Erik Oskar Hansen wurde am 27.03.1889 in Hamburg geboren
und trat am 01.10.1907 der Armee bei, wo er zunächst bis zum 04.06.1912 im
Dragoner-Regiment 9 seinen Dienst versah und dann zum Adjutanten des Regiments
ernannt wurde.
Mitten im krieg wechselte er am 10.09.1916 als Adjutant zur Kavallerie-Brigade
45 und kommt dann am 27.02.1917 in den Stab des Feld-Eisenbahnwesens. Von dort
wechselt Hansen am 11.06.1917 in den Stab der 45. Reserve-Division, besucht im
Juli zugleich einen Sportlehrgang und vom 04.08. bis zum 03.09.1917 einen
Generalstabslehrgang in Sedan.
Ende Dezember 1917 wird er dann in den Generalstab des Heeres versetzt, bzw.
am 04.01.1918 in das AOK 4 und übernimmt am 05.01.1918 den Posten des
Quartiermeisters beim Generalkommando des Garde-Reserve-Korps "Staden".
Von dort erfolgte am 06.04.1918 die Versetzung zum Generalkommando des
Garde-Korps "Ypern" und ab dem 11.04.1918 wieder die Verwendung als
Quartiermeister beim Generalkommando des Garde-Reserve-Korps "Staden".
Bereits am 03.09.1918 steht er zur Verfügung des AOK 9 und versieht ab dem
21.09.1918 seinen Dienst im Generalstab des Heeres und im Generalstab der
Heeresgruppe "Dallwitz".
Vom 13.01. bis zum 05.11.1919 im Generalstab des VI. Reserve-Korps, kommt
Hansen am 05.11.1919 in den Stab der Marine-Brigade 2 und von dort am
29.03.1920 zum Reiter-Regiment 3, wo er ab dem 18.05.1920 mit dem Posten des
Regimentsadjutanten betraut wird.
Nach der Versetzung in den Stab der Kavallerie-Division, am 01.05.1921, wird
Hansen am 01.10.1924 zum Chef der 1. Eskadron des Reiter-Regiments 15 ernannt
und am 01.10.1927 an die Kavallerieschule Hannover versetzt. Von dort wechselt
er am 01.10.1928 zum Reiter-Regiment 16, um ab dem 01.02.1929 als Ausbilder an
die Kavallerieschule Hannover zurückzukehren.
Vom 01.10.1930 bis zum 01.10.1931 im Stab des Reiter-Regiments 8 und im Stab
des Gruppenkommandos 1 tätig, wird er am 01.10.1931 zum Ia im Stab der 1.
Division ernannt und übernimmt am 13.06.1933 den Posten des Chefs des Stabes
der 3. Kavallerie-Division.
Am 01.10.1934 ist er Kommandeur des Infanterie-Regiments "Münster", dem
späteren Infanterie-Regiment 39, um am 06.10.1936 mit dem Posten des Chefs der
1. Abteilung im Generalstab des Heeres betraut zu werden. Nach ca. 2 Jahren
ist er ab dem 10.11.1938 Kommandeur der 4. Infanterie-Division, die am
15.08.1940 in die 14. Panzer-Division umgebildet wird. Sein unmittelbar danach
folgende Dienststellung ist bisher unbekannt, jedoch ist er ab dem 01.10.1940
Chef der Deutschen Heeres-Mission und Chef der Deutschen Wehrmacht-Mission in
Rumänien und übernimmt am 01.06.1941 den Posten des Kommandierenden Generals
des LIV. Armee-Korps. Für die Erfolge seines Korps im Süden der Ostfront wird
er am 04.09.1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Nachdem er das Kommando am 20.01.1943 an
Generaloberst Carl Hilpert
abgab, kehrt er als Chef der Deutschen-Heeres-Mission nach Rumänien zurück und
gerät dort am 26.08.1944 in sowjetische Gefangenschaft, aus der er erst am
10.10.1955 zurückkehrt.
Erik Oskar Hansen verstarb am 18.03.1967 in Hamburg.