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298. Eichenlaubträger Friedrich Hoßbach
General der Infanterie

Friedrich Hoßbach wurde am 21.11.1894 im westfälischen Unna als Sohn des Realschullehrers (nach anderen Quellen des Gymnasiallehrers) Heinrich Hoßbach und seiner Frau Anna geboren und war somit wie andere große Offiziere, wie bspw. Scharnhorst, Gneisenau, Moltke oder sein späterer Vorgesetzter Ludwig Beck, kein gebürtiger Preuße.
Im Jahre 1905 trat er auf Wunsch des Vaters, zehnjährig, in das Kadettenkorps Oranienstein ein, wo er bis zur Obertertia blieb. Er absolvierte 1910/11 die Untersekunda im Kadettenkorps Karlsruhe und die Obersekunda 1911/12 in der Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde bei Berlin, sowie 1912/13 die Unter- und Oberprima in der Prinzenschule Klein-Glienicke bei Potsdam, wo er u.a. Mitschüler des Prinzen Leopold von Preußen war.
Diese neun Jahre Kadettenschule förderten bei Hoßbach die Aneignung preußischer Wesensarten, wie penible Pünktlichkeit, ein außerordentliches Maß an Pflichtgefühl, verbundne mit Anspruchslosigkeit und spartanischer Härte gegen sich selbst, eine strenge Hygiene in Verbundenheit mit tiefer Religiosität. So erklärt sich schon hier das spätere Einsetzen, zusammen mit dem Großadmiral Raeder, für die Wehrmachtsseelsorge, was beide in den Augen der NS-Ideologen nicht gerade positiv erscheinen ließ.
Bereits in der Kadettenzeit bestach Hoßbach durch den drang zum Schrieben, so widmete er sich den alltäglichen Aufgaben eines Kadetten, wovon der heutige umfangreiche Nachlass Hoßbachs noch heute zeugt. Bereits zu jener zeit zeigte sich sein Interesse an der deutschen, insbesondere preußischen Dichtung und Philosophie. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, daß gerade diese Kadettenausbildung zum unbedingten gehorsam erzog, was sich später in Bezug auf Hitler rächen sollte.
Am 29.10.1913 trat Hoßbach, achtzehnjährig, als Portepeefähnrich dem 2. Kurhessischen Infanterie-Regiment Nr. 82 in Göttingen bei, wo er am 19.06.1914 zum Leutnant befördert wurde. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges zog Hoßbach mit seinem Regiment, dem er bis zu sein Lebensende treu blieb, in den Kampf, der ihn ausschließlich an die Ostfront führte. Vom Regiment aus wurde er am 16. September 1916 als Adjutant zum Infanterie-Regiment 419 versetzt und schließlich am 01. März 1918 als Ordonnanzoffizier zum XVIII. Armeekorps. Mit Ende des 1. Weltkrieges mit beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet, hatte Hoßbach einen Eindruck von der Weite des russischen Raumes bekommen und hatte die Eigenarten des russischen Soldaten kennen gelernt.
Im Jahre 1918 kehrte er als Oberleutnant und Bataillonsführer in die Heimat zurück und wurde dann wieder als Kompanieführer im Infanterie-Regiment 82 eingesetzt. Am 18. Februar 1919 übernimmt er die 9. Kompanie und wechselt im März 1919 zum Hessisch-Thüringisch-Waldeckchen Freikorps, bzw. am 01.10. in das I. Bataillon des Reichswehr-Infanterie-Regiments 20. Seit dem 01. Januar 1921 war im Stab eines Bataillons des Infanterie-Regiments 17 (ab 01.02.1922 Infanterie-Regiment 17) tätig. Dort wird er schließlich am 01.01.1921 als Adjutant des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 17 in Braunschweig in die Reichswehr übernommen. Die Wehrkreisprüfung legte Hoßbach am 22. März 1923 ab und begann daraufhin seine Ausbildung als Führergehilfe am 01.10.1923 in Münster bei der 6. Division.
Geführt wurde er ab dem 01. April 1924 bei der 8. (MG)/17.Infanterie-Regiment und seit dem 01.10.1924 bei der 4. Eskadron des 19. (Pr.) Reiter-Regiments in Münster.
Am 01. Oktober 1925 erfolgte die Versetzung zum II. (Pr.) Bataillon des 17. Infanterie-Regimentes, in dem er die 7. Kompanie übernahm. Es folgte eine Beförderung zum Hauptmann im Stab des Ausbildungs- (Pr.) Bataillon in Celle.
