Ritterkreuzträger
Ludwig Erath
Feldwebel der Reserve, Grenadiere






Ludwig Erath wurde am 03.04.1919 in Großdorf
b. Egg/Bez. Bregenz/Österreich geboren.
Nach Eintritt zum RAD am 01.04.1939 in Hohenems/Vorarlberg (Österreich) trat
er am 10.01.1940 der Wehrmacht bei.
Nach seiner militärischen Grundausbildung wird er zur 3. Kompanie des
Flieger-Ausbildungs-Regiments 13 in Neubiberg bei München überstellt, von wo
aus er später an die Flugzeugführer-Schule A/B 120 nach Prenzlau in Pommern
kommandiert wird.
Mit Meldung vom 08.11.1942 gehörte er der 7. Kompanie des
Luftwaffen-Jäger-Regiments 18, der Luftwaffen-Feld-Division 9 an, wo er nach
der Umbenennung in Jäger-Regiment 18 (L) der 9. Feld-Division (L) im Januar
1944 im Raum Pleskau verwundet wird.
Bereits im Februar 1944 kehrte er zur Division zurück und kam zunächst in die
1. Kompanie bzw. am 06.02.1944 wieder zurück zu seiner 7. des Jäger-Regiments
18 (L).
Nach einer erneuten Verwundung kommt er zurück ins Reich und gehört mit
Meldung vom 11.04.1944 der 1. Genesenden-Kompanie des
Grenadier-Ersatz-Bataillons I./135 in Ried an und erhält vom 14.04.1944 bis
zum 13.05.1944 zunächst Genesungsurlaub und vom 16.06.1944 bis zum 29.06.1944
Landwirtschafts-Hilfs-Urlaub.
Mit Meldung vom 22.08.1944 befindet er sich zunächst im Erweiterten
Krankenrevier der Artillerie-Kaserne in Steyr, wo er am 05.09.1944 als "Gesund
und marschfähig" eingestuft wird.
So kommt er laut Meldung vom 29.09.1944 zur 8. Kompanie des
Grenadier-Regiments 351, der 183. Volks-Grenadier-Division.
Als Unteroffizier und Truppführer in der 8. Kompanie des Grenadier-Regiments
351, erhielt er am 24.12.1944 das Ritterkreuz. Der Vorschlag zum Ritterkreuz
ging bereits am 20.12.1944 beim Heeres-Personalamt ein. Als Begründung wurde
die Tat des Unteroffiziers während der 2. Abwehrschlacht um Geilenkirchen
genannt, wo der Feldwebel Erath am 18.11.1944 nach dem Tode des
Kompanieführers mit einer kleinen Schar von Soldaten, den Ort Fürthenrode
mehrere Stunden gegen weit überlegenen Feind heilt und im Gegenstoß zusammen
mit 3!! Mann den Feind in die Flucht schlug und sich daraufhin wieder zu den
eigenen Linien zurückkämpfte. Die Verleihung wurde durch den
Divisionskommandeur Generalleutnant Lange und im Beisein des stellvertretenden
Kommandierenden Generals des XII. SS-Armeekorps General der Infanterie
Blumentritt und dem Ia der 183. Volks-Grenadier-Division Major i.G. Jabs
durchgeführt.
Am 03.01.1945 zum Reserve-Offiziersanwärter ernannt wird der Träger der
Schützenschnur Stufe I ( seit dem 17.10.1942) gleichzeitig in den Stab seines
Regiments versetzt, wo er am 10.01.1945 zum Fahnenjunker-Feldwebel der Reserve
befördert wird.
Nach einem Sonderurlaub vom 27.02.1945 bis zum 16.03.1945 geriet er im April
1945 in französische Gefangenschaft, aus der er am 12.05.1945 entlassen wurde.
Zurück in der österreichischen Heimat arbeitet er vom 30.08.1945 bis zum
30.06.1979 bei der Stadtpolizei Bregenz/Vorarlberg, wo er bis zum
Abteilungs-Inspektor aufsteigt.
Ludwig Erath starb am 30.04.1998 in Lochau/Vorarlberg/Österreich.