Friedrich Wilhelm Hauck wurde am 01.10.1897
in Breslau geboren.
Kurz nach Ausbruch des 1. Weltkrieges meldete er sich freiwillig zum
Wehrdienst bei der Artillerie.
Im jahre 1918 kehrte, dekoriert mit beiden Eisernen Kreuzen, als Leutnant von
der Westfront zurück. 1920 wurde er in die neue Reichswehr übernommen, die ihn
1929 zur Ausbildung zum Generalstabsdienst an die Kriegsakademie
abkommandierte.
Seit 1932 absolvierte er seinen Dienst überwiegend in Stäben in Berlin und
Stettin.
Als 1. Generalstabsoffizier beim Generalkommando V in Stuttgart erhielt er am
01.01.1939 die Beförderung zum Oberstleutnant.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges begann der Aufstieg des Offiziers. So wurde er
1940 in Frankreich Chef des Stabes beim Höheren Kommando 37, 1941 in Rumänien
und Russland Oberquartiermeister der 11. Armee und 1942 in Berlin Mitarbeiter
des Generalquartiermeisters im Oberkommando des Heeres.
Nach einer Frontbewährung in Russland übernahm er die neue 305.
Infanterie-Division die an der französischen Kanalküste aufgestellt wurde.
Unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor wurde er am 01.06.1943 zum
Kommandeur ernannt.
Nachdem die Division einige Monate in Süditalien im Einsatz stand ereichte
Hauck am 01.03.1944 die Beförderung zum Generalleutnant.
Für die hartnäckige Verteidigung eines Abschnittes an der Cassino-Front
erhielt Generalleutnant Hauck am 11.06.1944 das Ritterkreuz. Die
Verteidigungsstärke der Division anerkannte der Wehrmachtsbericht vom
08.12.1944 anlässlich eines alliierten Angriffs bei Faenza. Zu jener Zeit
hatte Hauck bereits das Kommando an Oberst Trompeter abgegeben, um
innerhalb der 10. Armee für 2 Monate stellvertretend die Führung des LXXVI.
Armeekorps zu übernehmen.
Während eines achtwöchigen Lehrgangs in Deutschland bereitete er sich auf eine
neue Aufgabe in Italien vor, so wurde er am 07.03.1945 bei der 14. Armee
Kommandierender General des LI. Gebirgskorps und als solcher am 20.04.1945 zum
General der Artillerie befördert.
Nach der Kapitulation geriet er für die folgenden 3 Jahre in britische
Gefangenschaft, aus der er Anfang Februar 1948 entlassen wurde.
Nach der Gefangenschaft war er zunächst für 6 Jahre im Zentralbüro des
Hilfswerks der Evangelischen Kirche beschäftigt und gehörte dann für weitere 5
Jahre zur deutschen Gruppe der Historical Division der US-Army, wo er mit
kriegsgerichtlichen Arbeiten beschäftigt war.
Außerhalb seiner beruflichen Tätigkeit verschrieben sich den Angehörigen
seiner ehemaligen Division und versucht diese in einem Traditionsverband
zusammenzuschließen. So kam es das sich die Angehörigen 1953, 1962 und 1965 zu
einem Divisionstreffen zusammenfanden.
Friedrich Wilhelm Hauck starb am 14.04.1979 in Überlingen.