Hermann Hoth wurde am 12. April 1885 in
Neuruppin geboren Nach dem Gymnasium tritt Hoth in das Preußische
Kadettenkorps ein und gehörte ab dem 27.02.1904 der Armee an, wo er zunächst
beim 4. Thür. Infanterie-Regiment nr. 72 in Torgau verwendet wurde. Von dort
wird er im April 1904 bis zum 01.02.1905 an die Kriegsschule Danzig
kommandiert und nach seiner Rückkehr zum Regiment im Jahre 1907 zum Adjutanten
des II. Bataillons ernannt. Als solcher besucht er vom 01.10. bis zum
21.07.1913 zugleich die Kriegsakademie, sowie vom 22.07. bis zum 17.09.1913
das Fussartillerie-Regiment 3.
Am 01.10.1913 übernimmt er den Posten des Regimentsadjutanten und wird am
01.04.1914 in den Großen Generalstab versetzt. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges
kommt Hoth am 02.08.1914 in den Generalstab des Ersatzheeres bzw. in den
Generalstab beim AOK 8. Von dort wird er dann vom 25.12.1914 bis zum
20.01.1915 in den Generalstab des Heeres versetzt und am 06.02.1915 zum
Nachrichtenoffizier beim AOK 10 bestimmt.
Am 06.09.1915 in den Generalstab des XVII. Reserve-Korps versetzt, übernimmt
er vom 20.03. bis zum 21.094.1916 zugleich den Posten eines
Bataillons-Kommandeurs beim Infanterie-Regiment 342.
Am 20.05.1916 wechselt Hoth in den Versuchspark 1 und übernimmt im Juni 1916
die Führung der Flieger-Abteilung 69 beim Generalstab des Kommandierenden
Generals der Flieger, um dann ab dem 10.08.1916 seinen Dienst beim AOK 2 zu
versehen.
Ab dem 26.10.1916 wieder beim Generalstab des Kommandierenden Generals der
Flieger, wird er am 09.08.1918 zum Ia im Generalstab der 30.
Infanterie-Division ernannt.
Mit Ende des Krieges übernimmt er am 28.08.1919 die 14. Kompanie im
Freiwilligen Landjäger-Korps und ist vom 24.12.1919 bis zum 09.03.1920
Generalstabsoffizier beim Kommandoamt VI. Dem folgt bis zum 01.10.1920 der
Posten eines Kompaniechefs beim Reichswehr-Infanterie-Regiment 32, bzw. dann
bis zum 07.12.1920 im Reichswehr-Infanterie-Regiment 18 in Paderborn.
Nach der Versetzung in das Reichswehrministerium am 07.12.1920 ist Hoth ab dem
01.01.1920 Generalstabsoffizier in der Organisationsabteilung des
Reichswehrministeriums und ab dem 01.10.1925 Ia im Stab des Infanterieführers
Stettin.
Vom 08.05. bis zum 01.10.1925 erneut im Reichswehrministerium, wird er dort
dann zum Referenten in der Ausbildungs-Abteilung T4 beim Truppenamt des
Ministeriums ernannt. Dabei besucht er vom 05.10. bis zum 31.10.1925 zugleich
einen Artillerie-Lehrgang der Nachtartillerie in Jüterbog, sowie vom 09.10.
bis zum 01.11.1928 einen weiteren Lehrgang in Döberitz.
Am 01.01.1929 wird er zum Kommandeur des I. Bataillons beim
Infanterie-Regiment in Stargard ernannt, wobei er am 01.11.1930 in den Stab
des Gruppenkommandos 1 nach Berlin wechselt. Dort besucht er gleichzeitig vom
06.10. bis zum 23.10.1931 einen Schießlehrgang für schwere Waffen in Döberitz
und wird am 01.10.1932 zum Kommandeur des Infanterie-Regiments 17 in
Braunschweig ernannt.
Am 01.08.1933 zum Infanterie-Regiment 6 versetzt, kommt Hoth am 01.10.1933 zum
Wehrgaukommando nach Lübeck, wo er am 01.02.1934 den Posten des Kommandanten
der Stadt übernimmt.
Vom 01.10.1934 bis zum 15.10.1935 Infanterieführer III in Liegnitz, übernimmt
er am 15.10.1935 das Kommando über die 18. Infanterie-Division.
