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Ritterkreuzträger Siegfried Haenicke
General der Infanterie z.V.

Siegfried Haenicke wurde am 08.09.1878 in Konstanz geboren und trat am 13.03.1897 der Armee bei, wo er zum Dienst dem Infanterie-Regiment 49 zugewiesen wurde und am 15.09.1900 zum Bataillons-Adjutant ernannt wurde. Als solcher besuchte er vom 01.10.1904 bis zum 21.07.1907 zugleich die Kriegsakademie und wird am 19.02.1910 zum Adjutanten des Infanterie-Regiments 49 ernannt. Von dort wechselte er dann am, 18.04.1913 in den Stab des 1. Ermländischen Infanterie-Regiments Nr. 150, wo er ab dem 01.10.1913 den Posten eines Kompaniechefs übernahm. In dieser Dienststellung beginnt für Haenicke der 1. Weltkrieg. In dessen Verlauf übernimmt er am 02.12.1915 das Kommando über das II. Bataillon seines Regiments und ist ab dem 19.08.1918 Kommandeur des Ersatz-Bataillons des Regiments. Als Bataillonskommandeur und Hauptmann wird er am 14.06.1918 mit dem Pour le merite ausgezeichnet.
Am 12.11.1918 wird er zum Kommandeur des Feld-Rekruten-Depots der 37. Infanterie-Division ernannt und dann ab dem 12.01.1919 wieder das Kommando seines II. Bataillons übertragen zu bekommen.
Im Juni 1919 ist er Kommandeur des Freiwilligen-Bataillons "Haenicke" im Rahmen des XX. Armee-Korps und versieht ab dem 01.05.1920 seinen Dienst im Stab des Reichswehr-Infanterie-Regiments 20. Von dort wechselt er am 01.10.1920 in den Stab des Infanterie-Regiments 2, bzw. ab dem 01.10.1921 in den Stab der 1. Division. Vom 01.04.1924 bis zum 01.10.1928 ist er Ausbilder an der Infanterieschule und ab dem 01.10.1928 im Stab des Infanterie-Regiments 3 tätig, bis er schließlich am 01.11.1930 zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 2 ernannt und am 30.09.1932 aus dem Dienst verabschiedet wird.
Von Mai 1933 bis Juni 1935 ist er Intendant vom Ostmark-Rundfunk in Königsberg und wird danach wieder reaktiviert, um mit dem 08.09.1938 als erster Kommandeur, das Kommando über die 61. Infanterie-Division zu übernehmen. Für die schweren, aber erfolgreichen Kämpfe der Division u.a. in Polen, im Westen und im Norden der Ostfront, erhält Haenicke als Generalleutnant z.V. am 17.09.1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Er wird dann am 29.03.1942 in die Führer-Reserve versetzt und vom 01.04. bis zum 30.06.1942 zugleich zum Kommandierenden General des XXXVIII. Armee-Korps ernannt. Anschließend ist er ab dem 01.10.1942 Kommandeur im Wehrkreis "Generalgouvernement", bzw. ab Juli 1944 Befehlshaber im Generalgouvernement. Dabei übernimmt er vom 13.09.1944 bis zum 31.01.1945 zugleich den Posten des Befehlshabers des Höheren Kommandos 384 im Generalgouvernement, bis er am 31.01.1945 erneut in die Führer-Reserve und am 08.05.1945 aus dem Dienst verabschiedet wird. Haenicke gerät dabei in sowjetische Gefangenschaft, wo er am 19.02.1946 im Lager Mühlberg an der Elbe bei Liebenwerder verstarb.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Sekondeleutnant 13.03.1897 Ritterkreuz des Kgl. Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern ???
Leutnant 01.01.1899 Hamburger Hanseatenkreuz ???
Oberleutnant 18.05.1907 Kgl. Preußisches Dienstauszeichnungskreuz ???
Hauptmann 18.12.1912 Verwundetenabzeichen in Schwarz - 1. WK ???
Major 18.05.1920 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK ???
Oberstleutnant 01.10.1925 Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK ???
Oberst 01.02.1929 Pour le merite 14.06.1918
Generalmajor 01.04.1932 Ehrenkreuz für Frontkämpfer ???
Generalleutnant z.V. 01.11.1939 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
General der Infanterie z.V. 01.04.1942 Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Medaille Winterschlacht im Osten ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 17.09.1941
Deutsches Kreuz in Gold 04.09.1942

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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