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Ritterkreuzträger Walter von der Heiden
Hauptmann, Pioniere

 
Walter von der Heiden wurde am 07.04.1911
geboren.
Nachdem der bisherige Kommandeur des Pionier-Bataillons 150 Hauptmann Kaiser
während der ersten Kämpfe der
50. Infanteriedivision nach der Neuaufstellung,
im Raum Njemen-Bobr, schwer verwundet wurde, übernahm Hauptmann von der Heiden
Anfang Oktober 1944 das Kommando über das Bataillon.
Unter seinem Kommando sind die Pioniere an der Rückeroberung der Stadt Goldap
beteiligt und nehmen an der Verteidigung Gumbinnens teil.
Am 28.01.1945 bezieht die Division eine Stellung, das sogenannte "Heilsberger
Dreieck" entlang der Alle, die schon im 1. Weltkrieg ausgebaut wurde.
Aufgrund der schweren Ausfälle der Division mussten die Pioniere einen eigenen
Frontabschnitt an der Alle, die angestaut und zugefroren war, beziehen. Hier
griffen gegnerische Einheiten immer wieder an und konnten durch die Pioniere,
manchmal auch im Gegenstoß wieder über die Alle zurückgeworfen werden.
Nachdem der Gegner die Strasse Landsberg-Bartenstein erreichte wurden die
Pioniere am 03.02.1945 zum Gegenstoß eingesetzt und konnten den Gegner
zurückschlagen. Bei diesem Angriff wurde von der Heiden durch einen
Halssteckschuss verwundet, konnte aber nach kurzer Behandlung wieder in seinen
Stab zurückkehren. Für diese äußerst harten Abwehrkämpfe erhielt Hauptmann
Walter von der Heiden als Kommandeur des Pionier-Bataillons 150 das
Ritterkreuz, welches ihm am 07.04.1945 durch Generalmajor Haus überreicht
wurde.
Nachdem am 09.03.1945 die
50. Infanteriedivision aufgelöst wurde, blieben die
Reste des Pionier-Bataillon 150 dennoch bestehen und wurden nicht anderen
Divisionen eingegliedert. Auf Befehl der 562. VGD wurde das Kriegstagebuch des
Bataillon geschlossen und durch Oberfeldwebel Weihmann vernichtet.
Nachdem Hitler nun endlich das Übersetzen der 4. Armee auf die Frische Nehrung
erlaubte (jedoch zu spät), begannen nun auch die Reste der Pioniere
überzusetzen. Als letzter setzte in der Nacht vom 29./30.03.1945 der
Kommandeur zusammen mit den letzten 2 Pionieren über.
Am 1. Mai erreichten die abgeschnittenen Teile des Bataillons - die
Pionier-Kampfgruppe - die Weichselmündung bei Nickelswalde. In der Nacht zuvor
hatte er einen Aufklärungsauftrag in Richtung Neutief erhalten und wurde in
diesem Rahmen in kleine Gefechte verwickelt.
Anfang Mai wurden die Pioniere auf die Halbinsel Hela verlegt, wo Hauptmann
von der Heiden am 04.05.1945 als Ladeoffizier für den Abtransport der Soldaten
und Zivilisten verantwortlich war.
Mit Bekanntwerden der Kapitulation sollten alle Schiffe der Kriegsmarine bis
spätestens 24.00 Uhr die Reede Hela verlassen. In den letzten Stunden gelang
es von der Heiden zusammen mit 30 weiteren Soldaten ein Marineboot unter dem
Kommandanten Oberleutnant zur See Thomas zu erreichen welches die Soldaten in
den Hafen von Eckernförde brachte.
Walter von der Heiden starb am 28.03.1991.
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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