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Schwerterträger Dr. rer. pol. Hermann Hohn
Generalleutnant







Hermann Hohn wurde am 11.
Oktober 1897 in Renchen/Baden nördlich von Offenburg geboren.
Am 15. Januar 1916 trat er als Kriegsfreiwilliger in das 10.
Fuß-Artillerie-Regiment ein und wechselte am 8. März 1915 zur 4. Batterie der
Reserveabteilung des Regiments, wo er mit kurzen Unterbrechungen bis zum 24.
August 1916 verblieb. An diesem Tag wird er auch zum Gefreiten befördert und
zum Stab der 66. Fuß-Artillerie-Abteilung versetzt. Am 14. Oktober 1916
wechselt er zur 2. Batterie des 70. Fuß-Artillerie-Regiments und wird hier am
21. Dezember 1916 zum Unteroffizier ernannt.
Zwischen April und Juni 1917 nimmt er an einem Fahnenjunkerlehrgang in
Jüterbog teil und wird am 21. Juli 1917 in die Reserveabteilung des 16.
Fuß-Artillerie-Regiments übernommen, wo er am 30. Juli 1917 zum Fähnrich
befördert wird. Vom 21. August bis 19. November 1917 gehört er der 3. Batterie
der 32. Fuß-Artillerie-Abteilung an und wird hier am 20. Oktober 1917 zum
Leutnant befördert. Anschließend ist er bis zum 25. Mai 1918 beim Stab der 32.
Fuß-Artillerie-Abteilung eingesetzt. In dieser Zeit besucht er einen
Fernmeldlehrgang und ist dann zwischen dem 25. Mai und dem 22. Juli 1918
Adjutant der Abteilung.
Es folgt bis zum 11. August 1918 ein weiterer Lehrgang und schließend gehört
er bis zum 18. Dezember 1918 der 2. Batterie der Abteilung an. Auch in dieser
Zeit belegt er wieder einen Kurs, diesmal an der Armee-Artillerie-Schule in
Mauberge. Darauf ist er bis zum 10. Januar 1919 zur Ersatz-Abteilung des 17.
Fuß-Artillerie-Regiments versetzt und dient dann bis zum 4. April im Stab und
als Batterieführer in der I. Abteilung des 16. Fuß-Artillerie-Regiments.
Im Laufe des Krieges erhält er beide Eiserne Kreuze von 1914.
Bis Juli 1919 ist er dann in der Freiwilligen-Fuß-Artillerie-Abteilung „Dieskau“
im Dienst und anschließend Ordonanzoffizier im Stab des 6. schweren
Artillerie-Regiments der Reichswehr bevor er in gleicher Funktion zur 8.
Brigade der Reichswehr versetzt wird, wo er ab dem 31. Januar 1920 in
verschiedenen Funktionen Dienst tut, um die Brigade dann am 31. Dezember 1920
wieder zu verlassen.
Ab April 1922 beginnt er ein Studium der Staatswissenschaften in Heidelberg,
arbeitet dann von 1923 bis 1929 in einer Bank und nimmt anschließend in
Mannheim ein Studium an der Hochschule für Handel auf, welches bis Oktober
1931 dauert. Bis Februar 1933 legt er dort das Diplom als Handelsreferent ab
und erlagt den Doktortitel Dr. rer. pol.
Am 1. September 1935 tritt er in die Wehrmacht mit dem Dienstgrad eines
Hauptmanns beim Infanterieregiment Regensburg, des früheren und späteren IR
20, ein. Am 15. Oktober wird er Chef der 3. Kompanie des, durch zum Teil aus
Truppen des IR 20, neu aufgestellten IR 62 in Landshut. Am 6. Oktober 1936
wechselt er als Kompaniechef zum ebenfalls neu aufgestellten IR 82 und am 12.
Oktober 1937 abermals als Chef der 3. Kompanie zum IR 74 in Hameln. Hier wird
er am 1. August 1938 zum Major befördert und wechselt mit dem 1. Juli 1939 zum
Generalkommando der Grenztruppen Eifel, welches im September 1939 in das
XXIII. AK umbenannt wird. Ab dem 1. November 1939 ist er Adjutant der 72. ID,
welche im Verband des AK’s steht.
Nach dem erfolgreichen Frankreichfeldzug wird er am 1. Dezember 1940
Kommandeur des II./IR 105 in derselben Division. In dieser Dienststellung wird
er am 1. August 1941 zum Oberstleutnant befördert und nimmt am
Russlandfeldzug, der Besetzung der Krim und der Erstürmung der Festung
Sewastopol im Juni/Juli 1942 teil. Ab dem 13. Juli 1942 ist er mit der Führung
des IR 124 der 72. ID beauftragt und wird am 16. Dezember 1942 Kommandeur des
IR 105, welches mit der Division im Raum Rshew bei der 9. Armee steht.
Am 1. Februar 1943 erhält er seine Beförderung zum Oberst und am 17. April
folgt die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold. Nachdem er zwischen dem
20. und 27. November 1943 die Führung der 72. ID übernommen hatte, erhält er
am 28. November das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Als Führer der Division
wird er am 1. März 1944 mit dem Eichenlaub zu Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
ausgezeichnet, zum Generalmajor befördert und damit Kommandeur der Division,
gibt sie aber schon am 25. März 1944 in der Auffrischung befindlich ab und
befindet sich bis zum 26. Mai 1944 in der Führerreserve des OKH. Hierbei
besucht er den 10. Divisionsführerlehrgang.
Zwischen dem 26. Mai und 1. Juli 1944 ist er designierter Kommandeur der 50.
ID, deren von der Krim evakuierte Reste sich zu dieser Zeit in Rumänien
sammeln und dann nach Perleberg zur Neuaufstellung kommen. Am 1. Juli
übernimmt er jedoch wieder die 72. ID, welche bei der Heeresgruppe Nordukraine
im Raum Lemberg eingesetzt ist. Nach den schweren Kämpfen um den
Baranow-Brückenkopf erhält er am 31. Oktober 1944 die Schwerter zum
Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen.
Am 30. Januar 1945 wird Hohn zum Generalleutnant befördert und übernimmt am
20. April die Führung des XI. AK bei der Heeresgruppe Mitte. Am 9. Mai 1945
gerät er in Kriegsgefangenschaft, aus der er am 23. Februar 1948 entlassen
wird.
Dr. Hermann Hohn verstirbt am 13. November 1968 in Ladenburg am Neckar.