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Ritterkreuzträger Adam Dyroff
Major, Panzergrenadiere

08.08.194217.07.1944

Franz Adam Dyroff wurde am 06. Mai 1916 in Langstadt bei Dieburg geboren, absolvierte vom 01.10.1935 bis zum 26.09.1936 seine Arbeitsdienstpflicht bei der RAD-Abteilung 6/254 in Rheinheim, ab dem 01.02.1936 als Vormann, ab und trat am 13.10.1936 in die 12. (MG) Kompanie des Infanterie-Regiments 115 in Worms ein. Nach der Grundausbildung wird er vom 12.08. bis zum 18.10.1938 zu einem Reserve-Offiziers-Anwärter-Lehrgang an die Infanterieschule Döberitz kommandiert und ist dann, ab dem 01.11.1938 MG-Zugführer in der 8. (MG) Kompanie des Regiments.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung wird er auch mobmässig als Zugführer in die Kompanie verwendet.
Ab dem 12.05.1940 im Westen im Einsatz, übernimmt Dyroff vom 01.11.1940 bis zum 18.01.1942 die Führung der 9. Kompanie. Dabei verdiente er sich beim Durchbruch durch die Weygand-Linie das Eiserne Kreuz II. Klasse.
Das Regiment war im Frühjahr 1941 zur Verwendung in Afrika vorgesehen, wofür Dyroff am 08.03.1941 als tropendienstfähig eingestuft wurde. Kurzzeitig zur 5. Kompanie kommandiert, wird er mit seiner Kompanie vom 12.04. bis zum 24.04.1941 nach Afrika überführt. Dort im Einsatz übernimmt Dyroff vom 19.01. bis zum 19.10.1942 die Führung der 2. (gep.) Kompanie. Andere Quellen berichten, daß er die Führung der Kompanie erst am 13.02.1942 übernahm. Für die Abwehr sämtlicher Angriffe auf seine Kompanie im Raum El Alamein erhält er das Deutsche Kreuz in Gold. Die Kompanie war dabei vom Gegner eingeschlossen worden.
Am 28.11.1942 wird er mit Wirkung vom 20.10.1942 in das Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon 104 nach Landau in der Pfalz versetzt, besucht vom 05.12. bis zum 18.04.1943 einen Umschulungslehrgang in Heidelberg beim Umschulungsverband B und kommt vom 20.04. bis zum 30.09.1943 in das Panzergrenadier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 115 nach Darmstadt. Dabei wird er vom 13.09. bis zum 09.10.1943 zu einem Abteilungsführer-Lehrgang an der Abteilungsführer-Schule der Panzertruppen in Paris kommandiert.
Mit Wirkung vom 01.10.1943 in die Führer-Reserve des OKH, wird er am 26.10.1943 der Führer-Reserve des OKH beim OB Süd in Italien, zur Verwendung als Kompanieführer für Panzergrenadiere versetzt und am 04.11.1943 zum Führer der 10. Kompanie im Panzergrenadier-Regiment 382 ernannt.
Am 29.01.1944 wechselt er als Kompaniechef in das I. Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 129, wo er ab dem 29.12.1943 bereits als Bataillons-Führer eingesetzt war. Vom 05.03. bis zum 04.04.1944 ist er Chef der Stabs-Kompanie des I. Bataillons beim Panzergrenadier-Regiment 115 und ab dem 05.04.1944 Führer des III. Bataillons des Regiments. Mit diesem steht er im Rahmen der 15. Panzergrenadier-Division im Raum Cassino im Einsatz und verdient sich dabei die Ehrenblattspange. Gegen vier voll ausgerüstete amerikanische Bataillone behauptete sich Dyroff, verhinderte die Ausbreitung der Brückenkopfe und schlug den Gegner vollends zurück.
Später an die Westfront verlegt zeichnete sich Dyroff bei Heinsberg-Geilenkirchen erneut aus. Im Gegenangriff brach das Bataillon in eine zäh verteidigte Ortschaft ein, vernichtete in einem schweren Häuserkampf acht gegnerische Panzer, erbeutete mehrere Pak-Geschütze und machte zahlreiche Gefangene. Der Gegner zog daraufhin seine Kräfte zusammen und schloss Ortschaft und Bataillon ein. Fortan war das Bataillon schweren Angriffen ausgesetzt, denen es jedoch standhielt. Gegen Abend löste sich das Bataillon vom Gegner und brach unter Mitnahme sämtlichen Materials und der Gefangenen zu den eigenen Linien durch. Das Aushalten des Bataillons band starke Kräfte des Gegners und ermöglichte so den Aufbau einer neuen Widerstandslinie. Dafür erhielt Dyroff am 11.12.1944, als Major und Kommandeur des III. Bataillons des Panzergrenadier-Regiments 115, das Ritterkreuz.
Am 26.12.1944 wird er bei Mande-St. Etienne in Belgien durch ein Artilleriegeschoss an der rechten Schulter verwundet. Eine weitere Verwundung erleidet er am 10.01.1945 und soll dann zu einen Korps-Adjutanten-Lehrgang kommandiert werden, zu dem er am 23.01.1945 aufgrund der Verwundung nicht freigegeben wird. Erst am 05.02.1945 wird er "kv" aus dem Lazarett entlassen und am 01.03.1945 zum Kommandeur des I. Bataillons ernannt. Als solcher wird er am 04.03.1945 unter gleichzeitiger Kommandierung zum Regiments-Führer-Lehrgang an der Panzertruppenschule Bergen, in die Führer-Reserve versetzt. Mit Ende des Lehrgangs kehrt er zum Regiment zurück, dessen Führung er ab dem 19.04.1945 übernimmt.
Nach dem Krieg arbeitete Dyroff als Unternehmer.
Franz Adam Dyroff verstarb am 24. März 1998 und wurde auf dem Friedhof Darmstadt-Eberstadt beigesetzt.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

