |
01.06.1938 (überzählig) |
|
SA-Sportabzeichen |
17.09.1934 |
|
Feldwebel |
01.11.1938 (überplanmäßig) |
|
Schießauszeichnung sMG |
1937/1938 |
|
Leutnant der Reserve |
01.04.1939 m. Wirk. v. 01.04.1939 (RDA v. 01.10.1939(1118)) |
|
Schutzwall-Ehrenzeichen |
20.03.1940 |
|
Leutnant |
21.08.1939 -4370- m. Wirk. v. 01.09.1939 im Heer angestellt |
|
Eisernes Kreuz II. Klasse |
20.06.1940
(23.06.1940) |
|
Leutnant |
31.12.1939 erh. RDA v. 01.09.1939(1903) |
|
Infanterie-Sturmabzeichen |
22.10.1940 (20.11.1940) |
|
Oberleutnant |
09.11.1941 -5700- m. Wirk. v. 01.12.1941 (RDA v. 01.12.1941(344)) |
|
Eisernes Kreuz I. Klasse |
28.11.1940 (15.11.1940)
(20.11.1940) |
|
Hauptmann |
10.03.1943 -1810- m. Wirk. v. 01.01.1943 (RDA v. 01.12.1943 (318b))
vorzugsweise |
|
Ital. Tapferkeitsmedaille in Bronze |
16.10.1941 |
|
Major |
20.09.1944 -1202- m. Wirk. v. 01.07.1944 (RDA v. 01.07.1944(78))
|
|
Verwundetenabzeichen in Schwarz |
29.01.1942 (01.03.1942) |
|
|
|
|
Deutsch-Ital. Erinnerungsmedaille für Afrikakämpfer |
01.03.1942 |
|
|
|
|
Deutsches Kreuz in Gold |
08.08.1942 |
|
|
|
|
Ärmelband Afrika |
01.10.1943 (04.10.1943) |
|
|
|
|
Nennung im Ehrenblatt für Tat vom 12.-16.05.1944 bei Cassino |
17.07.1944 |
|
|
|
|
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
11.12.1944 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:
|