Mit seinem Bataillon
den russischen Einschließungsring gesprengt
Hauptmann Heinrici, Bataillonskommandeur einer niedersächsischen
Infanterie-Division, wurde beim Vorstoß seiner Division nach Westen südlich
Liebstadt von starken Feindkräften am 27. Januar 1945 abgedrängt. Es gelang
ihm nicht, den Anschluss an die Division zu bekommen. Über die Lage durch Funk
orientiert, fasste er den Entschluss, mit seinem Bataillon den russischen
Einschließungsring zu sprengen und den Anschluss zu erzwingen.
Seinen
Männern ein Beispiel an Tapferkeit, führte er das Bataillon geschlossen mit
allen Waffen und allen transportfähigen Verwundeten in siebentägigen Märschen
durch den feindlichen Ring. Immer wieder griff er feindliche Verbände an,
zersprengte sie und fügte ihnen schwere Verluste zu. Nach Erreichen der
eigenen Front wurde das Bataillon bei einer anderen Division sofort wieder
eingesetzt und bewährte sich in weiteren vier schweren Kampftagen in Angriff
und Abwehr glänzend unter der Führung von Hauptmann Heinrici. Seiner
Entschlusskraft und hervorragenden Tapferkeit ist es zuzuschreiben, daß durch
den Einsatz des Bataillons die Entscheidung in schwerster Krisenlage
herbeigeführt und die russischen Angriffe abgeschlagen werden konnten.