Aloisius Eisele wurde am 22.02.1914 in Salach,
Krs. Göppingen, Württemberg geboren und trat 1934 der MG-Kompanie des
Infanterie-Regiments 13 bei und kam 1935 zum Infanterie-Regiment 56 nach Ulm.
Hier wird er am 01.05.1940 zum Leutnant befördert.
Mit Beginn des Westfeldzuges Zugführer erwirbt er sich durch Tapferkeit vor
dem Feind das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse.
Als Chef der MG-Kompanie wird er mit seinem Regiment nach Münsingen verlegt
und dort in das Infanterie-Regiment 421, der 125. Infanterie-Division,
eingegliedert.
Mit ihr nimmt er am Ein- und Vormarsch in Russland teil und wird bei den
Kämpfen um Rostow am Don, schwer verwundet.
Nach seiner Genesung erhält er das Kommando über die 9. Kompanie des
Infanterie-Regiments 61, der 7. Infanterie-Division. Später übernimmt er das
Kommando über das III. Bataillon.
Während der schweren Rückzugskämpfe im Bereich des mittleren Dnjepr hält
Eisele zusammen mit 50 Grenadieren 12 Stunden im schwersten Trommelfeuer aus
und wehrt starke gegnerische Angriffe ab. Dafür wird er am 15.12.1943, als
Hauptmann und Kommandeur des III. Bataillons des Grenadier-Regiments 61, das
Ritterkreuz.
Während der Rückzugskämpfe im Sommer 1944 aus dem Pripjet-Gebiet und Anfang
September am Bug, zeichnet er sich wiederholt durch besondere Tapferkeit aus
und konnte einen tiefen Einbruch abriegeln.
Hierfür erhielt er am 12.01.1945 als Major und Kommandeur des III. Bataillons
des Grenadier-Regiments 61 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Zur Zeit der Verleihung der Nahkampfspange in Gold, für 50 Nahkampftage, war
er zu Gast des Reichsführer-SS in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des
Ersatzheeres. Eine vorgesehene Verwendung als Adjutant bei Himmler, konnte er
mit allen Kräften verhindern.
Nach amerikanischer Gefangenschaft ging Eisele in die Wirtschaft und machte
sich auch dort einen Namen, bis er 1979 in den Ruhestand ging.