Nach der Versetzung in die Führer-Reserve vom 01.04.1938 bis zum 01.11.1938,
versieht er seinen Dienst im Aufstellungsstab des XV. Armee-Korps, zu dessen
Kommandierenden General er am 10.11.1938 ernannt wird.
Im Polen-Feldzug, im Rahmen der 10. Armee, im Einsatz, stößt das Korps über
Radom auf Warschau vor und nimmt an den dortigen Kämpfen teil. Mit Ende des
Feldzuges verlegt das Korps im Dezember 1939 schließlich in den Bereich der 6.
Armee an den Niederrhein. Für die Erfolge seines Korps im Polen-Feldzug wird
Hoth am 27.10.1939, als General der Infanterie und Kommandierender General des
XV. Armee-Korps, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Mit Beginn des West-Feldzuges, stößt das Korps über Lüttich auf Dünkirchen
vor, wobei das Korps am 14.05.1940 kurzzeitig in Panzergruppe Hoth umbenannt
wurde. Mit dem 30.06.1940 wird die Panzergruppe Hoth wieder in das XV.
Armee-Korps umbenannt. Hoth hingegen übernimmt am 16.11.1940 das Kommando über
die Panzergruppe 3. Mit dieser nimmt er an den ersten Wochen des
Russland-Feldzuges teil, wobei er u.a. die Städte Minsk und Witebsk einnimmt,
und wird am 05.10.1941 zum Oberbefehlshaber der 17. Armee ernannt, mit der er
in der Folge die schweren Angriffs- und Abwehrkämpfe in der Südukraine
besteht. Vom 17.11.1941 ist dabei bspw. dieses Zitat belegt:
„Die Notwendigkeit harter Maßnahmen gegen volks- und
artfremde Elemente muss gerade von den Soldaten verstanden werden. Diese
Kreise sind die geistigen Stützen des Bolschewismus, die Zuträger seiner
Mordorganisation, die Helfer der Partisanen. Es ist die gleiche jüdische
Menschenklasse, die auch unserem Vaterlande durch ihr volk- und
kulturfeindliches Wirken so viel geschadet hat, heute in der ganzen Welt
deutschfdl. Strömungen fördert und Träger der Rache sein will. Ihre Ausrottung
ist ein Gebot der Selbsterhaltung.“
Für die Erfolge seiner Panzergruppe, insbesondere der
Einnahme von Minsk, wird Hoth am 17.07.1941, als Generaloberst und
Befehlshaber der Panzergruppe 3, mit dem 25. Eichenlaub zum Ritterkreuz
ausgezeichnet. Im Mai 1942 führt Hoth seine Armee bei den
Angriffen am Donez und bei Charkow und übernimmt am 15.05.1942 den Oberbefehl
über die 4. Panzer-Armee. Mit dieser Panzerarmee, auch Heeresgruppe "Hoth"
genannt,
versuchte er zwischen dem 12. und 23.12.1942 vergeblich, im Rahmen der
Operation "Wintergewitter", die
eingeschlossene 6. Armee in Stalingrad zu entsetzen.
Bei den Kämpfen in der
Ukraine des Jahres 1943 wurde Hoths Armee im Herbst von der Roten Armee durchbrochen, was zum
Verlust von Kiew führte. Hitler enthob ihn daraufhin am 10. Dezember 1943,
unter zaghaftem Protest der Heeresgruppenleitung,
seines Kommandos, da er aus angeblichem Defätismus Kiew nicht zurückerobern
konnte. Zuvor war er noch am 15.09.1943, als Generaloberst und
Oberbefehlshaber der 4. Panzer-Armee, mit den 35. Schwertern zum Ritterkreuz
ausgezeichnet worden.
Hoth kommt bis April 1945 in die Führer-Reserve und wird im April mit dem
Posten des "Befehlshabers
Erzgebirge", was absolut bedeutungslos war, betraut. Am 13.04.1945 trat er
damit unter das Kommando der 7. Armee. Andere Quellen berichten dabei von
einer vorherigen Ernennung zum "Befehlshaber Saale".
Im Prozess Oberkommando der Wehrmacht, dem letzten der Nürnberger Prozesse,
wurde Hoth wegen Verbrechen gegen den Frieden, Planung eines Angriffskrieges
sowie der Weitergabe des Kommissarbefehls zu 15 Jahren Haft verurteilt. 1954
wurde er aus der Haft, die er zumeist in Landsberg am Lech verbrachte,
entlassen.
Hermann Hoth verstarb am 25.01.1971 in Goslar.