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445. Eichenlaubträger Johannes Frießner
Generaloberst

09.07.1943

Johannes Frießner wurde am 22.03.1892 in Chemnitz, als Sohn eines Oberbaurats, geboren und trat am 20.03.1911 als Fahnenjunker dem Infanterie-Regiment 103 bei, wo er am 09.08.1912 zum Leutnant befördert wurde. Während seiner Zeit im Regiment besucht er unter anderem die Kriegsschule Hannover.
Im August 1912 wird er Zugführer seines Regiments in Bautzen und ab dem 23.09.1913 beim Infanterie-Regiment 179. Mit Beginn des 1. Weltkrieges ist er Adjutant des I. Bataillons und wird in dieser Position am 22.05.1916 zum Oberleutnant befördert.
Am 04.12.1916 ist er 1. Ordonnanz-Offizier im Stab der 24. Infanteriedivision und kehrt bei Kriegsende zum Infanterie-Regiment 179 zurück.
Am 02.03.1919 ist er Adjutant der Infanterie-Brigade 63 und kommt am 01.04.1919 als 1. Ordonnanz-Offizier in den Stab der Reichswehr-Brigade 3, von dort wird er am 16.05.1921 als Adjutant in das I. Bataillon des Infanterie-Regiments 24 versetzt und wird am 01.01.1921 Zugführer im Infanterie-Regiment 10.
Am 01.10.1921 wechselt er zum Reiter-Regiment 12 und erhält im Stab der 4. Division eine Führergehilfen-Ausbildung. Weiterhin wird er hier am 01.09.1922 zum Rittmeister befördert.
Vom 01.10.1922 bis zum 01.05.1924 versieht er seinen Dienst im Stab des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 10 und wird danach Chef der 5. Kompanie des Regiments in Bautzen.
Als Taktik-Ausbilder und Adjutant der Infanterieschule, kommt er am 01.10.1928 nach Dresden und wird dort am 01.04.1933 zum Major befördert. Von dort erhält er am 01.10.1934 das Kommando über das II. Bataillon des Infanterie-Regiments 82 in Göttingen, wo er am 01.10.1935 zum Oberstleutnant befördert wird und am 15.10.1935 als Lehrgruppenkommandeur "B" an die Kriegsschule nach Potsdam wechselt. Dort wird er, unter Beförderung zum Obersten, am 01.03.1938 als Chef des Stabes der Inspektion der Kriegsschulen (I) ins OKH nach Berlin versetzt. Dort erhält er am 26.08.1939 den Posten des Inspekteur der Erziehungs- und Bildungswesens beim Heer und am 14.08.1940 die Beförderung zum Generalmajor.
Am 01.05.1942 ist er Kommandeur der 102. Infanteriedivision und wird am 16.10.1942 zum Generalleutnant ernannt. Als solcher bekommt er am 20.01.1943 die Ernennung zum Führer des XXIII. Armeekorps und am 01.04.1943, unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Infanterie, den Posten des Kommandierenden Generals dieses Korps. In dieser Dienststellung erfolgte am 23.07.1943 die Verleihung des Ritterkreuzes.
Frießner steht dann vom 31.01.1944 bis zum 02.02.1944 zur Verfügung der Heeresgruppe "Nord" und wird dann Kommandeur der Heeresgruppe "Frießner", bzw. wird am 23.02.1944 mit der Führung des Heeres-Abschnittes "Narwa" beauftragt, dessen Kommando er am 20.04.1944 übernimmt. Für die Kämpfe dieser Einheiten erhält Frießner am 09.04.1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Am 03.07.1944 übernimmt er den Oberbefehl über die Heeresgruppe "Nord" und wird am 23.07.1944 zum generalobersten befördert.
Frießner übernimmt dann am 25.07.1944 den Oberbefehl über die Heeresgruppe "Nordukraine" und am 23.09.1944 den Oberbefehl über die Heeresgruppe "Süd". Dort wird er am 23.12.1944 in die Führerreserve versetzt und gerät so am 08.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 17.11.1947 wieder entlassen wird.
Im Nachkriegsdeutschland setzte sich Frießner unermüdlich für die Freilassung kriegsveruteilter Kameraden ein und gründete den Verband deutscher Soldaten.
Johannes Frießner verstarb am 26.06.1971 in Bayerisch-Gmain.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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