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Ritterkreuzträger Roland von Hößlin
Major, Panzeraufklärer

Roland von Hößlin wurde am 21.02.1915 in München geboren. Er entstammte einer bayrischen Adelsfamilie, die schon im 19.Jahrhundert den bayrischen Königen als Offiziere dienten. Sein Vater Hubert von Hößlin kämpfte schon im 1.Weltkrieg und beendete später seine soldatische Laufbahn als Generalmajor. Sein Bruder Hartmut erhielt ebenfalls das Ritterkreuz.
Vor Abschluss seines Abiturs meldete er sich zur Reichswehr und wurde nach bestandener Reifeprüfung als Offiziersanwärter zum Reiterregiment 17 in Bamberg kommandiert. Seine Vorkriegslaufbahn war gekennzeichnet durch die Beförderung zum Leutnant am 01.04.1936 und zum Oberleutnant am 20.04.1939. Außerdem machte er in dieser Zeit eine, für ihn später verhängnisvolle, Bekanntschaft mit Claus Graf Schenk von Stauffenberg.
Am 01.09.1939 zog von Hößlin als Adjutant der Aufklärungsabteilung 10 der 10.Infanteriedivision in den Polenfeldzug. Nach Abschluss dieses Feldzuges wurde von Hößlin als Ausbilder zur Fahnenjunkerschule der Panzertruppe nach Potsdam-Krampnitz versetzt.
Im Frühjahr 1941 wurde er als Ordonnanzoffizier in den Stab des Afrika-Korps versetzt. Am 20.08.1941 erhielt er wieder ein Frontkommando und übernahm die 3.schwere Kompanie in der Aufklärungsabteilung 33. Seine Beförderung zum Hauptmann erfolgte am 01.02.1942 und er hatte kurzzeitig die stellvertretende Führung der Panzeraufklärungsabteilung 33 inne. In dieser Dienststellung gelang es mit seiner Einheit ein, von den Briten erobertes, Befestigungswerk zurückzuerobern und 300 Gefangene zu machen. Für diese Tat wurde ihm am 23.07.1942 das Ritterkreuz verliehen.
Zwischenzeitlich durch einen komplizierten Armdurchschuss verwundet, verbrachte er fast 9 Monate im Lazarett. Im März 1943 erhielt er im Berliner Lazarett nochmals Besuch von Graf von Stauffenberg.
Nach seiner teilweisen Genesung wurde er nochmals an die Panzertruppenschule Krampnitz versetzt, diesmal als Taktiklehrer. Im Herbst 1943 folgte ein Kommandeurslehrgang und im Februar 1944 die Kommandierung als Kommandeur der Panzeraufklärungs-Ausbildungsabteilung nach Insterburg (Ostpreußen). Nach zwei weiteren Begegnungen mit Stauffenberg nahm er aktiv am Widerstand teil und erhielt Weisungen für den Fall des „Walküre“-Alarms. Es kam jedoch anders, da von Hößlin am 17.07.1944 nach Thüringen abkommandiert wurde. Kurz danach, am 01.08.1944 erfolgte noch seine Beförderung zum Major.
Nachdem sein Name bei Vernehmungen durch die Gestapo mehrfach genannt wurde, wurde er am 23.08.1944 verhaftet und nach Berlin gebracht. Am 14.09.1944 wurde er vom "Ehrenhof" aus der Wehrmacht entlassen und konnte nun vom „Volksgerichtshof“ unter dem Vorsitz von Roland Freisler verurteilt werden.
Das Todesurteil stand von vornherein fest. Am 13.10.1944 wurde er in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Roland von Hößlin wurde 29 Jahre alt. Er war einer von 12 Ritterkreuzträgern, die im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20.07.1944 hingerichtet oder zum Selbstmord gezwungen wurden.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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