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Ritterkreuzträger Franz Halder
Generaloberst

Franz Halder wurde am 30. Juni 1884 in Würzburg als Sohn des späteren Generalmajors Max Halder geboren. Seine Familie weißt eine über 300 Jahre alte bayerische Militärgeschichte auf.
So war es für Franz Halder selbstverständlich das er nach dem 1902 abgelegten Abitur als Fahnenjunker in das kgl. bayerische 3. Feldartillerie-Regiment eintrat, wo er 1904 mit "allerhöchster Belobigung" zum Leutnant befördert wurde. Danach wurde er an die kgl. Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert und dann nach weiterem Truppendienst an die kgl. Kriegsakademie entsandt. Dort schloss er als der Beste seines Kurses ab.
Im Jahre 1907 heiratete er Gertrud Erl, die Tochter des Majors a.D. Erl. Aus der Ehe gingen 3 Töchter hervor, die alle Artillerieoffiziere heirateten. Von den 14 Enkeln sind wieder 4 Soldaten geworden, davon 3 bei Artillerie.
Im 1. Weltkrieg wurde Halder in Stabsstellungen im Westen und im Osten eingesetzt.
Bereits 1914 erwarb er sich für ein gewagtes Aufklärungsunternehmen das Eiserne Kreuz I. Klasse, wurde 1915 Hauptmann und erhielt 1918 das Ritterkreuz der Hohenzollern. Er hatte sich an der Westfront zum Stellungsspezialisten entwickelt.
In der Reichswehr wurde er im Reichswehrministerium im Truppendienst und im Generalstab verwendet. 1934 erhielt er seine Beförderung zum Generalmajor und 1935 die Ernennung zum Kommandeur der 7. Division in München. In dieser Zeit kämpfte er gegen Übergriffe der NSDAP und setzte sich für den Kronprinzen Rupprecht ein.
1936 wurde er zum Generalleutnant befördert und bereitete unter anderem das große Wehrmachtsmanöver 1937 vor. Halder entwickelte neue Konzepte zur operativen Beweglichkeit von Panzerverbänden und ließ Neuerungen in der Führung, Versorgung der Truppen erproben. So schloss sich dann die Verwendung als Oberquartiermeister II und I an.
Im Februar 1938 folgte seine Beförderung zum General der Artillerie und seine Ernennung zum Chef des Generalstabes des Heeres, nachdem Generaloberst Beck ausgeschieden war. So war Halder an allen strategischen Plänen der deutschen Wehrmacht verantwortlich beteiligt. Die Krönung seiner Laufbahn war der erfolgreiche Abschluss des Frankreichfeldzuges 1940 und die damit verbundene Beförderung zum Generalobersten.
Die im Jahr 1941 beginnenden heftigen Auseinandersetzungen, gerade als v. Brauchitsch ausschied führten zu einem unzumutbaren Maß an Belastungen, so wurde Halder am 29.09.1942 seinem Amt enthoben und in die Führerreserve versetzt.
Nach dem 20. Juli 1944 wurde er aufgrund seiner Kontakte zu Beck und Goerdeler verhaftet und in Handschellen durch den Münchener Hauptbahnhof geführt. Seine Frau und seine älteste Tochter wurden ebenfalls verhaftet. Die Haftzeit endete erst mit der amerikanischen Kriegsgefangenschaft im Pustertal/Südtirol.
Die Amerikaner forderten ihn auf den 2. Weltkrieg wissenschaftlich zu erforschen. Halder stellte als einzigste Forderung, das alles was er und seine Mitarbeiter erarbeiteten auch einer späteren deutschen Armee zur Verfügung gestellt werden müsse, was auch akzeptiert wurde.
So stand er ab 1946 bis 1961 an der Spitze des Kriegsgeschichtlichen Forschungsamtes der US-Armee in Königsstein/Taunus und in Karlsruhe.
Franz Halder starb am 02. April 1972 in Aschau/Chiemsee und wurde mit militärischen Ehren beigesetzt.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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