Georg Egbert Sebastian Haus
wurde am 16. September 1895 in Nürnberg geboren. Mit dem 3. August 1914 trat
er in das 1. bayrische Infanterieregiment als Fahnenjunker ein und wurde
bereits am 15. Februar zum Fähnrich und am 7. Mai 1915 zum Leutnant befördert.
Ab dem 11. Februar 1915
wurde er im Felde eingesetzt und übernahm hier am 21. Februar 1915 einen Zug.
Vom 17. Mai bis zum 13. Oktober 1916 ist er als Adjutant des III. Bataillons
tätig und wird dann zum Stab des Regiments versetzt. Nachdem er zwischen dem
22. Oktober 1916 und dem 26. Oktober 1917 abermals als Adjutant des III.
Bataillons Verwendung findet, wird er dann Kompanieführer im Regiment und
behält diese Stellung bis zum 13. Januar 1918 inne. Im Anschluss ist er bis
zum 6. April 1918 Nachrichtenoffizier beim Regimentsstab und danach bis zum 3.
Juli wieder Kompanieführer. Bis zum 24. April 1919 folgen weitere
Dienststellungen im Regimentsstab, als Adjutant des III. Bataillons und als
Kompanieführer. Danach ist er als Zugführer in einer Einheit des Freikorps Epp
eingesetzt und wechselt am 10. Juli 1919 wieder zu seinem alten Regiment, wo
er am 31. März 1920 verabschiedet wird. Er errang im 1. Weltkrieg beide
Eiserne Kreuze.
Die Reaktivierung und
gleichzeitige Beförderung zum Hauptmann erfolgt mit dem 1. Juni 1934, nachdem
er bereits am 31. März 1921 den Charakter eines Oberleutnants bekommen hatte.
Er wird im IR 21 der 7. Division eingesetzt und wechselt am 1. Oktober 1934
als Kompaniechef zum Infanterieregiment Amberg, später IR 41. Dort verbleibt
er bis zum 10. November 1938 und wird am 1. Oktober 1937 hier auch Major.
Anschließend ist er bis zum
26. August 1939 Lehrer an der Kriegsschule in Dresden und dann bis zum 27. Mai
1940 Adjutant der 56. ID, welche durch den Artilleriekommandeur Dresden
aufgestellt wurde. Als Regimentsführer des IR 192 wird er im Frankreichfeldzug
durch Kopfschuss schwer verwundet, nachdem das Regiment in Belgien die Lys
überschritten hatte, und verbleibt bis zum 20. Oktober 1940 zur Auskurierung
auf Urlaub. Er kehrt zum IR 192 zurück und übernimmt mit dem 1. November 1940
das I./IR 192, wo er am 1. Januar 1941 zum Oberstleutnant befördert wird. Ab
dem 23. Dezember 1941 ist er als Regimentsführer des IR 55 bei der 17. ID
eingesetzt, welche zu dieser Zeit im Verband der 4. Armee vor Moskau steht.
Hier erhält er am 26.
Dezember 1941 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen, wird am 1. März 1942 zum
Oberst befördert und dann ab dem 18. April 1942 regulärer Kommandeur des IR
55. Für seine Leistungen als Kommandeur des IR 55 wurde ihm am 17. September
1943 die Ehrenblattspange verliehen. Am 23. Dezember 1943 wird er wiederum im
Raum Nikopol verwundet und verbleibt bis zum 8. Januar 1944 im Lazarett.
Anschließend zur Führerreserve des OKH befohlen, wird er am 15. März 1944 mit
der Führung der 17. ID bei Uman beauftragt, nachdem ihm am 12. Februar das
Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen worden war. Bereits am 16. April
erfolgt eine weitere Verwundung, worauf er vom 22. April bis 5. Juni 1944
abermals zur Führerreserve befohlen wird.
Ab dem 5. Juni 1944
übernimmt er die Führung der 50. ID, welche sich gerade bei Perleberg in der
Neuaufstellung befindet, belegt vom 14. bis 20. Juli 1944 einen
Divisionsführerlehrgang in Hirschberg und wird anschließend zur
Divisionsführerreserve des OKH kommandiert, bis er am 22. Juli wieder die
Führung der 50. ID übernimmt. Mit dem 1. Oktober 1944 wird er zum Generalmajor
ernannt und übernimmt gleichzeitig den Posten des Divisionskommandeurs der
50. ID.
Am 16. April 1945 fällt er
bei Kaddinghagen in Ostpreußen. Nachträglich wird er zum Generalleutnant
befördert. Er war damit in weniger als zwei Jahren nun schon der dritte
Kommandeur der
50. ID, der bei seiner Division gefallen war.