Otto Eske wurde am 12.06.1917 in Hagen in der Provinz
Pommern geboren. Nach weiteren Quellen, wird auch das Geburtsdatum
12.05.1917 genannt, ebenso wie als Heimatstadt Schivelbein in Pommern.
Im Frühjahr 1936 trat er zum Arbeitsdienst, wo er die Führerlaufbahn
einschlug, doch bereits im November 1936 trat er dem Heer bei und gehörte
laut Meldung vom 24.08.1939 zur 5. (Jäger) Kompanie im Infanterie-Regiment
4, welches der
32. Infanterie-Division unterstellt wurde.
Mit seiner Kompanie nahm er am Westfeldzug teil und muss dann in die 10.
Kompanie gewechselt sein. Denn nach Abschluss der Kämpfe im Westen,
wechselte Eske mit Meldung vom 26.09.1940 wieder zurück in die 5. (Jäger)
Kompanie.
Am 24.06.1941, zwei tage nach Beginn der Kämpfe an der Ostfront, kommt es im
Wald von Lasiskiai zu einem Gefecht gegen sowjetische Einheiten.
Mittlerweile Zugführer riss Eske seine Soldaten unerschrocken und kühn
vorwärts und durchstieß an der Spitze des Bataillons den in Feldstellungen
eingerichteten Gegner. Eske schuf damit die Voraussetzungen, dass der schwer
bewaffnete und zäh kämpfende Gegner in Stärke von nicht weniger als zwei
Bataillonen umzingelt und mit geringen eigenen Verlusten gefangen genommen
werden konnte. Durch seine Tapferkeit bereitete er der gesamten Division im
Kampf um Marjampol die nötigen Voraussetzungen für ein Schnelles
Vorwärtskommen.
Eske erhielt für diese Tat als Feldwebel und Zugführer in der 5. (Jäger)
Kompanie im Infanterie-Regiment 4 am 27.07.1941 das Ritterkreuz. Während der
Kämpfe an der Ostfront wird er zumindest einmal leicht verwundet, verbleibt
aber wohl bei der Truppe.
Am 08.11.1941 ergeht der Befehl zum Angriff auf die Ortschaft Salesje, am
Pestow-See, südlich des Ilmensees. Dabei fällt Otto Eske als Feldwebel und
Zugführer in seiner 5. Kompanie durch Kopfschuss. Seine sterblichen
Überreste wurden bisher nicht geborgen.