ROA 30.09.1937 (ernannt) Reichsjugend-Sportabzeichen 29.09.1933
Gefreiter 01.10.1937 Reichssportabzeichen 12.07.1934
Unteroffizier 01.06.1938 (überzählig) SA-Sportabzeichen 17.09.1934
Feldwebel 01.11.1938 (überplanmäßig) Schießauszeichnung sMG 1937/1938
Leutnant der Reserve 01.04.1939 m. Wirk. v. 01.04.1939 (RDA v. 01.10.1939(1118)) Schutzwall-Ehrenzeichen 20.03.1940
Leutnant 21.08.1939 -4370- m. Wirk. v. 01.09.1939 im Heer angestellt Eisernes Kreuz II. Klasse 20.06.1940
(23.06.1940)
Leutnant 31.12.1939 erh. RDA v. 01.09.1939(1903) Infanterie-Sturmabzeichen 22.10.1940 (20.11.1940)
Oberleutnant 09.11.1941 -5700- m. Wirk. v. 01.12.1941 (RDA v. 01.12.1941(344)) Eisernes Kreuz I. Klasse 28.11.1940 (15.11.1940)
(20.11.1940)
Hauptmann 10.03.1943 -1810- m. Wirk. v. 01.01.1943 (RDA v. 01.12.1943 (318b)) vorzugsweise Ital. Tapferkeitsmedaille in Bronze 16.10.1941
Major 20.09.1944 -1202- m. Wirk. v. 01.07.1944 (RDA v. 01.07.1944(78)) Verwundetenabzeichen in Schwarz 29.01.1942 (01.03.1942)
Deutsch-Ital. Erinnerungsmedaille für Afrikakämpfer 01.03.1942
Deutsches Kreuz in Gold 08.08.1942
Ärmelband Afrika 01.10.1943 (04.10.1943)
Nennung im Ehrenblatt für Tat vom 12.-16.05.1944 bei Cassino 17.07.1944
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 11.12.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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