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Ritterkreuzträger Friedrich Foertsch
Generalleutnant

Friedrich Foertsch wurde am 19.05.1900 in Drahnow im Kreis Deutsch-Krone (Westpreußen), als Sohn eines frankenstämmigen Landwirts, geboren. Ein Bruder, Hermann, wurde später selbst General der Infanterie.
Nach seiner schulischen Ausbildung trat er  am 21.05.1918 als Fahnenjunker dem Infanterie-Regiment 175 und rückte noch 6 Wochen vor Kriegsende ins Feld. Mit Ende des 1. Weltkrieges trat er 1919 dem Freikorps "Feldmarschall Hindenburg" bei und kommt am 01.01.1921 in das Infanterie-Regiment 17 nach Goslar, wo er am 01.04.1922 zum Leutnant im III./ Infanterie-Regiment 17 befördert wird. Vom 01.10.1927 bis zum 15.04.1935 Adjutant des Jäger-Bataillons des Regiments, erhält er nach einer guten Note in der Wehrkreisprüfung vom 01.10.1932 bis 1935 eine Kommandierung auf die Berliner Kriegsakademie und kommt dann ab Mitte April 1935 in den Stab des Kommandoamtes nach Königsberg.
In die Wehrmacht übernommen wird er am 01.10.1937 zum Chef einer Kompanie im Infanterie-Regiment 81 ernannt und erhält daraufhin am 01.10.1938 den Posten des 2. Generalstabsoffiziers beim III. Armee-Korps. Mit diesem Korps nimmt er am Polen-Feldzug teil und wird nach Ende der Kämpfe am 25.10.1939 zum Ia der 60. Infanterie-Division ernannt. Mit dieser an den erfolgreichen Operationen des Westfeldzuges beteiligt, wird Foertsch am 01.10.1940 zum Gruppenleiter I für Ausbildungsfragen im Stab beim Chef der Heeres-Ausrüstung und beim Befehlshaber des Ersatzheeres.
Im Zuge der Kämpfe im Osten erneut erfolgreich, wird er am 01.06.1942 zum Ia der 18. Armee ernannt, wo er ab dem 01.12.1943 den Posten des Chefs des Generalstabes übernimmt. Als solcher wird er am 05.09.1944, als Generalmajor und Chef des Stabes der 18. Armee, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Durch die schweren Rückzugskämpfe und der Einkesselung deutscher Truppen in Kurland, wird Foertsch am 25.01.1945 zum Chef des Generalstabes der Heeresgruppe "Kurland" ernannt, wo er am 11.05.1945 in Kuldiga in sowjetische Gefangenschaft gerät, aus der er erst am 09.10.1955 entlassen wird. Währen dieser Zeit wurde er in den Lagern Nr. 27, 48, 362 und im Zuchthaus Nr. 2 in Moskau gefangen gehalten.
Zurück in der Heimat trat er am 01.01.1956 der neuen Bundeswehr bei und wird zunächst mit der Führung des Kommandos des II. Korps beauftragt. Ab dem 01.04.1957 dann Kommandeur der 2. Grenadier-Division in Gießen, wird er am 01.01.1959 zum Stellvertreter des Chefs des Stabes für Planung und Grundsatzfragen bei der NATO in Paris, im dortigen NATO-Hauptquartier SHAPE, ernannt. Unter anderem war er nach Adolf Heusinger, ab dem 01.04.1961,  Generalinspekteur der Bundeswehr, was von der Sowjetunion als " ...arroganten unfreundlichen Akt gegenüber der Sowjetunion" angesehen wurde, da Foertsch in Russland als Kriegsverbrecher verurteilt wurde. So hieß es in der damaligen Anklageschrift vom 25.06.1950:

" [...] ...daß die ihm unterstellten Truppen und Verbände die Städte Pskow, Nowgorod und Leningrad zerstört und historische Kunstdenkmäler in den Städten Gatschina, Peterhof, Pawlowsk und Puschkin vernichtet haben ...".

Der Urteilsspruch lautete 25 Jahre Arbeitsbesserungslager.

Mit Ende seiner Dienstzeit wird er am 31.12.1963 in den Ruhestand verabschiedet. Bei der Flutkatastrophe 1962 in Hamburg schickte er Soldaten zur Unterstützung der Bevölkerung, wofür er hoch geehrt wurde und die Bundeswehr selbst in ein gutes, angesehenes Licht rückte. Außerdem setzte er sich während seiner Dienstzeit für das Leopard- und Starfighter-Programm ein und steigerte die Truppenstärke der Armee auf über 300.000 Soldaten.
Aus der Ehe mit seiner Frau Hildegard entstammen insgesamt vier Kinder.
Friedrich Foertsch verstarb am 14.12.1976 in Goslar.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fahnenjunker 21.05.1918 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 07.07.1919
Fähnrich 01.01.1921 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Leutnant 01.04.1922 Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Oberleutnant 01.02.1927 Deutsches Kreuz in Gold 10.05.1943
Hauptmann 01.04.1934 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 05.09.1944
Major 01.08.1938 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband ???
Oberstleutnant 01.11.1940
Oberst 01.06.1942
Generalmajor 01.06.1944
Generalleutnant 01.03.1945
Generalmajor (Bw) 01.01.1956
Generalleutnant (Bw) 01.12.1958
General (Bw) 09.05.1961

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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