Bruno Ehm wurde am 09.08.1920 in
Arnsdorf im kreis Heilsberg geboren und trat laut Meldung vom 01.08.1939 der
4. Kompanie des Bau-Bataillons 308 bei. Am 18.12.1939 wird er dann zum
Wehr-Bezirks-Kommando Marienburg versetzt und der 4. Kompanie des
Ergänzungs-Bataillon im Infanterie-Regiment 3 zugeteilt. Von dort wechselt er
laut einer Meldung vom 08.02.1940 zur 61. Infanterie-Division, wo er mglw. der
4. (MG) Kompanie im
Infanterie-Regiment 162 zugeteilt wurde, denn laut Meldung
vom 23.11.1940 wechselt er von dieser in die 12. Kompanie des Regiments. Es
weist also alles auf eine Teilnahme am Feldzug im Westen des Jahres 1940 hin.
Mit seiner 12. Kompanie nimmt Ehm dann auch ab Anfang des Ostfeldzuges an den
Kämpfen teil und befindet sich mit Meldung vom 06.05.1942 nach wie vor bei der
12. Kompanie. In der Folge sind die Informationen etwas widersprüchlich, aber
es scheint, daß Ehm zunächst wieder in die 4. (MG) Kompanie versetzt wurde,
aber mit Meldung vom 13.12.1943 wieder zur 12. Kompanie zurückkehrte.
Im Frühjahr 1944 gehörte er dann wohl der 8. Kompanie an und wird mit Meldung
vom 14.04.1944 in das Feld-Ausbildungs-Bataillon 161 der 61.
Infanterie-Division versetzt. Er kehrte aber wieder zur 8. Kompanie zurück und
wird dort mit Meldung vom 15.08.1944 verwundet. Die Verwundung kann nicht
schwer gewesen sein, denn er wird lediglich in das Feld-Ersatz-Bataillon 161
versetzt, kehrt aber schon mit Meldung vom 18.08.1944 wieder in die 8.
Kompanie zurück, wo er den Posten eines Zugführers übernimmt.
Am 13.01.1945, gegen 07.00 Uhr griff der weit überlegene Gegner die Stellungen
des Grenadier-Regiments 162 unter dem Kommando von Oberstleutnant Beddies,
südlich der Bahnlinie Gumbinnen-Eydkuhnen, inkl. Bahnhof Trakehnen, an. Dabei
wehrte Ehm am 14.01.1945 mit seinem Zug alle Angriffe und Durchbruchsversuche
am Bahnhof Trakehnen erfolgreich ab. Ehm, stets Vorbild an Tapferkeit und Mut,
verhinderte mit seinem Zug den Durchbruch des Gegners der für die Division und
das Korps weitreichende Folgen gehabt hätte. Dafür wird Ehm als Oberfeldwebel
und Zugführer in der 8. Kompanie des Grenadier-Regiments 162 am 01.02.1945 mit
dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Das Ritterkreuz und das Vorläufige
Besitzzeugnis wurden am 07.02.1945 zur Aushändigung an den Beliehenen an die
Heeresgruppe Nord abgesendet.
Kurz vor Kriegsende erfolgte dann die Beförderung zum Leutnant, wegen
Tapferkeit vor dem Feind. Bruno Ehm verstarb am 04.12.1969 in Wiesbaden.