Am 01. Oktober 1927 begann der "R"-Lehrgang für Führergehilfen im Reichswehrministerium, während dieser Zeit wurde Hoßbach in der Heeres-Statistischen-Abteilung (T3) geführt. Mit dieser Führergehilfen-Ausbildung umging die Reichswehr die verbotene Generalstabsausbildung des Versailler Vertrages. Einer seiner dortigen Ausbilder war der Oberstleutnant Hans Georg Reinhardt, zusammen mit Hoßbach sollte er 1944/45 Ostpreußen verteidigen.
Mit Ende der Ausbildung erhielt Hoßbach eine Verwendung im Heerespersonalamt, dabei begleitete er im September/Oktober 1930 den Inspekteur der Infanterie General Ritter von Prager beim Besuch der ungarischen Honveds nach Budapest.
Am 01.10.1931 übernahm Hoßbach den Posten des Chefs der 5. Kompanie im Infanterie-Regiment 17. Als Ausbilder bestach er durch harte Maßnahmen, frei nach dem Grundsatz „Schweiß spart Blut“. Nach zweieinhalb Jahren kehrte Hoßbach ins Heerespersonalamt zurück und übernahm dort, als Major, die Abteilung P3.  Am 01.07.1933 wird er als Führerstabsoffizier zum Aufbau des Reichsluftfahrtministeriums nach Berlin abkommandiert.
Nach dem Tode Hindenburgs am 02.08.1934 erhielt Hoßbach als Bearbeiter der Generalstabspersonalien vom Chef des Heerespersonalamtes General von Schwedler damit beauftragt, einen geeigneten Generalstabsoffizier als Adjutanten beim Führer  vorzuschlagen. Als Hoßbach am nächsten tage geeignete Kandidaten vorstellen wollte, eröffnete von Schwedler, daß bereits ein Kandidat gefunden wurde – Hoßbach selbst. Dieser sah sich selbst als nicht geeignet für diesen Posten an, doch Reichskriegsminister vom Blomberg und der Chef der Obersten Heeresleitung Freiherr von Fritsch, sowie der Chef des Truppenamtes Beck, sahen in ihm den geeigneten und besten Mittelsmann zwischen Wehrmacht und Hitler.
Hitler war mit Hoßbach einverstanden, so dass dieser am 04.08.1934 seinen Dienst antrat. Mit einhergehender Funktion als Heeresadjutant verfolgte Hoßbach stets das Ziel das Heer als größten Teil der Wehrmacht zu wahren. Dabei arbeitete er mit anderen Adjutanten der Luftwaffe, Schwabedissen, der Marine von Puttkamer und der Partei, Brückner, stets loyal zusammen.
Am 01.07.1935 erhielt Hoßbach, mittlerweile Oberstleutnant, auch die Funktion des Chefs der Zentralabteilung im Generalstab des Heeres hinzu und damit u.a. die Verantwortung  für die Auswahl und Verwendung der Generalstabsoffiziere des Heeres in Krieg und Frieden. Damit war er auch dem Oberbefehlshaber des Heeres und dem Chef des Generalstabes unterstellt und somit kein persönlicher und ständiger Adjutant  Hitlers mehr. Von Blomberg legte Hoßbach nahe beim Führer für mehr preußische Ordnung und Pünktlichkeit zu sorgen, da dieser kaum einen geregelten Tagesablauf nachging. Durch seine Nähe zum Führer und Dank seiner persönlichen Auffassungsgabe, avancierte Hoßbach zum authentischsten und besten Psychoanalytiker der Person Hitlers.

Er war nicht der erste Diener seines Volkes, sondern er machte das Volk zu seinem Diener […] Im Charakter Hitlers, in dem das gute mit dem Bösen rang, behielt das letztere die Oberhand.
