Augostin Munoz Grandes wurde am 27. Januar
1896 in Madrid als Sohn eines Friseurs geboren. Nach einer Ausbildung an einer
Offiziersschule, wurde er 1913 zur Truppe versetzt.
Fast 20 Jahre verbrachte er in Spanien-Marokko, zumeist als Offizier der
spanischen Fremdenlegion. Dabei wurde er im und nach dem 1. Weltkrieg immer in
der vordersten reihe bei den Kämpfen gegen die aufständischen Rifkabylen
eingesetzt.
In 12 Dienstjahren stieg er vom Leutnant zum Major auf und erlitt die ersten
seiner insgesamt 14 Verwundungen. In jenen Jahren lernte er den obersten
Francisco Franco kennen, den späteren Generalissimus und Staatschef Spaniens.
Nachdem Franco ab 1936 die Führung eines Militäraufstandes gegen die
republikanische Regierung übernommen hatte, stellte sich Oberst Munoz-Grandes
zur Verfügung und diente als Divisions- und Korpskommandeur. Bei Ende des
Bürgerkrieges 1939 war er Generalmajor.
Nach dem Krieg stieg er zeitweilig als Minister ohne Portefeuille und
Generalsekretär der Einheitspartei in die Politik ein.
Mit Beginn des deutschen Feldzuges gegen Sowjetrussland wurde Munoz-Grandes
zum Kommandeur des spanischen Freiwilligen Verbandes der "Blauen Division"
ernannt, die bis 1943 am Kampf gegen den Bolschewismus teilnahm.
Die spanische "Blaue Division", bzw. die Infanteriedivision 250
bewährte sich im ungewohnten Klima hervorragend, vor allem in den kämpfen am
Wolchow, am Ilmensee und vor Leningrad. Diese erfolgreich geführten Kämpfe
erhielten Anerkennung in der Verleihung des Ritterkreuzes, am 13.03.1942 an
den Kommandeur Munoz-Grandes und später auch des Eichenlaubes zum Ritterkreuz,
am 13.12.1942.
In der Zeit an der Ostfront verlor die spanische Division 3934 gefallene,
hatte 8466 Verwundete zu beklagen und vermisst 326 Soldaten.
Nachdem Generalleutnant Munoz-Grandes das Kommando der "Division Azul"
an Generalleutnant Esteban-Infantes übergeben hatte, machte er in seiner
Heimat weiter Karriere. So wurde er in den Nachkriegsjahren Kriegs- und
Außenminister, Generalkapitän, Generalstabschef, Vizepräsident der Regierung
und Stellvertreter des Staatschefs.
Generalkapitän Augostin Munoz-Grandes starb am 12. Juli 1970 in Madrid.