Erich Hoepner wurde am 14.09.1886 in
Frankfurt/Oder, als Sohn eines Militärarztes, geboren und begann als
Fahnenjunker nach dem Abitur am Berlin-Charlottenburger
Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium am 10. März 1905 seine militärische
Ausbildung beim Schleswig-Holsteinischen Dragoner-Regiment Nr. 13 in Metz.
Bereits nach einem Jahr Leutnant fand er Verwendung als Regimentsadjutant.
Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges befand sich Hoepner auf der Berliner
Kriegsakademie und zog Anfang August 1914 als Ordonnanzoffizier im Stab des
XVI. Armeekorps ins Feld. Dort bewährte er sich als Truppen- und
Generalstabsoffizier und verdiente sich verschiedene Auszeichnungen.
Nach dem krieg wird Hoepner als Rittmeister in die Reichswehr übernommen und
zwar als Eskadronchef im Reiterregiment 2 (Allenstein), danach als Hauptmann
im Generalstab in der Inspektion der Kavallerie in Berlin, dann als Ia der 1.
Kavallerie-Division in Frankfurt/Oder und wurde schließlich Kommandeur des
Potsdamer Reiter-Regiments 4.
Von 1933 bis 1935 war Hoepner Oberst und Chef des Stabes im Wehrkreis I
(Königsberg).
Als Generalmajor und Kommandeur der 1. leichten Division in Wuppertal war
Hoepner ab 1937 maßgeblich am Aufbau der "Schnellen Truppen" beteiligt.
Im Polenfeldzug führte der General der Kavallerie Hoepner das XVI.. Armeekorps
(mot.) wofür ihm am 27.10.1939 das Ritterkreuz verliehen wurde, als Begründung
dafür heißt es:
"In seinem soldatischen
Draufgängertum, in seinem Siegeswillen und Mut war General Hoepner stets
ein aufmunterndes Beispiel für seine Truppen ... Persönlich schneidig
meisterte er die vielfach außerordentlichen schwierigen lagen seines Korps
und trug wesentlich zum Gesamterfolg der Armee bei."
Im Westfeldzug schlug er mit seinem XVI.
Armeekorps (mot.) Mitte 1940 die erste große, siegreiche Panzerschlacht des 2.
Weltkrieges, wofür er am 19.07.1940 zum Generalobersten befördert wurde.
Während der Winterkämpfe 1941/42 vor Moskau warf ihm Hitler jedoch "Feigheit
und Ungehorsam" vor, worauf er aus der Armee "in Unehren"
ausgestoßen wurde.
Der Ex-General zog sich nach Berlin zurück und schloss sich den Kreisen des
militärischen Widerstandes um General Olbricht, Generaloberst Beck und
Generalfeldmarschall von Witzleben an. Beim Staatsstreichversuch vom 20. Juli
1944 war er als Befehlshaber des Ersatzheeres vorgesehen.
Aufgrund des Scheiterns des Putsches wurde Hoepner vom Volksgerichtshof unter
Roland Freisler zum Tode verurteilt und am 08.08.1944 in Berlin-Plötzensee
hingerichtet.