Wohl klangen die Worte Tradition, Geschichte oft aus Hitlers Munde, und doch brach er auf allen gebieten mit der Überlieferung. In der Tiefe seines Wesens war er mit der Geschichte Deutschlands nicht verwachsen. Hinweise auf Preußen waren ihm fast unangenehm. Von der Schlichtheit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, von der wortlosen, selbstverständlichen Pflichterfüllung wahren Preußentums trennte ihn eine Welt […]

Am 05.11.1937 kam es zu der Besprechung die Hoßbachs Namen für immer in die Geschichtsbücher des 20. Jahrhunderts bringen sollte. Hitler rief den Reichskriegsminister von Blomberg, den Reichsau0ßeninster von Neurath und die drei Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile zu sich in die Reichkanzlei zusammen. Bei dieser Besprechung eröffnete Hitler den Anwesenden seinen unabänderlichen Entschluss Deutschlands Raumnot in absehbarer Zeit zu überwinden. Er führte aus sich Österreich und die Tschechoslowakei einzuverleiben und nicht länger als bis 1943/45 mit der Anwendung militärischer Gewalt zu warten. In der anschließenden Aussprache erwiderten von Blomberg, von Neurath und Fritsch Bedenken ob dieser Planungen. Damit erkannte Hitler, daß er mit diesen Männern keinen Krieg werde führen können. Schon bald wurden sie abgesetzt bzw. in den Freitod (Fritsch) gezwungen. Oberst Hoßbach machte sic dabei vor den Augen aller entsprechende Notizen und fertigte am 10.11.1937 auf eigenen Entschluss eine Niederschrift an, die er mehrmals Hitler zur Unterschrift vorlegte, der es aber ablehnte diese zu unterschreiben. Auf Anwesung Hitlers verblieb die Niederschrift dann zunächst im Besitz des Reichskriegsministers von Blomberg. Hoßbach informierte den Chef des Generalstabes Beck über die Pläne Hitlers der darüber ebenso entsetzt war wie die anderen Bedenkenträger. Ganze vier Monate später befand sich keiner mehr diese Männer auf seiner bisherigen Dienststellung.
Im Zuge der Fritsch-Krise wurde Hoßbach am 25.01.1938 gegen 02.15 Uhr in die Reichskanzlei gerufen, wo ihn Hitler darüber informierte nach von Blomberg nun auch den Freiherrn von Fritsch aufgrund vorgeworfener Verfehlungen nach §175 StGB. Auf das heftigste Drängen Hoßbachs war Hitler bereit von Fritsch überhaupt am 27.01.1938 anzuhören. Gegen den befehl Hitlers setzte Hoßbach am 25.01. morgens von Fritsch über die Anschuldigungen in Kenntnis, der sich in Gegenwart Hoßbachs wie erwartet völlig rein wusch. Hoßbach wurde daraufhin erneut in der Reichskanzlei vorstellig. Dabei nahm er in Kauf, daß er dadurch beim Führer den Ungehorsams und als "persona ingrata" bezichtigt werden würde, nahm er dabei billigend auf seine Schultern.
Im Zuge dieser Auseinandersetzung und der Zerstörung des gegenseitigen Vertrauensverhältnisses bat Hoßbach um seine Ablösung als Wehrmachtsadjutant. Damit verlor das Heer DEN Vertreter von Autonomie und Tradition an höchster Stelle. Ein Mann der der Suggestivkraft Hitlers zu widerstehen vermochte. Die Nachfolge trat Oberst Rudolf Schmundt an, ein Idealist mit Sinn für Kameradschaft, gleichzeitig aber ein glühender Verehrer Hitlers. Ihm folgte General Wilhelm Burgdorf.
Hoßbach übernahm dann ab dem 15. September 1938 das Kommando über das neu aufgestellte Infanterie-Regiment 82 in Göttingen, wobei er selbst noch die Weichen zu dieser Aufstellung gestellt hatte. Die damaligen Soldaten des Regiments waren sich später aber einig darüber, daß Hoßbach den Geist des Regiments prägte.
Im Rahmen der Allgemeinen Mobilmachung verließ Hoßbach sein Regiment und übernahm am 26.08.1939 den Posten des Chefs des Stabes im XXX. Armee-Korps an der holländischen Grenze. Genau einen Monat später nahm er am 26.09.1939 an der Trauerfeier für den gefallenen Generaloberst Freiherr von Fritsch in Berlin teil. Testamentarisch hatte dieser veranlasst einen silbernen Schlachtenteller an Hoßbach zu übergeben "weil er mir in schwerster Stunde die Treue gehalten hat". Anschließend verlegte das XXX. Armee-Korps ins Saarland und wurde dort dem AOK 1 unter Generaloberst von Witzleben unterstellt. Zu seinem Kommandierenden General Otto Hartmann fand er hingegen nie wirklich ein Verhältnis. Anlässlich eines Vorfalls zwischen Hartmann und Hoßbach, ließ von Witzleben, dankbar für die gezeigte Courage gegenüber Beck und Fritsch, den Kommandierenden General versetzen, da er Hoßbach unbedingt halten wollte. Hitler wurde darauf aufmerksam und ließ seinen ehemaligen Adjutanten aus den Generalstab zurück an die Front versetzen. Dort übernahm er am 01.12.1939 erneut das Kommando über das Infanterie-Regiment 82, zwar ein Aufderstelletreten seiner Karriere, aber für Hoßbach ein Segen.
