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53. Schwerterträger Franz Griesbach
Generalmajor

Franz Griesbach wurde am 21.12.1892 in Brück/Brandenburg geboren.
Am 01.04.1914 trat er als Freiwilliger beim Infanterie-Regiment "Prinz Louis Ferdinand von Preußen" ein, stand während des ganzen 1. Weltkrieges an der Front im Einsatz und wurde am 23.08.1915 zum Leutnant befördert. Viermal verwundet, je einmal verschüttet und gasverwundet. Neben beiden Eisernen Kreuzen, trug er das Verwundetenabzeichen in Gold.
Während der nächsten 20 jahre war er als Schullehrer tätig und wurde am 01.03.1939 als Hauptmann und Chef der 6./IR 12 in Halberstadt reaktiviert.
Bei Kriegsbeginn war er Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Bataillons 467 und zeitweise Chef der 10./IR 467, weiterhin wurde er am 01.08.1940 zum Major befördert.
Ab August 1940 wieder Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Bataillon 467 in Blankenburg, übernimmt er am 15.09.1941 das Kommando über das I./IR 391 der 170. Infanteriedivision. Bei der Eroberung des Krimhafens Feodosia und bei Kertsch zeichnet sich Griesbach durch besondere Tapferkeit aus und wird mit beiden Spangen zum Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Als Feodosia wieder verloren ging, erhielt Griesbach, als Major, am 14.03.1942, für die Rückeroberung der Stadt, das Ritterkreuz und wurde am 01.04.1942 zum Oberstleutnant befördert.
Am 17.04.1942 zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 399 ernannt, wird Griesbach mit seinen Soldaten südlich des Ladogasees und an der Narwa eingesetzt. Am 01.12.1942 erfolgte hier seine Beförderung zum Oberst.
Am 12.01.1943 begann die 2. Ladogasee-Schlacht und dabei zeichneten sich Griesbach und seine Männer erneut aus. An der Spitze seines Regiments hat er den Feindraum zurückerobert und den Durchbruch zerschlagen. Dafür erhielt er am 17.05.1943 das 242. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Am 15.01.1944 begann die Abwehrschlacht von Nowgorod und Leningrad, sowie die anschließenden Rückzugskämpfe nach Pleskau und Narwa. Hierbei erzielte Griesbach wiederum einen großen Abwehrerfolg, als er mit seinen Soldaten den nachdrängenden Gegner aufhielt und so das Absetzen einer ganzen Armee ermöglichte. Dafür erhielt er am 06.03.1944 die Schwerter zum Eichenlaub.
Kurze zeit vorher war er am 16.02.1944 durch eine Granate schwer verwundet worden, wobei bei diesem Feuerüberfall der Ritterkreuzträger Oberfeldwebel Stühmer fiel, nachdem er sich schützend über seinen Regimentskommandeur, Griesbach, gelegt hatte. Stühmer erhielt posthum, für diese außerordentlich tapfere und selbstlose tat das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Die Nachricht von der Verleihung der Schwerter erreichte ihn im Lazarett, außerdem wurde er wegen Tapferkeit, am 01.08.1944 zum Generalmajor befördert.
Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen, wird Griesbach aus dem Reservelazarett Görden bei Brandenburg, im April 1945 verschleppt und kehrt erst wieder im Oktober 1949 in die Heimat zurück.
Franz Griesbach verstarb am 24.09.1984 im Alter von 91 Jahren in Lage/Westfalen.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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