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Ritterkreuzträger Karl Herzog
Oberst, Pioniere

   

Karl Herzog wurde am 06.07.1906 in Nürnberg geboren.
Als Kommandeur und Oberstleutnant der Heeres-Sturm-Pionier-Brigade 627 (mot.),
erhielt er am 17.04.1945 das Ritterkreuz. Seine Brigade war während der
Januaroffensive 1945 der sowjetischen Armeen am linken Flügel der 129.
Infanterie-Division eingesetzt. Gleich im ersten Anlauf durchstieß der Gegner
die Linien der 129. und der 299. Infanterie-Division. Herzog, am Funkgerät
sitzend, entschied sich sofort zwei seiner Pionier-Bataillone, sowie eine
Flamm-Kompanie zum Einsatz zu bringen. Im blitzschnellen Vordringen schlugen
seine Männer den Gegner zurück und besetzten die alte Hauptkampflinie, wobei 6
feindliche Pak erbeutet werden konnten.
Die Brigade geriet dann über Zinten kommend am 31.01.1945 über Heide-Maulen in
die Festung Königsberg. Dort zunächst im Raum Haffstrom-Kalgen-Karschau
eingesetzt, nahm die Brigade am 19.02.1945 am Ausbruch auf Fischhausen-Metgethen
teil, um dann später den verband der Festung zu verlassen.
Die ausgebrochenen Teile der Brigade kamen dann im Samland zum Einsatz, wo
Herzog zum Oberst befördert wurde. Im April wurde die Brigade auf der Halbinsel
Peyse abgeschnitten. Zusammen mit Teilen der 5. Panzer-Division und der 28.
Jäger-Division konnten nur Teile der Einheiten nach Pillau evakuiert werden. Die
Obersten Hans-Georg Herzog, von Tempelhoff und Karl Herzog traten dann am
17.04.1945 am Nordrand von Peyse an und zogen in die Gefangenschaft, aus der
alle drei erst 1955 zurückkehrten.
Vom 16.08.1957 bis zum 30.09.1966 gehörte er der Bundeswehr an, aus der er im
Dienstrang eines Generalmajors verabschiedet wurde.
Karl Herzog starb am 25.01.1998 in München. Zeit seines Lebens setzte er sich
für die Rehabilitierung der in russischer Kriegsgefangenschaft verurteilten
Soldaten und Kameraden ein.
EHRE
SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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