Am 10.05.1940 führte er sein Regiment in den West-Feldzug, wo es in der Frühphase an der holländisch-belgischen grenze entscheidend in die Kämpfe eingriff. In der 2. Phase, der eigentlichen Schlacht um Frankreich, ab dem 05.06.1940, bewährte sich das Regiment unter der Führung Hoßbachs erneut. Dabei gelang ihm ein Husarenstück. Vom Operationsplan leicht abweichend, stieß eine Vorausabteilung des Regiments bis an den Kanal vor, wo sich in einer Buch französische und britische Kräfte einschifften. Mit einer Pak unter der persönlichen Führung Hoßbachs wurde ein Transporter seeuntüchtig geschossen, wodurch ca. 4.000 Gegner gefangen genommen werden konnten.
Heinrich von Stülpnagel Kommandierender General des übergeordneten II. Armee-Korps besuchte in diesen Tagen mehrfach Oberst Hoßbach, wobei sich im Nachlass Hoßbachs mehrere Hinweise auf eine tiefe Verehrung für von Stülpnagel finden lassen. Erst am 07.10.1940 erheilt Hoßbach, als Oberst und Kommandeur des IR 82, für seine bedeutenden Erfolge im West-Feldzug das Ritterkreuz, wozu er bereits im Juni 1940 eingereicht worden war.
Ab Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion, wobei Hoßbach stets eine ablehnende Haltung einnahm, wurde er fortan nur noch an der Ostfront eingesetzt.
Im Winter 1941 erreichte nur sein Regiment bei -35°das befohlene Angriffsziel im Raum Tula-Moskau, bis er vom 21.01. bis zum 28.02.1942 die Führung der 31. Infanterie-Division übernahm.
Kurze Zeit später zum Generalmajor befördert, übernimmt er dann das Kommando über die 82. Infanterie-Division, nachdem er für ca. einen Monat in die Führer-Reserve versetzt worden war. Am 06.07.1942 fällt er jedoch aufgrund eines Lungendurchschusses für längere Zeit aus.
Wieder genesen übernimmt er vom 16.05. bis zum 02.08.1943 erneut das Kommando über die 31. Infanterie-Division, mit der am Unternehmen Zitadelle im Raum Orel-Kursk teilnahm. Zuvor hatte  Hoßbach gewarnt die Offensive anzutreten, dennoch startete diese am 05.07.1943. Die Folge der Schlacht war das Verlieren der Initiative an der Ostfront.
Anfang August übernimmt Hoßbach die Führung des LVI. Panzerkorps. Hier kommt er intensiv mit dem Verschwörerkreis des 20. Juli in Kontakt, kann sich aber nicht zu einer Teilnahme durchringen, da er wie er selbst schrieb er keine Hoffnung habe, das im Zuge der Beck-Fritsch-Krise aus dieser Soldatengeneration ein Retter ersteigen solle.
Für die Abwehrerfolge des Korps wird er am 11.09.1943 ins Führerhauptquartier befohlen, wo ihm, als Generalleutnant und Führer des LVI. Panzerkorps, das Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgehändigt wird. Anlässlich der Verleihung gewährte Hitler jedem Träger dieser Auszeichnung einen Wunsch. Entgegen mancher die sich ein Rittergut wünschten, bat Hoßbach angeblich um 30.000 Brotbeutel, Feldflaschen und Kochgeschirre. verblüfft fragte Hitler warum sich Hoßbach dieses erbat. Dieser antwortete, daß jeder Soldat seinen Korps entsprechend ausgerüstet sein sollte, wenn er in Gefangenschaft geriet. Hitler brach das Gespräch daraufhin sofort ab.
Im März/April 1944 trug Hoßbach mit seinem Korps entscheidend dazu bei, den Kessel von Kowel zu öffnen und die dort eingekreisten deutschen Truppen zu befreien. Er wurde daraufhin vom Chef des Generalstabes für die Schwerter vorgeschlagen, was aber abgelehnt wurde.
Am 19.07.1944, einen Tag vor dem Attentat auf Hitler, traf Hoßbach zum letzten Mal mit Hitler zusammen. Dieser beauftragte ihn mit der Führung der 4. Armee und der Wiederinbesitznahme des Waldgebietes ostwärts Augustowo, dabei bestand bereits für Ostpreußen selbst größte Gefahr. Zusammen mit seinen Stabschefs, Oberst i.G. Erich Dethleffsen und interimistisch Heinz Gaedcke, versuchte Hoßbach seine Armee auf die kommenden Kämpfe vorzubereiten. Er setzte auf Nachbarhilfe, ließ damit die Grenzen zwischen den Einheiten verschwinden und konnte sich schließlich im Oktober 1944 in der 1. Ostpreußenschlacht nördlich der Rominter Heide behaupten. Dabei gelang am 03.11.1944 sogar die Rückeroberung Goldaps. Die Bevölkerung Ostpreußens hatte es letztlich also Hoßbach selbst zu verdanken das Weihnachtsfest 1944 noch in der eigenen Heimat verbringen zu können. Im rahmen des 20.07.1944 setzte er sich für zahlreiche seiner Offizierskollegen vehement ein. Dabei bspw. für den Generalleutnant Heistermann von Ziehlberg, den er als vortrefflichen, hochbewährten Kommandeur der 28. Jäger-Division sehr schätzte.
