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Quelle: A1

Ritterkreuzträger Hermann Geyer
General der Infanterie

Hermann Geyer wurde am 07.07.1882 in Stuttgart geboren und trat am 04.07.1900 als Fahnenjunker dem 1. Württembergischen Grenadier-Regiment "Regiment Olga" Nr.119 bei, wo er am 18.10.01 die Beförderung zum Leutnant erhielt.
Bis zum 14.02.1906 bei seinem Regiment tat er zwischenzeitlich beim 13. Pionier-Bataillon seinen Dienst. Seine nächste Dienststellung fand er bis zum 17.09.1909 beim I. See-Bataillon in Kiel. Danach kehrte er zunächst wieder zu seinem Stammregiment zurück und besuchte vom 01.10.1909 bis Juli 1912 zugleich die Kriegsakademie.
Nach der Versetzung in den Grossen Generalstab am 22.03.1913, sowie später auch zum Generalstab des Gouvernement "Köln", wird er hier am 02.08.1914 zum Hauptmann befördert.
Es schließt sich am 15.05.1916 die Versetzung zum Füsilier-Regiment 33 an, wo er am 21.05.1916 zum Kompaniechef ernannt wird. Am 01.06.1919 wird er stellvertretender Kommandeur des I. Bataillons und kommt dann am 02.07.1916 zum Chef des Generalstabes des Feldheeres bzw. zur Reserve-Infanterie-Brigade 103.
Ab Mitte August gehört er zum Stab der 199. Infanterie-Division und kommt am 15.09.1916 erneut in den Generalstab des Feldheeres bzw. gegen Kriegsende zur Waffenstillstands-Kommission nach Spa. Vom 14.03.1919 bis zum 15.06.1919 ist er Mitglied der Deutschen Friedensdelegation und kommt dann bis zum 01.10.1919 in den Großen Generalstab.
Anschließend arbeitet er im Reichswehrministerium und tritt am 01.03.1922 seinen Dienst im Stab des Kommandanten des Truppenübungsplatzes Döberitz an, wo er am 20.03.1922 zum Major befördert wird.
Bereits am 01.05.1922 erhält er ein Truppenkommando als Kompaniechef beim Infanterie-Regiment 13 und beginnt am 01.10.1923 einen Dienst im Stab der 5. Division.
Am 01.02.1927 wird er zum Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 13 ernannt und in dieser Position am 01.02.1927 zum Oberstleutnant befördert.
Vom 01.10.1928 bis zum 01.02.1931 arbeitet er erneut im Reichswehrministerium, wo er am 01.11.1928 zum Abteilungsleiter, sowie am 01.02.1930 zum Oberste befördert wird.
In der Folge erhält er das Kommando über das Infanterie-Regiment 17 und wird am 01.10.1932 Infanterieführer V, in dessen Eigenschaft er am 01.12.1932 zum Generalmajor befördert wird.
Am 01.02.1933 wird er zum Chef des Generalstabes des Gruppenkommandos 2 ernannt und am 01.01.1934 zum Generalleutnant befördert. Weiterhin erhält er am, 01.08ö1934 das Kommando über die 5. Division und gleichzeitig das Kommando über den Wehrkreis V.
Dem schließt sich am 16.05.1935 der Posten des Kommandierenden Generals des V. Armee-Korps, sowie der des Kommandeurs des Wehrkreises V an. Hier wird er am 01.06.1936 zum General der Infanterie befördert. Am 30.04.1939 wird er vorzeitig verabschiedet. Geyer war darüber zutiefst verbittert und erklärte dies mit einer negativen Bemerkung gegenüber des Postministers Ohnesorge, die dieser anscheinend als schwarzmalende Kritik gegenüber des NS-Staates ausmalte. Geyer erwarb das Recht zum Tragen der Uniform des Infanterie-Regiments 119.
Im Zuge des Mobilmachungsbefehls wird er am 25.10.1939 zum Kommandierenden General des IX. Armee-Korps ernannt, mit dem er am West- und Ostfeldzug teilnimmt. Während der erfolgreichen Kämpfe im Westen erhielt er am 25.06.1940 das Ritterkreuz.
Im Zuge der Rückzugskämpfe im Winter 1941/42 an der Ostfront wird unter anderem auch Geyer zur Führerreserve versetzt, was er wiederum als tiefe Ungerechtigkeit empfand und wogegen er sich jahrelang wehrte. Am 31.12.1943 wird er schließlich verabschiedet.
Hermann Geyer nimmt sich am 10.04.1946 in Wildsee bei Wildbad das Leben.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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