Die Ardennenoffensive Hitlers hatte der Ostfront wichtige Reserven entzogen, womit für Hoßbach der drohende Untergang immer näher kam.  Es folgten schwere Auseinandersetzung mit dem Gauleiter Ostpreußens Erich Koch. Da bei der 4. Armee Mangel an Stiefeln und Wollsocken herrschte, sollten die Parteigenossen ihre Stiefel abgeben. Doch Koch eilte zu Hitler und Bormann und beklagte Hoßbachs Defaitismus und parteischädigender Umtriebe. Letztlich erhielt er jedoch nur Schnürschuhe die für den Ostfeldzug völlig ungeeignet waren.
In den Morgenstunden des 13.01.1945 traten dann neun sowjetische Armeen zum Angriff auf Ostpreußen an. Zuvor war es der 4. Armee in Zusammenarbeit mit der Kriegsmarine gelungen zehntausende Familien über See zu evakuieren, gegen den Willen des Gauleiters.
Am 26.01.1945 brach die 2. Armee, die den Anschluss der 4. Armee nach Süden hielt, zusammen, womit Ostpreußen erneut vom Reich getrennt wurde. Dabei fasste Hoßbach, wie auch sein vorgesetzter Reinhardt den Entschluss entgegen des Haltebefehls Hitlers nach Westen durchzubrechen, damit aber Ostpreußen aufzugeben. Ein spürbar schwerer Entschluss. Am 28.01.1945 wurden beide abgelöst.
Hoßbach kam im Februar 1945 zurück nach Göttingen, wo er als angesehene Persönlichkeit Mittelpunkt freiheitlicher kreise wurde. Den örtlichen Parteidienststellen blieb dies jedoch nicht verborgen, wobei der Kreisleiter der Stadt noch am 03.04.1945, kurz vor Eintreffen der Amerikaner, ein Rollkommando zusammenstellte um Hoßbach zu entführen. Dieser, vorgewarnt, verteidigte sich auf seinem Balkon mit Pistolen, woraufhin sich das Kommando zurückzog. Im Zuge seiner Verbindungen zum General der Infanterie Hitzfeld, wurde Göttingen zur Offenen Stadt erklärt und blieb so von schweren Kampfhandlungen verschont.
Schon bald nach Kriegsende wurde Hoßbach mit seiner Niederschrift vom 10.11.1937 konfrontiert. Ohne das er es wusste beauftragte der Beauftragte der Militärischen Geschichtsschreibung Generalmajor Scherff einen Mitarbeiter mit der Durchsicht des Archivs des Oberbefehlshabers des Heeres in Liegnitz 1943. Dabei fiel dem Mitarbeiter die Hoßbach-Niederschrift in die Hände. Er fertigte eine Zweitschrift an. Während des Krieges ging die Erstschrift jedoch verloren und die Zweitschrift geriet im Herbst 1945 in die Hände der englischen Militärregierung. Damit wurde Hoßbach vom 13. bis zum 15.03.1946 in Nürnberg über die Echtheit des Protokolls vernommen. Er verbat sich den Begriff "Protokoll" erklärte aber das es sich hiermit um Großen und Ganzen um die Wiedergabe seiner Erstschrift handeln.
Friedrich Hoßbach starb am 10. September 1980 in Göttingen und wurde am 17. September beigesetzt. Als es kurz nach der Trauerfeier heftig zu regnen begann, sagte ein alter 82er "Jetzt ist er oben".

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fähnrich 29.10.1913 Eisernes Kreuz II. Klasse -  1. WK ???
Leutnant 19.06.1914 Eisernes Kreuz I. Klasse -  1. WK ???
Oberleutnant 20.09.1918 Ehrenkreuz für Frontkämpfer ???
Hauptmann 01.03.1927 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Major 01.03.1934 Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Oberstleutnant 01.09.1935 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 07.10.1940
Oberst 01.03.1937 298. Eichenlaub zum Ritterkreuz 11.09.1943
Generalmajor 01.03.1942
Generalleutnant 15.05.1943
General der Infanterie 01.11.1943

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